DAX, Signale

DAX: Erste Signale einer Belebung

23.02.2026 - 11:24:28 | boerse-global.de

Das Ifo-Geschäftsklima verbesserte sich im Februar stärker als erwartet und signalisiert eine konjunkturelle Stabilisierung. Rüstungsaufträge und Konsum treiben die Erholung, während der DAX robust bleibt.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar stärker verbessert als von Experten erwartet. Das Ifo-Geschäftsklima kletterte um einen Punkt auf 88,6 Zähler – Volkswirte hatten im Schnitt nur mit 88,3 Punkten gerechnet. Für den DAX bedeutet das: Die konjunkturelle Basis stabilisiert sich nach einer langen Schwächephase.

Ifo-Präsident Clemens Fuest bringt es auf den Punkt: "Die deutsche Wirtschaft zeigt erste Signale einer Belebung." Sowohl die Bewertung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen der 9.000 befragten Unternehmen stiegen an. Im Verarbeitenden Gewerbe und bei Dienstleistern hellte sich das Geschäftsklima auf, im Bauhauptgewerbe setzte sich die Erholung fort. Lediglich im Handel gab der Index leicht nach.

Rüstung und Konsum als Treiber

Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, sieht klare Gründe für den Aufschwung: "Dahinter stecken die Aufträge aus den Verteidigungs- und Infrastrukturprogrammen sowie leicht höhere Konsumausgaben." Die Zollkapriolen aus den USA sollte man hingegen nicht überbewerten. Für die Unternehmen sei Planungssicherheit jetzt wichtiger als die genaue Zollhöhe.

Robin Winkler von der Deutschen Bank geht noch einen Schritt weiter: "Wir sehen immer deutlichere Anzeichen, dass die Konjunktur ordentlich Schwung aufnimmt." Die Bank bleibt bei ihrer Prognose, dass Deutschland 2026 stärker wachsen dürfte als allgemein erwartet.

DAX zeigt sich unbeeindruckt von Zollunsicherheit

Der DAX selbst zeigte sich am Montag robust. Nach einem versöhnlichen Wochenausklang startete der Leitindex mit moderaten Verlusten von 0,34 Prozent bei 25.174 Punkten in die neue Woche. Die wichtige Marke von 25.000 Punkten geriet zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

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Die neue Zollunsicherheit aus Washington belastet nur begrenzt. US-Präsident Donald Trump hatte nach einem Gerichtsurteil gegen seine globalen Zölle einen neuen weltweiten Zollsatz von 15 Prozent angekündigt. Die EU verlangt nun, dass die USA eine vereinbarte Zollobergrenze von 15 Prozent in jedem Fall nicht überschreiten.

Exportsensible Werte wie SAP und Airbus standen mit Abschlägen von 1,6 und 1,3 Prozent unter Druck. Gefragt waren dagegen Finanzwerte: Die Commerzbank-Aktie legte 1,6 Prozent zu und gehörte damit zu den DAX-Spitzenreitern. Insgesamt notierten 35 der 40 DAX-Werte im Plus, nur fünf im Minus.

Skeptischer äußerte sich Jörg Krämer von der Commerzbank: "Das Ifo-Geschäftsklima zeigt noch nicht klar nach oben. Das Ausbleiben notwendiger breiter Wirtschaftsreformen belastet die Stimmung." Rüstungsaufträge alleine würden noch keinen Aufschwung machen. Die Kurse deutscher Bundesanleihen gaben nach den Daten leicht nach, der Eurokurs bewegte sich kaum.

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