DAX, Iran-Krieg

DAX erholt sich dramatisch nach Trumps Iran-Wende: Leitindex schließt mit 1,2 Prozent Plus bei 22.654 Punkten

24.03.2026 - 13:59:24 | ad-hoc-news.de

Der DAX legte am Montag, 23. März 2026, nach einer Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zur Aussetzung von Angriffen auf iranische Energieinfrastruktur um bis zu 1200 Punkte zu und schloss mit Gewinnen. Ölpreise brachen ein, doch Unsicherheit bleibt hoch – Ausblick für Anleger im DACH-Raum.

DAX, Iran-Krieg, Trump - Foto: THN

Der deutsche Leitindex DAX hat am Montag, 23. März 2026, eine atemberaubende Kehrtwende hingelegt. Nach einem Tief unter 22.000 Punkten schoss der Index zeitweise um über 1200 Punkte in die Höhe und schloss letztlich mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 22.654 Punkten. Auslöser war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen. Diese Wende dämpfte die Ängste vor einer weiteren Eskalation des Nahost-Kriegs und ließ Ölpreise um bis zu 14 Prozent einbrechen.

Stand: Dienstag, 24. März 2026, 13:00 Uhr (Europe/Berlin)

Der wilde Ritt des DAX: Von Tief zu Hoch

Der Handel am Frankfurter Parkett begann düster. Der DAX war zu Handelsbeginn klar unter die 22.000-Punkte-Marke gerutscht und notierte zeitweise bei 21.864 Punkten, was einem Minus von über 2 Prozent entsprach. Asiatische Märkte hatten bereits Kursverluste hingelegt, getrieben von der anhaltenden Eskalation im Nahen Osten, einschließlich Beschädigungen an Energieinfrastruktur in Iran, Katar und Kuwait. Anleger reagierten mit Panikverkäufen, da steigende Energiepreise die Weltwirtschaft bedrohen.

Die Stimmung kippte schlagartig, als Trump seine Entscheidung verkündete. Der Index katapultierte sich auf ein Tageshoch von 23.179 Punkten – ein Zuwachs von rund 1200 Punkten innerhalb weniger Stunden. Der EuroStoxx 50 profitierte ebenfalls und stieg um 1,5 Prozent auf 5.586 Punkte. Ölpreise, insbesondere Brent, fielen gen 100 Dollar, was den Druck auf energieabhängige Sektoren milderte.

Trumps Rolle im Konflikt: Deeskalation oder Taktik?

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor harte Angriffe auf iranische Ziele angekündigt, was die Märkte in Alarmbereitschaft versetzte. Die plötzliche Aussetzung für fünf Tage folgte Gesprächen mit Teheran. Iranische Staatsmedien feierten dies als 'Rückzieher Trumps', während westliche Beobachter es als diplomatischen Schachzug sehen. Für europäische Anleger ist dies entscheidend: Eine anhaltende Krise würde Energieimporteure wie Deutschland hart treffen, mit höheren Heizkosten und Produktionsausfällen.

Die Unsicherheit bleibt jedoch groß. Militärschläge dauern an, und eine nachhaltige Lösung fehlt. Chartanalysten wie Marcel Mußler vom n-tv warnen, dass der Aufwärtstrend bei 21.890 Punkten getestet werden könnte, falls die Entspannung nachlässt.

Sektorale Gewinner und Verlierer

Industriewerte führten die Gewinner an mit Zuwächsen von bis zu 2,86 Prozent, da sinkende Ölpreise Margen entlasten. Software-Firmen im SaaS-Bereich hielten sich stark, mit ETFs auf den Nasdaq Emerging Cloud Index im Plus von 5 Prozent im März. Gold und Silber hingegen verloren stark, da der Safe-Haven-Status nachließ. Der NYSE Arca Gold Bugs Index fiel um 30 Prozent im Monat.

Anleihen erlitten ebenfalls Verluste durch steigende Inflationserwartungen. Länger laufende Euro-Rentenindizes sackten um bis zu 3 Prozent ab. Diversifikation bleibt essenziell, betonen Experten.

Technische Analyse: Wo steht der DAX jetzt?

Der DAX schloss bei 22.654 Punkten, nach einem Intraday-Spektrum von 21.864 bis 23.179. Der VDAX-New, der Volatilitätsindex der Deutschen Börse, stieg auf 32 Prozent und signalisiert anhaltende Nervosität. Der Fear & Greed Index liegt bei 17 ('Extreme Fear'). Technische Indikatoren wie RSI (33, Sell) und MACD (-488, Sell) deuten bärisch, doch Momentum könnte kippen.

Anlaufmarken nach oben: 22.764, 23.000, 23.180. Nach unten: 22.000, 21.890. Ein stabiler Schluss über 23.200 wäre nötig, um den 200-Tage-Durchschnitt bei 23.823 zu testen.

Auswirkungen auf DACH-Anleger

Für private und professionelle Anleger im deutschsprachigen Raum ist die Entwicklung zentral. Deutschland als Exportnation leidet unter Unsicherheit: Höhere Energiepreise könnten die Inflation auf über 3 Prozent treiben und EZB-Ratenzyklen verzögern. Thyssenkrupp Steel und Salzgitter, involviert in Projekten wie H2-Green Steel (Juni 2026), profitieren potenziell von stabilen Rohstoffpreisen.

Helaba-Strategin Claudia Windt sieht Käufer auf niedrigen Niveaus: 'Investoren bewerten dies als Opportunität.' Doch der Krieg diktiert weiter die Richtung. Anleger sollten auf Diversifikation setzen: Tech und Industrie als Stabilisatoren.

Globale Perspektive und Risiken

In Wien erholte sich der ATX nach Trumps Aussagen. US-Märkte zeigten ähnliche Reaktionen, mit Hoffnung auf einen Deal. Dennoch: Ohne echte Fortschritte im Iran-Konflikt droht Rückfall in Bärenmarkt-Territorium.

Risiken umfassen anhaltende Militäroperationen, Ölpreisschwankungen und geopolitische Überraschungen. Inflation könnte Anleihen weiter belasten. Positive Szenarien: Deeskalation stärkt Wachstumsaktien.

Ausblick: Was erwartet Anleger diese Woche?

Die Märkte bleiben volatil. VDAX über 27 Prozent signalisiert Panik. Wichtige Katalysatoren: Weitere Trump-Statements, Ölpreisentwicklung und EZB-Kommentare. Für den DAX rückt der Widerstand bei 23.000 in den Fokus. Langfristig könnte dies eine Kaufgelegenheit sein, wenn der Konflikt abklingt.

UBS hob kürzlich das Kursziel für Deutsche Börse auf 260 Euro an, was auf Resilienz des Marktes hindeutet.

Weiterführende Quellen

n-tv: Der Börsen-Tag Montag, 23. März 2026
Deutsche Börse: Trumps Iran-Wende verhilft Dax ins Plus
wallstreet-online: DAX: USA nun doch zu Deal bereit?
Deutsche Börse: ATX erholt sich

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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