Dassault Systèmes SE (FR0000130650): 3D-Software-Champion im Spannungsfeld von KI, Industrie 4.0 und globalen Zinsen
13.03.2026 - 00:34:01 | ad-hoc-news.deDassault Systèmes SE, die hinter der ISIN FR0000130650 und der in Paris notierten Dassault Systèmes Aktie stehende französische Softwareschwergewicht, ist weit mehr als ein klassischer CAD-Anbieter: Der Konzern ist ein Kernpfeiler der industriellen Digitalisierung, von virtuellen Zwillingen bis hin zu komplexen Simulationslösungen für Automobil, Luftfahrt, Life Sciences und Infrastruktur. Für globale Anleger ist die Aktie damit ein Hebel auf langfristige Trends wie KI-gestützte Entwicklung, Industrie 4.0 und Dekarbonisierung.
Unsere Senior-Analystin Emma, Equity Expert für europäische Technologiewerte, hat die jüngsten Entwicklungen bei Dassault Systèmes SE umfassend ausgewertet und für internationale Investoren eingeordnet.
Aktuelle Marktsituation: Wie die Dassault Systèmes Aktie im globalen Umfeld steht
Im aktuellen Marktumfeld steht die Dassault Systèmes Aktie im Spannungsfeld zwischen zwei Kräften: Einerseits strukturelles Wachstum bei Software für Produktentwicklung, Simulation und virtuelle Zwillinge, andererseits eine zunehmend selektive Bewertung von Wachstumswerten am Aktienmarkt, ausgelöst durch höhere globale Zinsen und die Rotation zwischen Tech- und Value-Sektoren.
Während große US-Tech-Konzerne durch generative KI und Cloud-Margen dominieren, positioniert sich Dassault Systèmes in einer Nische, die zunehmend systemkritisch wird: die digitale Durchgängigkeit vom ersten Entwurf bis zum Betrieb physischer Assets. Für internationale Investoren ist entscheidend, dass ein großer Teil der Umsätze aus wiederkehrenden Softwareerlösen stammt und dass der Konzern global diversifiziert ist, mit wesentlichen Exposures in Europa, Nordamerika und Asien.
Die Stimmung rund um europäische Softwarewerte ist stark von der US-Zinskurve und den Aussagen der Federal Reserve beeinflusst. Strengere Finanzierungsbedingungen belasten zwar zyklische Industrieaktien, doch qualitativ hochwertige Softwaretitel mit hoher Visibilität bleiben meist gefragt. In dieser Umgebung wird die Bewertungsfrage bei Dassault Systèmes besonders zentral: Die Aktie wird traditionell mit einem Bewertungsaufschlag gegenüber klassischen Industrieunternehmen gehandelt, was in Phasen steigender Zinsen immer wieder zu Volatilität führt.
Mehr über das Geschäftsmodell von Dassault Systèmes
Geschäftsmodell und Segmente: Virtuelle Zwillinge als strategischer Kern
Das Geschäftsmodell von Dassault Systèmes basiert auf einer breiten Palette von Softwarelösungen, die in der Industrie, im Gesundheitswesen und in der Infrastrukturplanung eingesetzt werden. Für Investoren ist vor allem die Mischung aus wiederkehrenden Lizenzerlösen, Wartung, Subskriptionsmodellen und Services interessant, die insgesamt zu einer hohen Planbarkeit der Umsätze beitragen.
CATIA, SOLIDWORKS und Co: Rückgrat der Konstruktion
CATIA und SOLIDWORKS zählen zu den bekanntesten Marken im Portfolio. Sie dienen als Standardwerkzeuge für CAD und Produktdesign in zahlreichen Branchen. Während CATIA eher im High-End- und Enterprise-Umfeld angesiedelt ist, richtet sich SOLIDWORKS vor allem an mittelständische und kleinere Unternehmen. Dieser Mix gibt dem Konzern Zugang zu einem breiten Kundenspektrum, von Luft- und Raumfahrtkonzernen bis hin zu spezialisierten Zulieferern.
SIMULIA, DELMIA und 3DEXPERIENCE Plattform
SIMULIA fokussiert sich auf Simulation und virtuelle Tests, DELMIA auf Fertigung und Produktionsplanung. Zentral ist die 3DEXPERIENCE Plattform, welche Daten, Prozesse und Kollaboration entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbindet. Für internationale Investoren ist die Plattformstrategie relevant, weil sie zu einer stärkeren Kundenbindung führt und Cross-Selling-Potenzial zwischen den Modulen erhöht.
Life Sciences, Städte und Infrastruktur als Wachstumstreiber
Über klassische Engineering-Software hinaus hat Dassault Systèmes in den letzten Jahren gezielt in Life-Sciences-Software (z.B. für klinische Studien, Wirkstoffentwicklung und Patientenmodelle) sowie in Stadt- und Infrastrukturplanung investiert. Diese Diversifikation verringert die Abhängigkeit vom zyklischen Investitionsverhalten klassischer Industriebranchen. Gerade in Zeiten globaler Lieferkettenbrüche und wachsender Urbanisierung gewinnen solche Lösungen an strategischer Bedeutung.
Wiederkehrende Umsätze und Margenprofil
Aus Investorensicht ist der steigende Anteil wiederkehrender Erlöse ein wesentlicher Investment Case. Subskriptionsmodelle und langfristige Verträge sorgen für berechenbarere Cashflows. Gleichzeitig bringt die Skalierbarkeit von Software in reifen Stadien hohe operative Margen, insbesondere wenn der Vertrieb zunehmend auf Cloud-basierte Modelle umgestellt wird.
Fundamentalanalyse: Umsatzwachstum, Profitabilität und Cashflows
Die Fundamentalanalyse bei Dassault Systèmes fokussiert sich klassisch auf Umsatzwachstum, Margenentwicklung und Free Cashflow. Da es sich um einen europäischen Large Cap mit globaler Kundenbasis handelt, lohnt sich die Einordnung gegenüber US-Softwarewerten und anderen europäischen Techunternehmen.
Umsatzwachstum im globalen Vergleich
Historisch hat Dassault Systèmes ein solides, wenn auch nicht hyperdynamisches Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich gezeigt, je nach Zyklus. Im direkten Vergleich zu schnell wachsenden US-Cloud-Anbietern erscheint dieses Wachstum moderater, dafür ist die Visibilität im industriellen Umfeld tendenziell höher. Die Pipeline wird dabei maßgeblich durch Investitionszyklen in Automobil, Luftfahrt, Maschinenbau und Life Sciences geprägt.
Operative Margen und Skaleneffekte
Mit zunehmender Reife der Plattform und dem weiteren Umstieg auf Subskriptionsmodelle konnte Dassault Systèmes seine Profitabilität in den vergangenen Jahren strukturell verbessern. Skaleneffekte entstehen sowohl bei Entwicklung als auch im Vertrieb, während die Kostenbasis bei wachsendem Umsatz langsamer ansteigt. Entscheidend ist, wie stark der Konzern in Forschung und Entwicklung investiert, um technologisch an der Spitze zu bleiben, ohne die operative Marge zu stark zu verwässern.
Free Cashflow und Kapitalallokation
Free Cashflow ist für internationale Investoren die zentrale Kennzahl, da sie Rückschlüsse auf die Fähigkeit zulässt, Dividenden, Aktienrückkäufe und Übernahmen zu finanzieren. Dassault Systèmes hat über Jahre hinweg gezeigt, dass der Cashflow stark genug ist, um sowohl organisches Wachstum als auch selektive Akquisitionen zu tragen. Zugleich erlaubt die Bilanzstruktur eine gewisse Flexibilität, etwa um gezielt Technologieunternehmen zu integrieren, die das Portfolio rund um virtuelle Zwillinge und Life Sciences stärken.
Chart- und Technik-Analyse: Trendstrukturen, Unterstützungen, Widerstände
Viele globale Investoren kombinieren Fundamentalanalyse mit technischer Chartanalyse, um Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte bei der Dassault Systèmes Aktie zu bestimmen. Ohne konkrete Kursniveaus zu nennen, lassen sich dennoch grundsätzliche Muster und typische Verhaltensweisen dieser Aktie beschreiben.
Langfristiger Aufwärtstrend mit zyklischen Korrekturen
Als Qualitäts-Softwarewert zeichnet sich Dassault Systèmes historisch durch einen übergeordneten Aufwärtstrend aus, der immer wieder von Phasen schärferer Korrekturen unterbrochen wird. Diese Korrekturen fallen oft in Zeiten steigender Zinsen, konjunktureller Unsicherheit oder bei rotationsgetriebenen Marktphasen, in denen Anleger defensivere oder stärker wertorientierte Titel bevorzugen.
Unterstützungen und Volumencluster
Bei der technischen Betrachtung spielen Zonen mit hohem Handelsvolumen eine wichtige Rolle, da sie potenzielle Unterstützungsbereiche markieren. Langfristig orientierte Investoren nutzen solche Phasen häufig, um Positionen aufzubauen oder aufzustocken, sofern die fundamentale Investment-Story intakt bleibt.
Relative Stärke gegenüber Indizes und Peers
Ebenso wichtig ist die relative Stärke gegenüber europäischen Leitindizes und globalen Tech-Barometern. Perioden, in denen Dassault Systèmes sich gegenüber breiten Indizes besser hält, deuten auf eine Präferenz institutioneller Investoren hin, die nachhaltige Software-Cashflows gegenüber zyklischeren Einnahmen bevorzugen. Ein Nachlassen der relativen Stärke kann hingegen ein Hinweis auf Gewinnmitnahmen oder Sektorrotation sein.
Volatilität und Optionsstrategien
Die Aktie zeigt eine typischerweise moderate, aber nicht zu unterschätzende Volatilität. Für institutionelle Investoren und aktive Privatanleger eröffnen sich dadurch Optionenstrategien, etwa durch Covered Calls oder Put-Writes, sofern die jeweilige Marktinfrastruktur und Regulatorik dies zulassen. Hierbei sind jedoch stets die individuellen Risikoprofile und die lokalen regulatorischen Rahmenbedingungen zu beachten.
Makroökonomisches Umfeld: Fed, EZB und globale Zinsen als Bewertungsfaktor
Für Technologie- und Wachstumswerte wie Dassault Systèmes ist das Zinsumfeld von zentraler Bedeutung, denn der Barwert künftiger Cashflows wird stark von den globalen Renditen langfristiger Staatsanleihen beeinflusst. Die Entscheidungen der Federal Reserve in den USA haben hierbei eine Leitfunktion, die weit über die US-Grenzen hinausreicht.
US-Federal-Reserve und Bewertungsmultiplikatoren
Höhere US-Leitzinsen führen häufig zu steigenden Renditen von US-Staatsanleihen, was wiederum die Diskontierungsfaktoren in Bewertungsmodellen erhöht. Wachstumswerte mit Cashflows, die weit in der Zukunft liegen, reagieren auf solche Veränderungen besonders sensibel. Für Dassault Systèmes bedeutet ein strafferes Fed-Regime tendenziell zusätzlichen Druck auf die Bewertungsmultiplikatoren, selbst wenn das operative Geschäft stabil bleibt.
EZB, Eurokurs und Wettbewerbsfähigkeit
Als in der Eurozone beheimateter Konzern steht Dassault Systèmes zudem im Einflussbereich der Europäischen Zentralbank. Wechselkursbewegungen zwischen Euro und US-Dollar beeinflussen nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber US-Softwarekonzernen, sondern auch die in Euro rapportierten Umsätze aus Nordamerika. Ein schwächerer Euro erhöht die in Euro ausgedrückten Auslandserlöse, während ein stärkerer Euro dämpfend wirkt.
Globale Industriezyklen und Investitionsbudgets
Da die Kundenbasis von Dassault Systèmes stark in der Industrie verankert ist, spielen globale Konjunkturzyklen und Investitionsbudgets eine zentrale Rolle. In Phasen kräftiger Investitionen in Automatisierung, Elektromobilität, Luftfahrtflotten und Infrastruktur profitieren Softwareanbieter wie Dassault Systèmes überproportional, da ihre Lösungen Effizienzpotenziale heben und Entwicklungszeiten verkürzen. Rezessionen oder Investitionsstopps können hingegen zu Verzögerungen bei Lizenzabschlüssen führen, während wiederkehrende Erlöse kurzfristig als Puffer fungieren.
Geopolitische Risiken und Lieferketten
Spannungen zwischen großen Wirtschaftsblöcken, etwa zwischen USA und China oder in anderen Regionen, haben Auswirkungen auf globale Lieferketten und Investitionsentscheidungen multinationaler Konzerne. Für Dassault Systèmes können Exportbeschränkungen, lokale Sicherheitsauflagen oder Anforderungen an Datenlokalisierung zusätzlichen Komplexitätsaufwand bedeuten, aber zugleich lokale Partnerstrukturen und Rechenzentrumsinvestitionen fördern.
Regulatorik, Offenlegung und die Rolle von SEC-Filings für globale Anleger
Obwohl Dassault Systèmes ein französischer Emittent ist, spielt für viele internationale Investoren auch die Transparenz im Sinne globaler Offenlegungsstandards, einschließlich der Vorgaben der US-Börsenaufsicht SEC, eine wesentliche Rolle. Viele institutionelle Investoren aus den USA und Großbritannien orientieren sich bei der Beurteilung von Berichten an den Disclosure-Standards, wie sie von US-Gesellschaften bekannt sind.
IFRS, europäische Regulierung und Vergleichbarkeit
Dassault Systèmes berichtet auf Basis von IFRS, was die Vergleichbarkeit mit anderen europäischen und vielen internationalen Konzernen erleichtert. Für US-Investoren bedeutet dies gelegentlich eine Umstellung, wenn sie primär mit US-GAAP vertraut sind, doch moderne Analysewerkzeuge und Research-Häuser übersetzen die Kennzahlen üblicherweise in vergleichbare Formate.
ESG-Reporting und Nachhaltigkeitsanforderungen
Neben klassischen Finanzkennzahlen rücken ESG-Kriterien immer stärker in den Fokus. Europäische Unternehmen, darunter Dassault Systèmes, stehen hier unter dem Einfluss umfassender EU-Regulierung, etwa der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Für globale Fondsmanager, die Nachhaltigkeitsziele berücksichtigen müssen, ist ein transparentes ESG-Reporting ein wichtiges Kriterium für die Investmentfähigkeit.
Transparenz bei Akquisitionen und immateriellen Vermögenswerten
Da ein erheblicher Teil des Unternehmenswerts von Dassault Systèmes in immateriellen Vermögenswerten wie Software, Patenten und Kundenbeziehungen liegt, ist die Offenlegung von Bewertungsansätzen und Abschreibungslogiken bedeutsam. Besonders bei Übernahmen müssen Investoren nachvollziehen können, wie Goodwill und andere immaterielle Assets in den Bilanzen abgebildet und über die Zeit abgeschrieben werden.
Dassault Systèmes in ETFs und globalen Indizes: Zugang für internationale Anleger
Für viele Privatanleger und auch institutionelle Investoren erfolgt das Engagement in Einzeltiteln wie Dassault Systèmes zunehmend indirekt über ETFs und aktiv gemanagte Fonds. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf Liquidität, Nachfrage und Kursverhalten der Aktie.
Aufnahme in europäische und globale Tech-Indizes
Da Dassault Systèmes zu den führenden europäischen Softwarewerten zählt, ist die Aktie in zahlreichen europäischen Leitindizes und branchenspezifischen Tech- oder Softwareindizes vertreten. Dadurch fließt passives Kapital automatisch zu, wenn Anleger in entsprechende ETF-Produkte investieren, die diese Indizes abbilden.
Sektor- und Themen-ETFs: Industrie 4.0, Automatisierung, KI
Zunehmend verbreitet sind Themen-ETFs, die sich auf Industrie 4.0, Automatisierung, Digitalisierung oder künstliche Intelligenz konzentrieren. In solchen Portfolios spielt Dassault Systèmes oft eine Rolle, weil die Softwarelösungen des Konzerns entscheidend dazu beitragen, physische und digitale Welt zu verknüpfen. Für Anleger, die kein Einzeltitelrisiko eingehen wollen, ist dies eine Möglichkeit, indirekt an der Entwicklung des Konzerns zu partizipieren.
Auswirkungen von ETF-Flows auf die Kursdynamik
ETF-Zuflüsse in europäische oder Tech-fokussierte Produkte können die Nachfrage nach der Dassault Systèmes Aktie temporär verstärken, während Abflüsse den Verkaufsdruck erhöhen. Diese passiven Ströme wirken zusätzlich zu den Entscheidungen aktiver Fondsmanager, die den Wert basierend auf fundamentalen und technischen Kriterien bewerten.
Strategische Wachstumsfelder: KI, virtuelle Zwillinge und Life Sciences
Langfristig wird der Investment Case von Dassault Systèmes maßgeblich durch die Frage bestimmt, ob und wie es dem Konzern gelingt, Schlüsseltechnologien wie künstliche Intelligenz und virtuelle Zwillinge tief in industrielle und medizinische Workflows zu integrieren.
Virtuelle Zwillinge als Standard in Entwicklung und Betrieb
Virtuelle Zwillinge erlauben es Unternehmen, reale Produkte, Anlagen oder ganze Städte digital nachzubilden und in der Simulation durchzuspielen. Sie ermöglichen es, Fehler frühzeitig zu erkennen, Wartungsintervalle zu optimieren und Betriebskosten zu senken. Je stärker diese Technologie zum Industriestandard wird, desto größer das adressierbare Marktvolumen für Anbieter wie Dassault Systèmes.
Künstliche Intelligenz in Design und Simulation
Der Einsatz von KI in der Konstruktion eröffnet die Möglichkeit, unzählige Varianten eines Bauteils oder eines Systems in kurzer Zeit zu generieren und automatisch zu bewerten. In Kombination mit leistungsstarker Simulation können so optimierte Designs entstehen, die etwa leichter, stabiler oder energieeffizienter sind. Dassault Systèmes investiert in diese KI-Unterstützung, um seinen Kunden Produktivitätsgewinne zu ermöglichen, was wiederum die Zahlungsbereitschaft für die Software erhöhen kann.
Life Sciences und personalisierte Medizin
Im Bereich Life Sciences geht es darum, virtuelle Patientenzwillinge, klinische Studien und Wirkstoffentwicklung effizienter und sicherer zu gestalten. Hier bewegt sich Dassault Systèmes in einem stark regulierten, aber wachstumsstarken Umfeld, in dem datengestützte Entscheidungen und Simulationen enorme Kosten- und Zeitvorteile bieten. Für Investoren stellt dieser Bereich einen diversifizierenden Wachstumstreiber dar, der weitgehend entkoppelt von klassischen Industriezyklen agieren kann.
Wettbewerbslandschaft: Positionierung gegenüber US- und globalen Anbietern
Die Wettbewerbslandschaft für Engineering-Software und virtuelle Zwillinge ist global und intensiv. Neben traditionellen CAD- und PLM-Konkurrenten drängen Cloud-native Unternehmen aus den USA und Asien mit neuen Plattformen und Geschäftsmodellen auf den Markt.
Klassische Softwarekonkurrenten
Zu den etablierten Rivalen zählen große internationale Softwarehäuser, die ebenfalls CAD, PLM und Simulationslösungen anbieten. Diese Unternehmen konkurrieren mit Dassault Systèmes um Großkunden in der Automobil-, Luftfahrt- und Maschinenbauindustrie. Differenzierungsfaktoren sind hier häufig die Tiefe der Integration, die Bedienbarkeit, die Qualität des Ökosystems und die Nähe zu branchenspezifischen Anforderungen.
Cloud-native und vertikale Plattformanbieter
Jüngere, Cloud-native Anbieter versuchen, mit flexiblen, API-offenen Lösungen Marktanteile zu gewinnen. Diese fokussieren sich oft auf spezialisierte Use Cases oder einzelne Wertschöpfungsstufen und können so mit hoher Agilität auftreten. Für Dassault Systèmes ist es entscheidend, die eigene Plattform offen und erweiterbar zu halten, um in diesem Umfeld attraktiv zu bleiben und Partnerökosysteme aufzubauen.
US-Tech-Giganten als indirekte Konkurrenz
Auch wenn große US-Plattformkonzerne primär Cloud-Infrastruktur, KI-Bausteine oder horizontale Lösungen liefern, sind sie indirekte Konkurrenten um IT-Budgets und Aufmerksamkeit im Top-Management der Kunden. Die Fähigkeit von Dassault Systèmes, seine Lösungen komplementär zu den Angeboten dieser Konzerne zu positionieren, wird langfristig mitentscheidend sein.
Risiken und Szenarien für internationale Investoren
Wie jede Investition ist auch ein Engagement in die Dassault Systèmes Aktie mit Risiken behaftet, die globale Anleger sorgfältig abwägen sollten. Die Bandbreite reicht von konjunkturellen und regulatorischen Risiken bis hin zu technologischen Disruptionen.
Konjunktur- und Investitionszyklusrisiko
In einem Szenario schwächerer globaler Konjunktur und sinkender Investitionsbudgets in Industrie und Infrastruktur könnten neue Softwareprojekte verschoben werden. Dies könnte das Wachstum von Dassault Systèmes bremsen, auch wenn Bestandskunden in der Regel an laufenden Lizenzen und Subskriptionen festhalten.
Bewertungsrisiko bei Zinsanstiegen
Ein weiteres zentrales Risiko ist das Bewertungsniveau. Wenn die Märkte höhere Diskontierungsfaktoren anlegen, geraten hoch bewertete Softwaretitel häufig unter Druck, selbst wenn sich an der operativen Lage wenig ändert. Für langfristige Anleger können solche Rücksetzer Einstiegsgelegenheiten bieten, kurzfristig agierende Investoren müssen hingegen mit erhöhter Volatilität rechnen.
Technologischer Wandel und Wettbewerb
Der schnelle technologische Wandel in Bereichen wie KI, Cloud und Simulation birgt das Risiko, dass bestehende Produkte an Attraktivität verlieren oder durch innovative Lösungen neuer Anbieter verdrängt werden. Dassault Systèmes begegnet diesem Risiko durch hohe F&E-Investitionen und strategische Akquisitionen, doch ein Restunsicherheitsfaktor bleibt.
Regulatorische und datenschutzrechtliche Risiken
Angesichts strengerer Datenschutzregeln und branchenspezifischer Regulierung, insbesondere in Life Sciences und kritischer Infrastruktur, kann es zu zusätzlichen Compliance-Kosten oder Einschränkungen bei bestimmten Datenanwendungen kommen. Unternehmen wie Dassault Systèmes müssen ihre Lösungen kontinuierlich an neue regulatorische Anforderungen anpassen.
Fazit und Ausblick bis 2026: Welche Rolle spielt die Dassault Systèmes Aktie im globalen Portfolio?
Bis 2026 dürfte die wesentliche Frage sein, ob Dassault Systèmes seine Rolle als globaler Standardanbieter für virtuelle Zwillinge und industrielle Simulationssoftware weiter ausbauen kann und ob es gelingt, neue Wachstumspfade in Life Sciences und Stadtplanung zu etablieren. Für internationale Investoren ist die Aktie ein strukturelles Wachstumsengagement mit klarer Innovationskomponente, aber auch mit spürbarer Zins- und Bewertungsabhängigkeit.
In einem Szenario moderater globaler Zinsen, anhaltender Investitionen in Industrie 4.0 und einem hohen Stellenwert von Resilienz in Lieferketten könnte die Nachfrage nach den Lösungen von Dassault Systèmes robust bleiben oder weiter zulegen. In einem Umfeld straffer Geldpolitik, hartnäckig hoher Inflation und schwächerer Industrieproduktion hingegen könnten temporäre Belastungen für Kursentwicklung und Bewertungsmultiplikatoren auftreten.
Für langfristig orientierte Anleger, die eine Diversifikation zu US-zentrierten Tech-Engagements suchen und an das strukturelle Wachstum industrieller Digitalisierung glauben, ist Dassault Systèmes ein relevanter Baustein im globalen Portfolio. Kurzfristig orientierte Trader hingegen sollten sich der potentiellen Volatilität bewusst sein, die aus Zinsentscheidungen der Federal Reserve, Konjunkturdaten aus China und Europa sowie sektorweiten Rotationen resultieren kann.
Entscheidend ist letztlich die individuelle Risikotoleranz und die Einschätzung, inwieweit der aktuelle Kurs das langfristige Wachstumspotenzial und die Rolle von Dassault Systèmes als Schlüssellieferant in der digitalen Industriewelt angemessen widerspiegelt.
Disclaimer: Not financial advice. Stocks are highly volatile financial instruments.
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