DAX, Iran-Krieg

DAX startet stark in den April 2026: Hoffnung auf Iran-Kriegsende treibt Börsenrallye an

01.04.2026 - 11:44:35 | ad-hoc-news.de

Der DAX legt am Mittwochmorgen um 1,9 Prozent zu und signalisiert 23.107 Punkte. US-Präsident Trump erwartet Kriegsende in zwei bis drei Wochen, was Ölpreise entlastet und Aktienmärkte beflügelt. Deutsche Institute senken Wachstumsprognose auf 0,6 Prozent.

DAX, Iran-Krieg, Börse Frankfurt - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX ist am 1. April 2026 mit deutlichen Gewinnen in den neuen Monat gestartet. Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs sorgt für Zuversicht an den Börsen. Nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian signalisiert der X-Dax ein Plus von 1,9 Prozent auf 23.107 Punkte.

Stand: 1. April 2026, 10:00 Uhr (Europe/Berlin)

Geopolitische Entspannung als Treiber

Die positive Stimmung resultiert aus optimistischen Signalen aus dem Iran-Konflikt. Trump rechnet mit einem Ende der US-Angriffe in zwei bis drei Wochen und kündigt eine wichtige Rede zum Kriegsstand in der Nacht auf Donnerstag an. Dies führte bereits nach europäischem Börsenschluss zu Entlastung an US-Märkten und sinkenden Ölpreisen. Der deutsche Aktienmarkt setzt damit seinen Erfolgskurs fort, nachdem der DAX gestern um 0,5 Prozent auf 22.680 Punkte stieg.

Analysten sehen in der möglichen Deeskalation einen Schlüsselfaktor für die Märkte. Höhere Ölpreise hatten zuvor durch den Konflikt Druck auf die Wirtschaft ausgeübt, nun könnte eine Normalisierung kommen. Dies ist besonders für energieintensive Exporteure relevant.

Wirtschaftsprognosen verschlechtern sich

Trotz der Börsenfreude senken die führenden Wirtschaftsinstitute ihre Wachstumsprognose für Deutschland. In der Gemeinschaftsdiagnose wird das BIP-Wachstum 2026 auf 0,6 Prozent (zuvor 1,3 Prozent) und 2027 auf 0,9 Prozent (zuvor 1,4 Prozent) gekappt. Die Inflation soll bei 2,8 Prozent liegen. Die Prognose dient als Basis für die Bundesregierungs-Projektionen und beeinflusst die Steuerschätzung.

Die Institute berücksichtigen die Folgen des Iran-Kriegs, der Lieferketten stört und Energiepreise in die Höhe treibt. Dennoch bleibt der private Konsum ein Stützpfeiler, solange Löhne steigen.

Sektorale Gewinner und Verlierer

Rüstungsaktien wie ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) profitieren von der Unsicherheit. Citigroup stuft die Aktie auf 'Buy' hoch. Im ETF-Handel sind Öl- und Gas-ETCs umsatzstark, da Preise volatil bleiben. Händler berichten von hohem Interesse an Rüstungswerten.

Bankenaktien wie die Deutsche Bank zeigen sich fester. Der Titel notiert voraussichtlich höher, mit Potenzial zum 52-Wochen-Hoch von 34,26 Euro vom 6. Januar 2026. Erwartungen an eine Zinssenkung im April stärken das Sentiment für Finanzwerte.

Quartalsbilanz: DAX im ersten Viertel 2026

Das erste Quartal 2026 war für den DAX volatil. Nach anfänglichen Verlusten durch den Kriegsausbruch erholte sich der Index. Gestern schloss er bei 22.707 Punkten mit 0,64 Prozent Zuwachs. Der Ausblick für April ist optimistisch, gestützt durch geopolitische Hoffnungen.

Im Vergleich: Montag plus 1,2 Prozent, Dienstag 0,5 Prozent. Der Index nähert sich dem Niveau vor dem Konflikt.

Ausblick und Risiken

Investoren harren der Trumps Rede. Eine Bestätigung des Kriegsendes könnte Ölpreise weiter senken und Wachstum ankurbeln. Allerdings warnen Experten vor Risiken: Sollte die Deeskalation scheitern, drohen Rücksetzer.

In den USA steht heute die Hauptversammlung von Hewlett Packard Enterprise und Pkw-Absatzzahlen an. Diese könnten globale Stimmung beeinflussen. Für DACH-Anleger relevant: Höhere Energiepreise belasten Industrie, doch Rüstung und Banken bieten Chancen.

Europäische Perspektive

In der DACH-Region spiegelt sich die Dynamik wider. Die Deutsche Börse meldet steigende Umsätze bei Energie-ETFs. Von der ICF Bank heißt es: 'Umsatzstark ist alles, was mit Öl und Gas zu tun hat'. Rüstungstitel wie TKMS ziehen Käufer an.

Private Anleger sollten diversifizieren, professionelle auf Sektorrotation achten. Der DAX-Ausblick bleibt abhängig von Geopolitik.

Markttermine heute

Neben den Institutsprognosen: US-Pkw-Absatz März 2026 um 19:00 Uhr. Hewlett Packard Enterprise-Hauptversammlung. Diese Daten könnten den Intraday-Handel prägen.

Erwartungen an EZB-Zinssenkung im April unterstützen Exporteure.

Langfristige Implikationen

Der Iran-Krieg hat die deutsche Wirtschaft nachhaltig beeinträchtigt. BIP-Rückgang durch höhere Energiekosten, gestörte Lieferketten. Eine Deeskalation könnte 2026 das Wachstum auf 1 Prozent heben, schätzen Ökonomen.

Inflation bei 2,8 Prozent bleibt EZB-Herausforderung. Zinssenkungen möglich, wenn Ölpreise fallen.

Investment-Strategien

Für private Anleger: ETFs auf DAX und Rüstung. Professionelle: Short Öl-Futures bei Deeskalation. Risiken: Geopolitik, Rezessionsängste.

Deutsche Bank-Aktie als Finanz-Play. Potenzial 30 Prozent zum Hoch.

Weiterführende Quellen

Deutsche Börse Live: DAX-Ausblick
n-tv: Börsentag 1. April 2026
Börse Frankfurt: DAX-Eröffnung
Finanzen.ch: Deutsche Bank

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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