DAX startet stark in den April: Hoffnung auf Iran-Kriegsende treibt Rallye an – Rüstung und Airlines im Fokus
02.04.2026 - 12:00:26 | ad-hoc-news.deDer deutsche Leitindex DAX hat am Mittwoch, 1. April 2026, einen starken Aufschwung hingelegt und schloss mit einem Plus von 2,73 Prozent bei 23.298,89 Punkten. Dieser Erholungsschub wird vor allem durch Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs getrieben, was zu sinkenden Ölpreisen und einer Entspannung geopolitischer Spannungen führen könnte. Für Anleger im DACH-Raum bedeutet dies eine willkommene Atempause nach den Verlusten im März, als der Index rund zehn Prozent einbüßte.
Stand: Donnerstag, 2. April 2026, 10:00 Uhr (Europe/Berlin)
Geopolitische Entspannung als Treiber
US-Präsident Donald Trump stellte in einer kürzlichen Aussage in Aussicht, dass die Militärangriffe auf den Iran in zwei bis drei Wochen beendet werden könnten. Diese Signale haben weltweit Märkte beflügelt, nicht zuletzt in Europa. Der EuroStoxx 50 gewann 2,93 Prozent auf 5.732,71 Punkte, während US-Indizes wie der Dow Jones und S&P 500 ebenfalls starke Zuwächse verzeichneten. Im Kontrast dazu litten Energiesektoren: Aktien von BP, TotalEnergies und Eni fielen um bis zu 4,7 Prozent, da sinkende Ölpreise die Gewinnmargen drücken.
Rüstungsboom trotz Friedenshoffnungen
Interessanterweise profitierten Rüstungsunternehmen weiterhin. Rheinmetall stürmte im DAX um 9,5 Prozent an die Spitze, Hensoldt im MDax um 9,4 Prozent und TKMS sogar um fast 15 Prozent. Analysten sehen hier spekulative Käufe und das Auflösen von Short-Positionen. Renk legte im MDax um 8,2 Prozent zu. Diese Dynamik zeigt, dass Märkte trotz Deeskalationshoffnungen auf anhaltende Unsicherheiten setzen.
Verlierer: Chemie- und Energiesektor
Nicht alle Sektoren partizipierten am Aufschwung. BASF fiel als schwächster DAX-Wert um 2,8 Prozent, Lanxess, Evonik und Wacker Chemie verzeichneten Verluste zwischen 0,3 und 1,8 Prozent. Der Grund: Nach dem Ölpreisschock hatten Chemiewerte von Versorgungsengpässen profitiert, nun normalisieren sich Erwartungen. Energiesektoren wie Verbio und Südzucker sahen Gewinnmitnahmen mit Rückgängen von 2,5 Prozent.
Konjunkturelle Auswirkungen auf Deutschland
Die führenden Wirtschaftsinstitute haben ihre Prognosen für 2026 gesenkt. Das Ifo-Institut erwartet nun nur noch 0,6 Prozent Wachstum, halbiert gegenüber früheren Schätzungen. Der Energiepreisschock trifft die Erholung hart, so Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Dennoch verbesserte sich die Stimmung in der Eurozone-Industrie im März zum dritten Mal in Folge.
Ausblick: Volatilität bleibt hoch
Am Donnerstagmorgen, 2. April 2026, zeigt sich der DAX gemischt. Nach Trumps Rede knickt der Markt leicht ein, mit einem erwarteten Minus von rund zwei Prozent bei Eröffnung. Die Deutsche Börse-Aktie stemmt sich jedoch mit Kaufempfehlungen von Jefferies und gestiegener Volatilität. Anleger sollten die Blockade der Straße von Hormus und weitere Entwicklungen im Nahen Osten beobachten.
Europäische Perspektive für DACH-Anleger
Für private und institutionelle Investoren im deutschsprachigen Raum bietet der DAX-Aufschwung Chancen in Rüstung und Airlines, Risiken in Energie und Chemie. Der MDax mit 3,75 Prozent auf 29.205,84 Punkten unterstreicht die Breite der Erholung. Langfristig bleibt die Abhängigkeit von Energieimporten ein Faktor.
Weiterführende Quellen
Marketscreener: DAX Schlusskurs
n-tv: Börsentag 1. April
WiWo: Börse aktuell
Deutsche Börse Live
Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.
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