DAX, Punkte

DAX: Unter 25.000 Punkte

23.02.2026 - 18:18:28 | boerse-global.de

Der deutsche Leitindex fällt deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten. Auslöser sind neue, weltweite Zollankündigungen des US-Präsidenten und die daraus resultierende Marktunsicherheit.

Der DAX ist am Montag um 1,06 Prozent auf 24.991,97 Punkte gefallen und rutschte damit erstmals seit Tagen wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Zählern. Das Mitte Januar erreichte Rekordhoch von 25.507 Punkten ist damit vorerst in weite Ferne gerückt. Noch am Freitag war der Index bis auf 25.331 Punkte geklettert – eine Rückkehr an die Bestmarke schien greifbar. Dann kam Trump.

Zoll-Chaos kehrt zurück

Das oberste US-Gericht hatte am Freitag einen Großteil von Donald Trumps Zöllen für unzulässig erklärt. Die kurze Euphorie an den Märkten währte aber nur Stunden. Der US-Präsident kündigte prompt einen weltweiten Zoll von zunächst 10 Prozent an, den er tags darauf auf 15 Prozent erhöhte. Auch EU-Importe sollen mit diesem Satz belegt werden – zunächst befristet auf 150 Tage. Die Anleger reagierten mit Verkäufen. Keiner weiß mehr, welche Zölle wie lange gelten oder ob Rückzahlungen möglich sind.

Marktexperte Andreas Lipkow von CMC Markets bringt es auf den Punkt: „Das Chaos ist jetzt perfekt." Die herrschende Unsicherheit sorgt für Nervosität am Aktienmarkt. Hinzu kommen Sorgen über einen möglichen US-Militärschlag gegen den Iran, was die Flucht in sichere Häfen wie Gold verstärkte. Der Goldpreis sprang am Montag um 2 Prozent auf 5.211 Dollar je Feinunze.

Exportwerte unter Druck

Besonders hart traf es die exportsensiblen Autoaktien. Mercedes, VW und BMW büßten zwischen 1,8 und 2,9 Prozent ein. Auch SAP geriet unter die Räder und verlor 3,4 Prozent. Das Software-Schwergewicht litt unter Sorgen, dass traditionelle Geschäftsmodelle durch neue KI-Tools bedroht werden könnten. Der Konkurrent Anthropic hatte am Freitag ein Sicherheitstool für sein KI-Modell Claude vorgestellt.

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Der ifo-Index konnte die Stimmung nicht heben. Zwar zeigt sich die deutsche Wirtschaft etwas aufgehellt, doch eine echte Dynamik bleibt aus. „Das konjunkturelle Pflänzchen in Deutschland ist noch jung und zart", warnt Lipkow. Ein massiver Ölpreisanstieg oder neue Zollkonflikte könnten die leicht positive Entwicklung schnell zunichtemachen.

Der MDAX fiel deutlicher als der DAX und verlor 1,40 Prozent auf 31.379,41 Punkte. Der Euro Stoxx 50 gab nach der jüngsten Rekordjagd um 0,28 Prozent auf 6.113,92 Zähler nach. Die US-Futures zeigten sich zum europäischen Handelsschluss ebenfalls schwach. Die Handelswoche hat weitere Impulse in petto: Neben Quartalszahlen von Nvidia und Salesforce stehen auch mehrere DAX-Titel auf der Bilanz-Agenda.

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