DAX, Iran-Konflikt

DAX erholt sich stark: +1,22 Prozent auf 22.654 Punkten – Trumps Iran-Wende treibt Index in positives Territorium

24.03.2026 - 17:29:38 | ad-hoc-news.de

Der DAX hat am Montag, 23. März 2026, einen kräftigen Rebound hingelegt und schloss mit einem Plus von 1,22 Prozent auf 22.653,86 Punkten. Die Hoffnung auf Deeskalation im Iran-Konflikt durch eine Wende von US-Präsident Trump überlagerte die anhaltenden Inflationssorgen und geopolitischen Risiken.

DAX,  Iran-Konflikt,  Börse Frankfurt - Foto: THN
DAX, Iran-Konflikt, Börse Frankfurt - Foto: THN

Der DAX hat am Montag, 23. März 2026, einen markanten Erholungsschub gezeigt und schloss mit einem Zuwachs von 1,22 Prozent oder 273,67 Punkten auf 22.653,86 Punkten. Dieser starke Rebound kam nach einer volatilen Phase, in der der Deutsche Aktienindex zuvor unter 22.000 Punkte gerutscht war, getrieben von anhaltendem Verkaufsdruck durch den Iran-Konflikt und Inflationsängste. Die Wende ergab sich aus Signalen US-Präsident Trumps, die auf eine mögliche Deeskalation im Nahen Osten hindeuten und somit die risikoscheuen Investoren zurück an die Börse lockten.

Stand: Dienstag, 24. März 2026, 17:29 Uhr (Europe/Berlin)

Trumps Iran-Pivot als entscheidender Katalysator

Die zentrale Treiber des DAX-Rebounds war die Berichterstattung über einen 'Iran-Pivot' von Donald Trump. Quellen berichten, dass der US-Präsident seine Rhetorik abmilderte, was Märkte als Signal für eine Entspannung im Konflikt interpretieren. Dies überlagerte die zuvor dominierenden Ängste vor einer Eskalation, die Ölpreise in die Höhe trieben und europäische Exporteure belasteten. Der DAX, als index mit hohem Gewicht auf Industrie- und Chemieaktien, profitiert direkt von abnehmenden geopolitischen Risiken, da diese die Energieversorgung und Lieferketten sichern.

Im Vergleich zum Freitag, 20. März, wo der DAX um 2,01 Prozent auf 22.380,19 Punkte fiel, markiert der Montag einen klaren Stimmungswechsel. Die wöchentliche Performance bleibt jedoch negativ bei minus 3,86 Prozent, was die anhaltende Volatilität unterstreicht. Der Index notiert nun 7,50 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau.

Unterschiede zum Euro Stoxx 50 und anderen Benchmarks

Der DAX übertraf mit seinem 1,22-prozentigen Plus den Euro Stoxx 50, der tendenziell schwächer performte, da französische und südeuropäische Titel stärker von Energiepreisen betroffen sind. Während der CAC 40 ähnliche geopolitische Sensibilitäten zeigt, blieb der S&P 500 durch US-interne Dynamiken abgekoppelt. Diese Divergenz unterstreicht die DAX-spezifische Exposition gegenüber Exporteuren wie Automobil- und Chemieunternehmen, die von stabilen Ölpreisen profitieren.

Die DAX-Volatilitätsindex (VDAX) stieg auf 31,29 Punkte, ein sechsmonatiges Hoch, was auf anhaltende Unsicherheit hinweist, trotz des Index-Rebounds.

Starke Performer und Verlierer im DAX 40

Im DAX 40 zeichneten sich klare Gewinner und Verlierer ab. Brenntag AG stieg um 5,78 Prozent auf 51,28 Euro, Siemens Energy gewann 4,87 Prozent auf 147,60 Euro und Commerzbank legte 4,12 Prozent zu auf 31,58 Euro. Diese Titel in Industrie, Energie und Finanzen trugen maßgeblich zum Index-Zuwachs bei. Verlierer waren Zalando (-3,06 Prozent auf 21,22 Euro), RWE (-2,21 Prozent auf 54,94 Euro) und Vonovia (-2,05 Prozent auf 21,00 Euro), die unter Sektordruck litten.

Der Fokus lag auf zyklischen Werten, während defensive Sektoren wie Immobilien (Vonovia) durch Inflationsängste belastet wurden. Real-Estate-Aktien wurden besonders hart getroffen, wie Berichte bestätigen.

Geopolitische Risiken und Inflationsdruck als Hintergrund

Die Erholung erfolgte vor dem Hintergrund anhaltender Iran-Spannungen, die zuvor den DAX belasteten. Am Freitag fiel der Index um 2 Prozent, als Produzentenpreise in Deutschland stärker als erwartet sanken, was Rezessionsängste schürte. Der Iran-Konflikt testet die DAX-Resilienz, da steigende Ölpreise die Margen von Exportern drücken. Trumps Wende bot eine Atempause, doch Experten warnen vor anhaltendem Druck durch Dauer des Konflikts.

Monatlich verliert der DAX 10,40 Prozent, was auf breitere makroökonomische Herausforderungen hinweist, einschließlich ECB-Politik und Bund-Yields.

Ausblick: Ölpreise und weitere Trump-Signale entscheidend

Für den Dienstag, 24. März 2026, erwarten Analysten einen neuen Rückschlag, da Ölpreise wieder steigen. DAX-Futures deuten auf vorsichtigen Einstieg hin, getrennt vom Cash-Index. Investoren sollten auf weitere US-Aussagen achten, da diese die risikobereite Stimmung bestimmen. Sektorrotation von Tech zu Industrie könnte anhalten, solange Geopolitik dominiert.

DAX-ETFs wie der iShares Core DAX UCITS ETF (ISIN: DE0005933931) spiegeln die Index-Entwicklung wider, unabhängig von Futures-Positionierung.

Weiterführende Quellen

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Indizes, ETFs und Finanzinstrumente sind volatil.

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