DAX: Zollchaos bremst aus
23.02.2026 - 12:51:26 | boerse-global.deDer DAX startet mit Verlusten in die neue Handelswoche. Gegen Mittag notiert der Leitindex bei rund 25.140 Punkten – ein Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss. Das Rekordhoch von Mitte Januar bei 25.507 Punkten rückt damit wieder in die Ferne.
Die Ursache für die Zurückhaltung der Anleger liegt jenseits des Atlantiks. Nach dem Gerichtsurteil gegen Trumps Notstandszölle hat der US-Präsident kurzerhand neue Importabgaben verhängt – zunächst 10 Prozent, dann auf 15 Prozent erhöht. Grundlage ist diesmal ein Handelsgesetz aus den 1970er Jahren, dessen Höchstgrenze er voll ausschöpft. Die EU und andere Länder versuchen nun, die genauen Folgen für die globale Wirtschaft abzuschätzen. Im EU-Parlament ist eine Sondersitzung geplant, Brüssel fordert, dass die vereinbarte Zollobergrenze von 15 Prozent nicht überschritten wird.
Exportsensible Werte unter Druck
Besonders hart trifft es exportsensible Titel. SAP verliert 2,2 Prozent, Airbus gibt 1,5 Prozent ab. Die Technologie-, Chemie- und Industriewerte stehen europaweit unter Druck. Rheinmetall führt die Verliererliste im DAX mit einem Minus von 2,4 Prozent an.
Auf der Gewinnerseite zeigt sich die Commerzbank mit einem Plus von 1,7 Prozent. Auch Adidas gewinnt knapp 1 Prozent – Analysten gehen davon aus, dass Produktionsstandorte in Südostasien von der neuen US-Zollstruktur weniger stark belastet werden könnten.
Ifo-Daten ohne Wirkung
Der am Vormittag veröffentlichte Ifo-Geschäftsklimaindex für Februar zeigte sich überraschend stark bei 88,6 Punkten – der höchste Wert seit August 2025 und über den Erwartungen von 88,4. Die Unternehmen blicken optimistischer in die Zukunft, was zur jüngsten Erholung bei den Auftragseingängen passt.
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Doch die Börse lässt sich davon nicht beeindrucken. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP-Bank-Gruppe, ordnet ein: Von Euphorie könne keine Rede sein, der Index lege vielmehr nahe, dass sich die wirtschaftliche Tristesse fortsetze. Hauptprofiteure der besseren Auftragslage seien vor allem die Rüstungsindustrie und der Tiefbau. Andere Branchen, insbesondere die Automobilzulieferer, blieben in schwierigem Fahrwasser.
Die wichtige Marke von 25.000 Punkten bleibt vorerst nicht gefährdet. Doch solange die Zollunsicherheit anhält, dürfte der DAX weiter in der Warteschleife verharren.
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