Demenz-Durchbruch, Einfaches

Demenz-Durchbruch: Einfaches Gehirntraining senkt Risiko um 25 Prozent

15.02.2026 - 10:30:12 | boerse-global.de

Eine 20-jährige Langzeitstudie belegt, dass gezieltes Verarbeitungstraining das Demenzrisiko um ein Viertel reduziert. Das erfolgreiche Programm erfordert weniger als 24 Stunden Trainingsaufwand.

Eine Langzeitstudie liefert erstmals handfeste Beweise: Ein spezielles kognitives Training kann das Demenzrisiko über Jahrzehnte signifikant senken. Die Ergebnisse der ACTIVE-Studie markieren einen Wendepunkt – weg von Medikamenten, hin zu aktiver Prävention.

Die Nachricht kam am 9. Februar: Die 20-Jahres-Ergebnisse der ACTIVE-Studie zeigen, dass Menschen mit visuellen Verarbeitungsübungen ihr Demenzrisiko um ein Viertel reduzierten. Was macht diese Studie so besonders? Sie ist eine der umfangreichsten randomisierten kontrollierten Studien im Bereich der kognitiven Alterung – und sie liefert einen wissenschaftlichen Goldstandard, nach dem sich die Fachwelt sehnte.

Das Experiment: 2.800 Menschen, 20 Jahre lang beobachtet

Mehr als 2.800 gesunde Erwachsene über 65 Jahren nahmen an der Studie teil. Zufällig aufgeteilt wurden sie in vier Gruppen: Gedächtnistraining, logisches Denken, Verarbeitungsgeschwindigkeit und eine Kontrollgruppe ohne Training. Der Clou: Die Forschung folgte den Teilnehmern zwei Jahrzehnte lang und nutzte Medicare-Daten, um tatsächliche Demenzdiagnosen zu erfassen.

Das Ergebnis war kristallklar. Nur eine Gruppe zeigte einen messbaren Schutzeffekt: die mit dem „Speed Training“. Alle anderen Trainingsformen hatten statistisch keinen signifikanten Einfluss auf das Demenzrisiko.

Was ist dieses „Speed Training“?

Das erfolgreiche Programm heißt „Double Decision“. Der Nutzer muss auf dem Bildschirm gleichzeitig ein zentrales Objekt identifizieren und die Position eines kurz erscheinenden Elements am Rand lokalisieren. Mit jedem erfolgreichen Durchgang wird es schwerer: die Anzeigedauer sinkt, der Hintergrund wird chaotischer.

Das Besondere daran? Diese Übungen trainieren nicht spezifisches Wissen, sondern die grundlegende Informationsverarbeitung des Gehirns. Sie schärfen die visuelle Aufmerksamkeit und die Reaktionsgeschwindigkeit – Funktionen, die bei neurologischen Erkrankungen häufig zuerst leiden.

Henry Mahncke, CEO von Posit Science (Entwickler der Übung), erklärt den Mechanismus: Das Training verstärkt die kognitive Reserve – die Widerstandskraft des Gehirns gegen neuropathologische Veränderungen, die lange vor den ersten Symptomen beginnen.

Das Ungewöhnliche: Weniger als 24 Stunden Training

Hier liegt eine zweite Überraschung: Die gesamte Trainingsdauer betrug weniger als 24 Stunden – verteilt über drei Jahre mit Auffrischungseinheiten. Ein minimaler Aufwand für einen potenziellen Riesengewinn.

Marilyn Albert von der Johns Hopkins University, Mitautorin der Studie, betonte gegenüber Medienvertretern die historische Bedeutung: Dies sei der erste Nachweis aus einer großen randomisierten Studie, dass eine Verhaltensintervention tatsächlich Demenzfälle verzögern oder verhindern kann.

Warum nur Speed Training funktionierte

Das wirft eine unbequeme Frage auf: Was ist mit all den Sudoku-Apps und „Brain-Jogging“-Programmen, die seit Jahren boomen?

Die Antwort ist ernüchternd. Klassisches Gedächtnistraining und logisches Denken zeigten in dieser Studie keinen signifikanten Schutzeffekt gegen Demenz. Der Unterschied liegt in der Art der kognitiven Beanspruchung. Speed Training trainiert fundamentale Verarbeitungsprozesse; die anderen Formen trainieren eher spezifische Inhalte oder Strategien.

Das bedeutet nicht, dass andere Trainingsformen schädlich sind – nur dass sie in dieser Studie nicht vor Demenz schützten.

Einordnung: Das Puzzle der Demenzprävention

Die WHO prognostiziert bis 2050 eine drastische Zunahme von Demenzfällen weltweit. Gleichzeitig haben pharmazeutische Therapien wie Lecanemab oder Donanemab ihre Grenzen: Sie können Amyloid-Plaques entfernen und den Verlauf verlangsamen, aber verhindern die Krankheit nicht.

Hier kommt die ACTIVE-Studie ins Spiel. Sie bietet einen präventiven Ansatz ohne physische Nebenwirkungen. Experten des National Institute on Aging sehen darin das Potenzial, den Krankheitsbeginn um Jahre zu verschieben – was für Betroffene einen enormen Gewinn an Lebensqualität bedeutet.

Ein wichtiger Caveat: Die Ergebnisse gelten spezifisch für das untersuchte Protokoll. Nicht jede beliebige App erzielt ähnliche Wirkungen. Wissenschaftler warnen davor, die Ergebnisse zu verallgemeinern, ohne weitere klinische Studien.

Von der Forschung zur Praxis

Das Besondere an diesem Durchbruch? Die Technologie ist bereits kommerziell verfügbar. Sie ist Teil der Plattform BrainHQ und kann sofort genutzt werden – keine jahrelange Wartezeit bis zur Markteinführung.

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Das eröffnet konkrete Handlungsoptionen: Versicherer könnten validierte kognitive Trainingsprogramme stärker in Vorsorgepakete integrieren. Die Kosten sind minimal verglichen mit einer langjährigen Pflegebedürftigkeit.

Gesundheitsexperten empfehlen, kognitives Training nicht isoliert zu sehen, sondern als Teil eines umfassenden präventiven Lebensstils: körperliche Aktivität, soziale Interaktion, Blutdruckkontrolle, gesunde Ernährung.

Die Hoffnung, die diese Studie macht

Nach Jahren, in denen Mediziner nur reagieren konnten – Symptome lindert, Progression verlangsamt – bietet die ACTIVE-Studie eine neue Perspektive: Das alternde Gehirn ist formbar und kann durch gezielte Reize geschützt werden.

Weniger als 24 Stunden gezieltes Training könnten ausreichen, um das Risiko einer der gefürchtetsten Alterskrankheiten signifikant zu senken. Das stärkt nicht nur die Hoffnung – es stärkt auch die Eigenverantwortung.

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