DAX, Techflaute

DAX: Techflaute bremst

05.02.2026 - 00:09:31

Der deutsche Leitindex fällt deutlich, angetrieben von Verlusten bei den wenigen, aber schwergewichtigen Technologiewerten. Die anfängliche Euphorie nach soliden Infineon-Zahlen verpuffte schnell.

Der deutsche Leitindex verlor am Mittwoch 0,72 Prozent auf 24.603 Punkte – und damit fiel auch der kurzzeitige Ausflug über die 25.000er-Marke vom Vortag der Ernüchterung zum Opfer. Verantwortlich für den Rücksetzer: ausgerechnet die wenigen, aber schwergewichtigen Technologiewerte im Index.

Viel Tech steckt zwar nicht im DAX, doch wenn SAP und Siemens Federn lassen, bekommt das der Gesamtmarkt deutlich zu spüren. Die SAP-Aktie rutschte sogar unter das Tief nach den enttäuschenden Zahlen der Vorwoche – ein klares Verkaufssignal statt der erhofften Erholung.

Infineon-Euphorie verpufft schnell

Dabei hatte der Tag durchaus freundlich begonnen: Infineon legte solide Quartalszahlen vor und schob den DAX zunächst ins Plus. Doch die Freude währte nur kurz. Grund: Der US-Konkurrent AMD enttäuschte nachbörslich mit seiner Bilanz, was die Stimmung im gesamten Halbleitersektor drückte. Die schnelle Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen nach positiven Nachrichten lässt auf anhaltende Nervosität unter Anlegern schließen.

Christine Romar von CMC Markets bringt es auf den Punkt: Die kurze Halbwertzeit positiver Kursreaktionen ist kein gutes Zeichen für den Gesamtmarkt. Besonders bitter: Schon am Vortag hatten Software- und Datenanalyse-Aktien an der Wall Street für Druck gesorgt. Die Sorge vor neuen KI-Tools, die traditionelle Geschäftsmodelle bedrohen könnten, lastet weiter auf dem Sektor.

Gegenwind überwiegt

Die Vorsicht bleibt ein ständiger Begleiter der Investoren, wie Marktexperte Andreas Lipkow beobachtet. Neben der angespannten Lage im Nahen Osten kommen zunehmend durchwachsene Quartalszahlen in die Märkte. Das Mischbild ist kaum unter einen Hut zu bringen: Während die Inflation in der Eurozone im Januar auf 1,7 Prozent zurückging und Gold sowie Silber ihre Erholung fortsetzten, drücken die Tech-Sorgen auf die Stimmung.

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Immerhin: Die USA haben den kurzen Shutdown bereits beendet. Allerdings verschiebt sich dadurch die Veröffentlichung des wichtigen Arbeitsmarktberichts – was zusätzliche Unsicherheit schürt. Heute Nachmittag richten sich die Blicke daher auf die ersatzweise veröffentlichten ADP-Daten, die mit einem Plus von nur 22.000 Stellen deutlich schwächer ausfielen als die erwarteten 45.000.

Gegen den Trend konnten sich dagegen Brenntag und BASF behaupten – offenbar beflügelt durch Spekulationen über mögliche Abschwächungen beim Klimaschutz. Heidelberg Materials hingegen stürzten ab: Der CO2-freie Zement, bislang ein Konkurrenzvorteil, könnte bei lascheren Vorgaben an Attraktivität verlieren.

Das Allzeithoch vom 13. Januar bei 25.508 Punkten ist vorerst in weite Ferne gerückt. Die Frage lautet nun: Setzen sich die Tech-Verluste fort oder bleibt es bei einer Verschnaufpause?

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