DAX: Zitterpartie zum Monatsende
01.04.2026 - 02:57:06 | boerse-global.deDer März endet für den DAX ohne große Bewegung – doch hinter der trügerischen Ruhe an der Oberfläche brodelt es gewaltig. Ein monatelanger Kriegsverlauf im Iran, explodierende Ölpreise und drohende Zinserhöhungen hinterlassen ihre Spuren. Mit einem Verlust von mehr als zehn Prozent im Monatsverlauf steht der deutschen Leitindex vor einem der schwärzesten März-Abschlüsse der jüngeren Geschichte.
Heute Morgen startete der DAX nahezu unverändert bei rund 22.570 Punkten in den Handel. Die Ausgangslage bleibt angespannt: Die psychologisch wichtige Marke von 22.000 Punkten ist nicht weit entfernt. Fällt der Index unter 21.860 Punkte, würde er auf den tiefsten Stand seit dem heftigen Einbruch im April 2025 absacken.
Iran-Krieg als Dauerlast
Das dominierende Thema bleibt der Nahostkonflikt. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Militäroperation im Iran attackiert das Land unablässig benachbarte Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen. Zuletzt wurde ein kuwaitischer Öltanker vor Dubai getroffen – Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten in der Nacht erneute Angriffe.
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Das hält den Ölpreis auf einem hohen Niveau. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet derzeit knapp 108 Dollar. Für energieintensive Unternehmen im DAX ist das eine stille, aber wirkungsvolle Belastung.
Gestern hatte der Index noch kurzzeitig aufgeatmet: Aussagen von US-Präsident Trump über angeblich konstruktive Verhandlungen mit Teheran sorgten für eine Erholung von rund 1,2 Prozent. Charttechnisch ändert das wenig – alle relevanten gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 200 Handelstage zeigen nach unten.
Inflation und Zinsen verschärfen das Bild
Als wäre die geopolitische Lage nicht Belastung genug, rücken heute Nachmittag die Inflationsdaten für die Eurozone ins Rampenlicht. Analysten erwarten einen deutlichen Anstieg von 1,9 auf rund 2,6 Prozent – getrieben von den hohen Energie- und Ölpreisen. Bis Jahresende sind bereits drei Zinserhöhungen in der Eurozone eingepreist. Das engt den Spielraum der EZB für eine lockere Geldpolitik erheblich ein und belastet besonders wachstumsorientierte Titel.
Zur Erinnerung: Am 13. Januar 2026 hatte der DAX noch bei 25.507 Punkten ein Allzeithoch markiert. Seitdem hat der Index knapp 3.000 Punkte verloren. Der Weg zurück nach oben führt technisch erst über den Widerstand bei rund 23.260 Punkten – dem 20-Tage-Durchschnitt – und danach über die kritische Zone um 24.070 Punkte. Vor dem verlängerten Osterwochenende, das den Handel bereits am Freitag pausiert, dürften viele Anleger ihre Positionen nicht grundlegend verändern. Abwarten bleibt die bevorzugte Strategie.
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