DAX, Bären

DAX: Bären am Zug

13.04.2026 - 16:16:51 | boerse-global.de

Der DAX verliert deutlich, nachdem Gespräche zwischen den USA und dem Iran scheiterten. Die Ankündigung einer Seeblockade treibt die Ölpreise über 100 Dollar und belastet die Anlegernerven.

DAX: Bären am Zug - Foto: über boerse-global.de

Der Wochenstart steht unter keinem guten Stern. Nachdem die direkten Verhandlungen zwischen Washington und Teheran am Wochenende in Islamabad ergebnislos abgebrochen wurden, reagiert der DAX mit einem Abschlag von rund einem Prozent auf 23.562 Punkte — und das nach einem ohnehin schon schwachen Wochenschluss bei 23.798 Punkten.

Der Druck kommt von mehreren Seiten gleichzeitig. Das US-Militär hat für heute eine Blockade der Straße von Hormus angekündigt, um Schiffe zu iranischen Häfen zu stoppen. Die Folge: Brent-Rohöl kletterte über die symbolisch wichtige Marke von 100 Dollar je Barrel, ein Plus von knapp sieben Prozent gegenüber dem Freitagsschluss. Höhere Energiepreise bedeuten Gegenwind für die Unternehmensgewinne — kein Wunder also, dass die Nerven der Anleger blank liegen.

Waffenstillstand als einziger Puffer

Etwas dämpfend wirkt die Tatsache, dass der bestehende Waffenstillstand vorerst bis kommenden Dienstag gilt. Viele Marktteilnehmer setzen offenbar darauf, dass die Gespräche doch noch wieder aufgenommen werden — trotz der scharfen Rhetorik beider Seiten und Trumps Drohungen. Diese Hoffnung verhindert bislang einen größeren Ausverkauf.

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Innerhalb des Index zeigen sich die üblichen Verschiebungen in solchen Phasen: Rheinmetall, Brenntag und RWE gehören zu den wenigen Gewinnern des Tages, während MTU, Commerzbank und Siemens Energy das untere Ende der Kursliste belegen.

US-Berichtssaison als nächster Prüfstein

Parallel zum geopolitischen Geschehen läuft in dieser Woche die US-Berichtssaison an. Im Fokus stehen vor allem die Zahlen der großen Banken — Goldman Sachs, JPMorgan und Citigroup. Nennenswerte Aufschlüsse darüber, wie stark die gestiegenen Energiekosten die Unternehmensgewinne belasten, sind dort allerdings noch nicht zu erwarten. Etwas konkreter dürfte es hierzulande werden: BMW legt am Dienstag seine Zahlen für das erste Quartal vor.

Das Allzeithoch von 25.507 Punkten aus dem Januar rückt damit in weite Ferne. Vorerst bleibt die Marke von 23.490 Punkten der entscheidende Orientierungspunkt — fällt der Index nachhaltig darunter, öffnet sich technisch weiteres Abwärtspotenzial.

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