DAX, Gegenwind

DAX: Gegenwind aus Washington

03.04.2026 - 00:59:56 | boerse-global.de

Der deutsche Leitindex gibt nach einer dreitägigen Erholung wieder nach, nachdem US-Präsident Trump den Ton gegenüber dem Iran verschärft hat und die Märkte in den Risikoabbau gehen.

DAX: Gegenwind aus Washington - Foto: über boerse-global.de

Drei Tage in Folge hatte der DAX zugelegt, die 23.000-Punkte-Marke zurückerobert — und dann kam Trumps Rede. Mit einem Minus von rund 1,6 Prozent rutschte der deutsche Leitindex am Donnerstagmorgen auf etwa 22.936 Punkte und ließ die mühsam erkämpfte Marke wieder fallen.

Der Auslöser ist bekannt: US-Präsident Donald Trump verschärfte seinen Ton gegenüber dem Iran erneut erheblich. Statt diplomatischer Signale folgten Drohungen, den Iran in die „Steinzeit" zurückzubomben — und das kurz vor Ablauf des amerikanischen Ultimatums am 6. April, mit dem Trump die Öffnung der Straße von Hormus erzwingen will. Wie Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners es treffend formulierte: Die Märkte hatten begonnen, eine ruhigere Zukunft einzupreisen. Dann kamen neue Drohungen.

Ölpreis als Belastungsfaktor

Die Folgen zeigen sich nicht nur im Aktienmarkt. Rohöl verteuerte sich, der US-Dollar legte als sicherer Hafen zu. Trumps Aussage, betroffene Länder müssten die Sicherheit der Meerenge selbst gewährleisten, dürfte die Route vorerst faktisch geschlossen halten — mit entsprechenden Konsequenzen für die Energiepreise weltweit.

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Das belastet breiter: Auch der MDAX verlor am Morgen rund 2,2 Prozent, der Euro Stoxx 50 gab knapp 1,8 Prozent nach. Asiens Märkte hatten bereits den Ton gesetzt und drehten nach anfänglichen Gewinnen deutlich ins Minus.

Zwischen GD20 und dem nächsten Rückschlag

Dabei war die Stimmung zur Wochenmitte noch eine ganz andere. Ein Gap-Up-Start am Mittwoch hatte den DAX auf fast 3 Prozent Plus getrieben — stark genug, um den gleitenden Durchschnitt der letzten 20 Handelstage auf Schlusskursbasis zu überwinden. Technisch ein positives Signal. Nun steht genau dieser Fortschritt wieder auf dem Prüfstand.

Vor dem langen Osterwochenende, in das auch der Ablauf des Iran-Ultimatums fällt, dominiert Risikoabbau den Handel. Der Abstand zum Allzeithoch vom 13. Januar — damals bei 25.507 Punkten — wirkt in diesem Umfeld weit entfernt. Ob die Bullen ihre Ausgangslage nach dem Wochenende verteidigen können, hängt maßgeblich davon ab, was am Montag aus dem Nahen Osten gemeldet wird.

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