DAX-Dividenden, Steuerreform

DAX-Dividenden und Steuerreform prägen das Anlegerjahr 2026

15.01.2026 - 10:03:12

Die Hauptversammlungs-Saison beginnt mit klaren Gewinnern: Während Tech- und Telekom-Konzerne Rekordausschüttungen ankündigen, stottern die Autobauer. Gleichzeitig entlastet eine umfassende Steuerreform Arbeitnehmer und Investoren.

Die ersten DAX-Konzerne haben ihre Ausschüttungspläne für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt – mit deutlichen Unterschieden zwischen den Branchen. Während technologieorientierte Unternehmen und die Telekommunikationsbranche kräftig zulegen, bleiben die Aussichten für die Automobilindustrie gedämpft.

Siemens setzt mit einer Dividendenerhöhung ein starkes Signal. Der Münchener Technologiekonzern schlägt für das am 30. September 2025 geendete Geschäftsjahr eine Ausschüttung von 5,35 Euro je Aktie vor. Die Hauptversammlung soll am 12. Februar 2026 darüber abstimmen, die Zahlung wäre einen Tag später fällig. Siemens demonstriert damit Stärke in seiner Transformation zum technologiegetriebenen Industriekonzern.

Einen kontinuierlichen Kurs fährt Infineon. Der Halbleiterhersteller hält trotz volatiler Marktbedingungen an seiner Dividendenzahlung fest und schlägt erneut 0,35 Euro je Aktie vor. Die Aktionäre stimmen am 19. Februar ab, die Auszahlung soll am 24. Februar erfolgen. Diese Beständigkeit unterstreicht die Strategie, auch in zyklisch schwächeren Phasen verlässliche Erträge zu bieten.

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Telekom glänzt, Autobauer verlieren an Schwung

Eine klare Trendwende zeichnet sich ab: Kapitalstärke rotiert von der Automobil- in die Telekommunikations- und Versicherungsbranche.

Deutsche Telekom sticht mit einer Rekorddividende hervor. Angetrieben vom anhaltenden Erfolg der US-Tochter T-Mobile US plant der Konzern eine Ausschüttung von 1,00 Euro je Aktie für 2025 – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Hauptversammlung ist für den 1. April 2026 angesetzt. Die Telekom teilt so den Erfolg ihrer transatlantischen Expansion direkt mit ihren Aktionären.

Ganz anders die Prognosen für die deutsche Autoindustrie: Analysten erwarten bei BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen geringere Gesamtausschüttungen als in den Rekordjahren zuvor. Gründe sind der Margendruck und die hohen Kosten des Übergangs zur Elektromobilität.

Im Versicherungssektor könnte Allianz ebenfalls Maßstäbe setzen. Schätzungen zufolge könnte die Dividende auf etwa 16,80 Euro je Aktie steigen – was den Konzern weiter als Schwergewicht unter den DAX-Ertragswerten positionieren würde.

Steuerreform 2026: Mehr Netto für Arbeitnehmer und Anleger

Parallel zu den Unternehmensmeldungen verändert eine umfassende Steuerreform die Rahmenbedingungen für 2026. Die seit 1. Januar geltenden Neuregelungen entlasten gezielt und vereinfachen das Steuerrecht.

Höherer Grundfreibetrag entlastet Millionen

Der Grundfreibetrag wurde auf 12.348 Euro angehoben. Ein größerer Teil des Einkommens bleibt damit steuerfrei, was besonders die „kalte Progression“ abmildert – den schleichenden Steueranstieg durch Inflation.

Soli-Grenzen steigen deutlich

Die Befreiungsgrenzen für den Solidaritätszuschlag wurden angehoben. Der Zuschlag fällt jetzt erst an, wenn die Einkommensteuer 20.350 Euro übersteigt (bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren das Doppelte). Für viele Besserverdiener entfällt die Abgabe damit komplett.

Einheitliche Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer

Eine wesentliche Vereinfachung betrifft Pendler: Die Pendlerpauschale gilt ab 2026 einheitlich mit 38 Cent pro Kilometer – und das ab dem ersten Kilometer. Bisher galt dieser Satz erst ab dem 21. Kilometer. Die Neuregelung bringt spürbare Entlastung für alle Berufspendler und vereinfacht die Steuererklärung erheblich.

Weitere Entlastungsmaßnahmen

Das Kindergeld steigt auf 259 Euro monatlich. Neu ist auch die „Aktivrente“: Rentner können neben ihrer Rente bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Diese Maßnahmen sollen die Erwerbsbeteiligung Älterer fördern und Familien unterstützen.

Strategische Konsequenzen für Anleger

Für Investoren ergeben sich aus dieser Gemengelage klare strategische Implikationen. Die divergierende Dividendenentwicklung spricht für eine stärkere Diversifizierung weg von zyklischen Konsumgüterbranchen hin zu Infrastruktur- und Serviceunternehmen.

Finanzexperten sehen in der Kombination aus höheren Steuerfreibeträgen und gezielten Dividendenerhöhungen eine Chance für den Zinseszinseffekt durch Reinvestition. Die Stabilität von Siemens und Infineon gepaart mit dem Wachstum der Telekom bietet eine ausgewogene Mischung aus Ertrag und Wachstum für ertragsorientierte Strategien.

Mit dem Start der Hauptversammlungsspritze Ende Januar rückt nun die Unternehmensführung in den Fokus. Die steuerlichen Rahmenbedingungen stehen fest, die ersten Dividendensignale sind gesetzt. Jetzt kommt es darauf an, wie die deutschen Konzerne das komplexe globale Umfeld navigieren werden.

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