DAX, Iran-Krieg

DAX startet stark in den April 2026: Hoffnung auf Iran-Kriegsende treibt Index um 2,7 Prozent auf 23.299 Punkte

02.04.2026 - 08:40:15 | ad-hoc-news.de

Der DAX hat am 1. April 2026 kräftig zugelegt und schloss mit einem Plus von 2,7 Prozent bei 23.299 Punkten. Geopolitische Entspannungshoffnungen durch Aussagen von US-Präsident Trump beflügeln die Märkte, während sinkende Ölpreise für Auftrieb sorgen. Im März hatte der Index noch rund zehn Prozent verloren.

DAX, Iran-Krieg, Börse Frankfurt - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX hat am Mittwoch, dem 1. April 2026, mit deutlichen Gewinnen in den neuen Monat gestartet. Angesichts hoffnungsvoller Signale zu einem baldiges Ende des Iran-Kriegs legten die Aktienkurse in Frankfurt kräftig zu. Der DAX schloss 2,7 Prozent höher bei 23.299 Punkten, nachdem er im März aufgrund des Nahost-Konflikts rund zehn Prozent verloren hatte.

Stand: Donnerstag, 2. April 2026, 08:39 Uhr (Europe/Berlin)

Geopolitische Entspannung als Haupttreiber

Die positive Stimmung an den Börsen resultiert primär aus optimistischen Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Dieser rechnet mit einem Ende der US-Militärangriffe gegen den Iran in zwei bis drei Wochen und kündigte eine wichtige Rede zum Kriegsstand in der Nacht auf Donnerstag an. Diese Signale führten bereits nach europäischem Börsenschluss zu Entlastungen an den US-Märkten und sinkenden Ölpreisen. Investoren, die zuvor wegen hoher Energiepreise und Konjunkturrisiken vorsichtig waren, kehrten nun zurück.

Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets betonte: 'Aus Angst, noch ein weiteres Stück der Erleichterungsrally zu verpassen, werden sie jetzt aktiv und beschleunigen so die Erholung im DAX.' Der Index hatte am Vortag bereits um 0,64 Prozent auf 22.707 Punkte zugelegt und setzt damit seinen Aufschwung fort.

Starke Performance der Mittelständler im MDax

Neben dem DAX brillierte auch der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten. Dieser stieg um 3,9 Prozent auf 29.238 Punkte und übertraf damit die Gewinne des Leitindex. Der starke Zuwachs unterstreicht die Robustheit des deutschen Mittelstands trotz geopolitischer Unsicherheiten. Ähnlich positiv entwickelten sich der TecDax und SDax, die ebenfalls zweistellige Prozentzuwächse verzeichneten.

Europaweit zeigten sich die Märkte erholt: Der Euro Stoxx 50 kletterte um 2,76 Prozent auf 5.723 Punkte. In den USA notierten die Indizes ebenfalls im Plus, unterstützt durch die fallenden Rohölpreise, die die Inflationsängste dämpfen.

Ölpreise entlasten die Konjunktur

Ein zentraler Faktor für die Börsenbeflügelung sind die rückläufigen Ölpreise. Der Iran-Krieg hatte zu einem massiven Energiepreisschock geführt, der Konjunktur und Inflation belastete. Mit Hoffnungen auf Deeskalation sinken die Notierungen, was Unternehmen entlastet – insbesondere energieintensive Branchen in Deutschland. Experten sehen hierin einen Schlüssel für eine schnellere Erholung der deutschen Wirtschaft.

Im ETF- und ETC-Handel an der Deutschen Börse dominierten Produkte zu Öl und Gas das Umsatzgeschehen, was die Sensibilität der Märkte für Energiepreise unterstreicht. Dennoch warnen Analysten: Solange der Konflikt nicht endgültig beigelegt ist, bleibt der Rohölpreis ein Risikofaktor.

Gesenkte Wachstumsprognosen für Deutschland

Trotz der Börsenfreude haben die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen gedämpft. In der Gemeinschaftsdiagnose wurde das BIP-Wachstum für 2026 auf 0,6 Prozent (zuvor 1,3 Prozent) und für 2027 auf 0,9 Prozent (zuvor 1,4 Prozent) gekürzt. Die Inflation wird bei 2,8 Prozent erwartet. Timo Wollmershäuser vom Ifo-Institut erklärte: 'Der Energiepreisschock trifft die Erholung hart.'

Diese Kürzungen spiegeln die anhaltenden Auswirkungen des Kriegs wider, auch wenn aktuelle Entspannungssignale Hoffnung machen. Für Anleger bedeutet dies: Die Börsenrally könnte vorübergehend sein, solange keine harten Fakten vorliegen.

Ausblick und Risiken für Anleger

Der DAX hat seit dem Tief am Freitag vor einer Woche (22.331 Punkte) um knapp fünf Prozent zugelegt. Dennoch bleibt Vorsicht geboten. Spekulative Käufe, das Auflaufen von Absicherungen und Gewinnmitnahmen von Leerverkäufern treiben die Kurse derzeit. Professionelle Anleger im DACH-Raum sollten auf Diversifikation setzen, etwa durch ETFs auf den DAX (ISIN: DE0008469008).

Mögliche Katalysatoren: Trumps Rede in der Nacht auf Donnerstag könnte weitere Klarheit bringen. Sollte der Iran-Konflikt eskalieren, droht ein Rücksetzer. Private Anleger profitieren von der Erholung in Sektoren wie Automobil und Chemie, die vom günstigeren Öl profitieren.

Sektorielle Gewinner und Verlierer

Im DAX-Deck waren Energie- und Rohstoffwerte verhalten, während zyklische Sektoren wie Industrie und Banken stark nachzogen. Delivery Hero hingegen rutschte ab, bedingt durch Schuldenmanagement-Maßnahmen. Dies zeigt die unterschiedliche Belastbarkeit der Titel.

Insgesamt signalisiert der starke April-Start eine Trendwende, doch die Volatilität bleibt hoch. Anleger sollten Positionsgrößen anpassen und auf fundamentale Daten achten.

Europäische und globale Kontext

Der Aufschwung ist nicht auf Deutschland beschränkt. Asiatische Märkte schlossen letztlich positiv, und US-Indizes gewannen weiter. Die Entkopplung von Ölpreisen und Aktienkursen stärkt das Vertrauen. Für DACH-Investoren relevant: Sinkende Energieimportkosten entlasten den Euro-Raum langfristig.

Weiterführende Quellen

ad-hoc-news: DAX startet stark
n-tv: Der Börsen-Tag
finanzen.net: Aktien Frankfurt Schluss
WiWo: Börse aktuell

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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