DeepSeek, Weltmarkts

DeepSeek erobert mit offener KI vier Prozent des Weltmarkts

21.01.2026 - 05:04:12

Das chinesische KI-Unternehmen DeepSeek erreicht einen globalen Marktanteil von vier Prozent und dominiert mit seiner offenen, kostengünstigen Strategie besonders Schwellenländer.

Das chinesische KI-Unternehmen DeepSeek hat sich global vier Prozent des Chatbot-Marktes gesichert. Dieser Erfolg markiert einen Machtwechsel in der KI-Landschaft und zeigt die wachsende Dominanz chinesischer Technologie, besonders in Schwellenländern.

Vor allem eine Strategie treibt das Wachstum: Open-Source und Kosteneffizienz. DeepSeek stellt die Technologie hinter seinen Modellen öffentlich zur Verfügung. Das schafft Vertrauen bei Entwicklern und senkt die Einstiegshürden für Unternehmen. Ein klarer Gegenentwurf zu den oft geschlossenen, abonnementbasierten Systemen westlicher Konkurrenten.

Durchbruch im Globalen Süden

Diese Taktik zahlt sich besonders in preissensiblen Regionen aus. Ein aktueller Microsoft-Report vom 8. Januar 2026 zeigt: DeepSeek gewinnt in Afrika und anderen Schwellenländern rasch an Boden. Die Nutzung soll dort zwei- bis viermal höher sein als in anderen Weltregionen. Kostenlose, leistungsstarke KI-Tools öffnen Millionen neuer Nutzern die Tür.

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Sogar US-Exportbeschränkungen für Hochleistungschips scheinen dem Trend zu nützen. Einige Entwickler argumentieren, die Einschränkungen förderten effizientere und zugänglichere KI-Lösungen – genau DeepSeeks Stärke.

Geopolitische Dominanz in Schlüsselregionen

Die globale Marktanteil von vier Prozent sagt nicht alles. Die wahre Macht zeigt sich in der regionalen Konzentration. In seiner Heimat China beherrscht DeepSeek schätzungsweise 89 Prozent des KI-Marktes.

Doch der Einfluss reicht viel weiter. In Ländern, in denen westliche Tech-Firmen kaum Fuß fassen können, ist DeepSeek oft erste Wahl. Der Microsoft-Report beziffert den Marktanteil auf 56 Prozent in Belarus, 49 Prozent in Kuba und 43 Prozent in Russland. Die offene KI-Technologie wird hier zum geopolitischen Instrument und füllt Lücken, die US-Plattformen aus politischen oder operativen Gründen offenlassen.

Teil einer chinesischen Offensive

DeepSeek ist nur die Spitze des Eisbergs. Der Aufstieg ist Teil einer breiten chinesischen KI-Offensive. Laut einem aktuellen Hurun-Report stieg der globale Marktanteil chinesischer Open-Source-Modelle von nur 1,2 Prozent Ende 2024 zeitweise auf fast 30 Prozent im Jahr 2025.

Hinter DeepSeek steht ein ganzer Ökosystem starker Player: Zhipu AI, Baidus Ernie Bot, Alibabas Qwen-Modelle und Moonshot AI. Sie schaffen ein hoch kompetitives Umfeld. Die Basis ist gewaltig: Bereits Mitte 2025 hatten über eine halbe Milliarde Chinesen generative KI-Produkte genutzt. Diese riesige Nutzerbasis ist der ideale Nährboden für das Training und die Verfeinerung von Modellen.

Ausblick: Ein multipolares KI-Zeitalter

Der Aufstieg von DeepSeek signalisiert einen fundamentalen Wandel. Chinas Fokus auf kostengünstige, offene Modelle erweist sich als schlagkräftige Strategie, um Märkte zu erobern, die vom Westen lange vernachlässigt wurden. Experten sprechen von einer sich vertiefenden globalen KI-Spaltung.

China profitiert von einer wachsenden Armee talentierter Ingenieure, steigenden Investitionen und staatlicher Förderung. Zwar führen US-Modelle von OpenAI und Google noch global. Doch ihr Vorsprung ist nicht mehr unangefochten. Der Wettbewerb wird sich verschärfen, während chinesische Firmen ihre Technologien weiter in die digitale Infrastruktur des Globalen Südens einbetten. Die etablierte Ordnung der digitalen Welt gerät ins Wanken.

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