DAX, Kriegsende

DAX: Kriegsende in Sicht?

01.04.2026 - 22:44:22 | boerse-global.de

Der deutsche Leitindex legt deutlich zu, nachdem die USA und Iran Gesprächsbereitschaft signalisierten. Der Ölpreis fällt unter 100 Dollar, doch die Konjunkturprognosen bleiben gedämpft.

DAX: Kriegsende in Sicht? - Foto: über boerse-global.de

Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges treibt den deutschen Leitindex heute kräftig nach oben. Nach einem verlorenen März — der Index hatte rund zehn Prozent eingebüßt — startet der DAX mit einem Plus von rund 2,4 Prozent in den April und überspringt dabei die 23.000-Punkte-Marke.

Der Auslöser: Sowohl die US-Regierung als auch Teheran haben Gesprächsbereitschaft signalisiert. Trump rechnet mit einem Abzug der US-Streitkräfte binnen zwei bis drei Wochen. Der iranische Außenminister bestätigte direkte Kontakte zum US-Sondergesandten — auch wenn offizielle Verhandlungen noch ausstehen. An den Märkten reicht dieses Signal. Das Motto lautet: erst kaufen, dann Fragen stellen.

Öl bleibt der Unsicherheitsfaktor

Besonders auffällig: Der Ölpreis gibt deutlich nach. Brent fiel unter die viel beachtete Marke von 100 Dollar je Barrel — ein psychologisch wichtiges Signal für Anleger, die seit Wochen steigende Energiekosten als Konjunkturbremse fürchten. Solange die Straße von Hormus nicht vollständig frei passierbar ist, bleibt das Rückschlagpotenzial aber real. Infrastrukturschäden könnten die Preise auch nach einem Waffenstillstand oben halten.

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An der Spitze des Index rangierten heute Siemens Energy, Infineon und Airbus. Reise- und Freizeitaktien sowie Bankenwerte legten europaweit überdurchschnittlich zu — klassische Profiteure einer geopolitischen Entspannung.

Konjunktur bleibt strukturell schwach

Die Kursrally kaschiert allerdings ein trübes Wirtschaftsbild. Führende Forschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für Deutschland 2026 mehr als halbiert — von 1,3 auf nur noch 0,6 Prozent. Der Energiepreisschock belastet den privaten Konsum, die Industrie leidet unter sinkender Wettbewerbsfähigkeit und schwachem Auslandsgeschäft. Staatliche Konjunkturprogramme für Verteidigung und Infrastruktur stützen zwar einzelne Sektoren, können das strukturelle Defizit aber nicht ausgleichen.

Vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten, das der DAX im Januar markiert hatte, ist der Index damit noch weit entfernt. Die heutige Erholung ist eindrucksvoll — eine nachhaltige Bodenbildung aber noch nicht ausgemacht.

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