DAX: Zwischen Öl und Osterpause
31.03.2026 - 00:26:43 | boerse-global.deDer DAX ist denkbar schlecht in die Karwoche gestartet. Rund 0,3 Prozent tiefer eröffnete der Leitindex am Montagmorgen bei etwa 22.240 Punkten — und damit gefährlich nah an der psychologisch wichtigen 22.000er-Marke, die schon vor einer Woche unter Beschuss geraten war. Seit dem Zwischenhoch Ende Februar bei 25.406 Punkten beläuft sich das Minus inzwischen auf rund 12,5 Prozent.
Hormus-Frage lähmt die Märkte
Das Geschehen im Nahen Osten bleibt der dominierende Taktgeber. Fünf Wochen nach Kriegsbeginn gibt es keine diplomatische Annäherung — im Gegenteil. Der Iran beschuldigt Trump, Verhandlungen nur vorzutäuschen, während eine Bodenoffensive im Hintergrund vorbereitet werde. Trump seinerseits räumt Teheran eine Woche ein, die Straße von Hormus freizugeben. Solange diese Wasserstraße faktisch blockiert bleibt, dürften die Risikoprämien bei Rohöl hoch bleiben.
Das zeigen die Ölpreise deutlich. Brent-Rohöl stieg in der Nacht auf Montag zeitweise um vier Prozent auf fast 117 Dollar — damit rückt der Markt wieder an das Dreiwochen-Zwischenhoch von 119,50 Dollar heran. Für Anleger ist das mehr als ein Rohstoffproblem: Steigende Energiekosten belasten Unternehmensgewinne, treiben die Inflation und erhöhen den Druck auf die EZB, im zweiten Quartal die Zinsen anzuheben. Der kombinierte Einkaufsmanagerindex für die Eurozone fiel bereits auf ein Zehnmonatstief von 50,5 Punkten.
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Analysten senken die Latte
Die LBBW hat ihre Indexziele für Mitte 2026 bereits korrigiert: Statt eines ambitionierteren Ziels werden nun nur noch 24.000 DAX-Punkte per Ende Juni erwartet — das wäre vom aktuellen Niveau aus ein Plus von gut acht Prozent. Das Jahresendziel von 25.000 Punkten lassen LBBW, Helaba und DZ Bank vorerst stehen, knüpfen eine nachhaltigere Erholung aber an eine politische Deeskalation in der zweiten Jahreshälfte.
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Sollte der DAX unter 21.863 Punkte rutschen, würde er den tiefsten Stand seit dem Zollschock im April 2025 markieren. Der Fear-Greed-Index zeigt derzeit „Extreme Fear" — was historisch zwar kurzfristige Gegenbewegungen begünstigen kann, aber kein Fundament für eine nachhaltige Erholung bildet.
Hinzu kommt: Die Handelswoche ist kurz. Am Freitag und Montag bleiben die Börsen wegen der Osterfeiertage geschlossen. Das dürfte die Umsätze dämpfen — und große Positionsverschiebungen unwahrscheinlicher machen. Die Verbraucherpreisdaten aus Deutschland, die noch heute veröffentlicht werden, könnten den Ton für die verbleibenden Handelstage setzen. Erwartet wird ein Anstieg der Inflationsrate von 1,9 auf 2,8 Prozent — getrieben vor allem durch die Energie.
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