DAX: Kampf um 25.000 Punkte
25.02.2026 - 10:48:10 | boerse-global.deDer deutsche Leitindex dreht sich seit Tagen um die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten – und kommt einfach nicht zur Ruhe. Am Dienstag pendelte der DAX mehrfach über und unter diesem Niveau, bevor er nachbörslich bei 25.045 Punkten aus dem Handel ging. Auch am Mittwochmorgen setzte sich das Hin und Her fort: Zum Handelsstart notierte der Index 0,2 Prozent im Plus bei 25.037 Zählern.
Die Marktteilnehmer befinden sich in einer Wartehaltung – und das aus gutem Grund. Am Abend nach US-Börsenschluss veröffentlicht Chip-Gigant Nvidia seine Quartalszahlen. Die Erwartungen sind hoch, vielleicht zu hoch. Sollte der KI-Vorzeige-Konzern enttäuschen, dürfte das nicht nur die eigene Aktie, sondern auch die globalen Märkte belasten.
Technische Patt-Situation
Aus charttechnischer Sicht steckt der DAX in einer Entscheidungszone fest. Die drei wichtigsten gleitenden Durchschnitte – SMA20, SMA50 und SMA200 – ballen sich derzeit im Bereich um 25.030 Punkte. Diese Häufung relevanter Durchschnittslinien deutet auf eine baldige Richtungsentscheidung hin.
Oberhalb von 25.030 Punkten bleiben 25.185 bis 25.280 Punkte als nächste Kursziele erreichbar. Rutscht der Index dagegen darunter ab, rücken 24.846 sowie 24.680 Punkte als Unterstützungen in den Fokus. Die Handelsspanne am Dienstag betrug 213 Punkte – ein Zeichen für die anhaltende Nervosität der Anleger.
Gemischte Signale aus der Berichtssaison
Die deutschen Unternehmen liefern weiterhin ihre Geschäftszahlen ab, doch die Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Fresenius enttäuschte mit einem durchwachsenen Ausblick und verlor weitere 2,5 Prozent, nachdem die Aktie bereits am Vortag wegen schwacher Zahlen der Tochter Fresenius Medical Care unter Druck geraten war.
Auch Heidelberg Materials konnte trotz eines erneuten Rekords beim operativen Gewinn nicht überzeugen – der freie Mittelfluss und die Nettoverschuldung fielen schlechter als erwartet aus. Die Aktie gab 3 Prozent nach. Energiekonzern Eon zeigte sich mit seinem konservativen Ausblick zurückhaltend und bewegte sich kaum.
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Lichtblick war Nordex: Der Windturbinenbauer legte hervorragende Zahlen für das vierte Quartal vor und sprang um 13 Prozent nach oben – auf den höchsten Stand seit 2002. Continental, Symrise und RWE führten die Gewinnerliste im DAX an.
Wirtschaft wächst, aber Staatsdefizit steigt
Rückenwind kommt von der Konjunkturfront: Die deutsche Wirtschaft legte im vierten Quartal 2025 um 0,3 Prozent zu – das beste Quartal seit drei Jahren. Getragen wurde das Wachstum von steigenden privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie anziehenden Bauinvestitionen.
Allerdings klafft im Staatshaushalt ein größeres Loch als zunächst angenommen. Das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung betrug 2025 insgesamt 2,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – mehr als die zunächst geschätzten 2,4 Prozent. Die Bundesbank rechnet damit, dass sich die Defizitquote bis 2027 auf viereinhalb Prozent erhöhen wird, weil der Staat schuldenfinanziert gewaltige Summen in Infrastruktur und Verteidigung investieren will.
Solange die Bullen und Bären ihren erbitterten Kampf um die 25.000er-Marke fortsetzen, bleibt die zukünftige Richtung des DAX offen. Die Nvidia-Zahlen dürften heute Abend den Ausschlag geben.
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