DAX: Tickende Zeitbombe
22.03.2026 - 15:13:24 | boerse-global.deDer Iran-Krieg hält die Märkte in Atem — und der DAX steckt mittendrin. Seit dem Rekordhoch von knapp 25.508 Punkten im Januar steht der Index im Minus. Die Lage spitzt sich zu.
Hormuz-Ultimatum schockt die Märkte
Am Wochenende eskalierte die Lage dramatisch: Die USA drohen damit, iranische Kraftwerke zu zerstören, sollte die Straße von Hormuz nicht innerhalb von 48 Stunden vollständig geöffnet werden. Iran konterte mit der Ankündigung, US-Energieinfrastruktur in der Golfregion ins Visier zu nehmen. Die enge Meeresenge, durch die rund ein Fünftel der globalen Öl- und Flüssiggasversorgung fließt, ist durch iranische Angriffe faktisch blockiert — ein Energieschock, der an die schlimmsten Krisen der 1970er erinnert. Europäische Gaspreise schossen allein in der vergangenen Woche um bis zu 35 Prozent hoch.
Für den DAX bedeutet das: Die Erinnerungen an 2022 sind zurück. Damals löste der Ukraine-Krieg eine Energiepreisspirale aus, die Notenbanken zu massiven Zinserhöhungen zwang — und den deutschen Leitindex auf Jahressicht tief ins Minus riss. Ob sich das Szenario wiederholt, hängt maßgeblich davon ab, wie lange Brent-Öl über der Marke von 100 Dollar je Barrel verharrt. Erst ab dieser Schwelle, so Marktexperten, dürften die Zentralbanken erneut zu drastischen Zinsschritten greifen.
Charttechnik ohne Hoffnungszeichen
Das Chartbild gibt wenig Anlass zur Zuversicht. Der DAX schloss die Handelswoche mit dem Kerzenkörper genau auf dem 50-Prozent-Fibonacci-Retracement — einem Niveau, das nun als erste Stabilisierungszone gilt. Das Tageschart bleibt klar bärisch geprägt. Eine mögliche Erholung könnte zunächst bis zum 38,2-Prozent-Retracement reichen, bevor der gleitende 20-Tage-Durchschnitt bei rund 23.818 Punkten als nächster Widerstand wartet.
Solange die geopolitischen Risiken nicht abnehmen, bleibt jede technische Erholung auf dünnem Eis. Auf der anderen Seite gibt es durchaus Gegengewichte: Staatliche Ausgabenprogramme für Verteidigung und Infrastruktur wirken stützend, und Experten halten weitere Unternehmensgewinne — auch getrieben durch KI-Investitionen — für möglich.
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Ruhe bewahren oder handeln?
Für Anleger stellt sich jetzt die Frage nach der richtigen Haltung. Verbraucherschützer raten zu Geduld: Wer einen langen Anlagehorizont hat, sitzt Krisen erfahrungsgemäß aus — nach jedem bisherigen Einbruch kletterten Kurse letztlich auf neue Hochs. Wer sein Depot noch nicht auf Schwankungsresistenz ausgerichtet hat, könnte das nun nachholen — etwa über sogenannte Low-Volatility-Strategien, die bewusst auf Aktien mit geringer Kursschwankung setzen und in turbulenten Phasen ihre Stärken ausspielen.
Das entscheidende Stichwort für die kommende Woche lautet Hormuz. Ob Trumps Ultimatum in handfeste Eskalation mündet oder sich in Verhandlungen auflöst — die Antwort darauf dürfte den Ton für die globalen Aktienmärkte in den nächsten Tagen bestimmen.
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