DAX, Zollchaos

DAX: Zollchaos ist zurück

23.02.2026 - 09:33:23 | boerse-global.de

Nach einem neuen Höchststand bremst die Ankündigung neuer US-Zölle den DAX. Exportstarke Branchen wie Chemie und Auto geraten unter zusätzlichen Druck.

Der DAX startete am Montag mit einem Minus von 0,58 Prozent bei 25.114 Punkten in die Woche. Noch am Freitag war der Index bis auf 25.331 Punkte geklettert – ein neuer Höchststand seit Mitte Januar. Die Rückkehr zum Allzeithoch bei 25.508 Punkten schien nur noch eine Frage von Tagen. Doch dann kam Donald Trump.

Supreme Court bremst – Trump kontert

Am Freitag hatte der Supreme Court dem US-Präsidenten eine historische Niederlage beschert. Die Richter untersagten ihm, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus den 1970er-Jahren Zölle gegen zahlreiche Länder zu verhängen. Die Reaktion folgte prompt: Trump kündigte umgehend an, andere Wege zu nutzen, um seine Zollpolitik durchzusetzen.

Für Europa keine guten Nachrichten. Laut JPMorgan ändert sich an den Zöllen für die EU vorerst nichts. Damit ist das mühsam ausgehandelte Handelsabkommen, das deutlich vorteilhafter war als die neue Ausgangslage, praktisch obsolet. Vergeltungsmaßnahmen aus Brüssel werden als unwahrscheinlich eingestuft – zumindest vorerst.

Exporteure unter Druck

Die deutsche Wirtschaft spürt die Unsicherheit unmittelbar. Vorbörslich notierten fast alle DAX-Konzerne im Minus – nur die Deutsche Börse konnte sich dem Abwärtssog entziehen. Besonders hart trifft es die Exporteure aus der Chemie- und Automobilbranche, die ohnehin schon mit schwacher Nachfrage kämpfen.

Die Handelsspanne zwischen 24.950 und 25.250 Punkten dürfte den DAX zunächst einfangen. Heute stehen zudem der ifo-Geschäftsklimaindex und die US-Auftragseingänge auf der Agenda – beide könnten für zusätzliche Volatilität sorgen.

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In Asien reagierten die Märkte unterschiedlich. Während China und Japan feiertagsbedingt geschlossen blieben, zeigten sich südkoreanische Anleger relativ gelassen. Kein Wunder: Länder wie China, Vietnam oder Indonesien profitieren sogar von den neuen globalen Strafzöllen, da ihre reziproken Abgaben sinken.

Zur ohnehin angespannten Lage gesellt sich die drohende militärische Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran. Das Zolltheater kommt zur Unzeit – und könnte dem DAX den ersehnten Rekordlauf erst einmal vermasseln.

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