Cybersicherheit, Schweigen

Cybersicherheit: Schweigen nach Angriffen wird teuer

11.02.2026 - 02:13:12

Neue EU-Verordnungen wie NIS2 und DORA verpflichten Unternehmen zu Meldungen innerhalb von 24 Stunden. Eine schlechte Kommunikation kann Reputations- und finanzielle Schäden vervielfachen.

Krisenkommunikation ist für Unternehmen keine Option mehr, sondern gesetzliche Pflicht. Neue EU-Regeln und eine Flut von Cyberattacken zwingen Firmen zu schneller Transparenz – sonst drohen hohe Strafen und bleibende Reputationsschäden.

EU-Regulierung setzt enge Fristen

Den Kern der neuen Pflichten bilden zwei EU-Verordnungen: die NIS2-Richtlinie und der Digital Operational Resilience Act (DORA). Seit ihrer nationalen Umsetzung Ende 2025 gelten sie für Zehntausende Unternehmen, darunter viele Mittelständler. Allein in Deutschland sind schätzungsweise 30.000 Betriebe betroffen.

Die größte Herausforderung ist die Zeit. Bei einem schwerwiegenden Vorfall muss eine Erstmeldung an Behörden wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) innerhalb von 24 Stunden erfolgen. Das zwingt zur Kommunikation, oft bevor alle technischen Details geklärt sind. Ein Paradigmenwechsel: Die Geschäftsführung muss proaktiv informieren, parallel zur technischen Schadensbegrenzung.

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Reputation steht auf dem Spiel

Die Meldepflicht ist nur der Anfang. Eine schlechte Kommunikation kann den wirtschaftlichen Schaden vervielfachen. Wer zögert, verliert die Kontrolle über die Erzählung. Gerüchte füllen dann das Informationsvakuum.

Ein effektiver Krisenplan geht daher weit über die Behördenmeldung hinaus. Er umfasst klare Botschaften für Mitarbeiter, Kunden und die Öffentlichkeit. Vorbereitete Holding Statements geben in den ersten kritischen Stunden Orientierung. Ein gutes Programm schützt so vor Strafen und langfristigem Vertrauensverlust.

Lieferketten rücken in den Fokus

Der Druck kommt auch von einer weiteren Regelung: dem Cyber Resilience Act (CRA). Ab dem 11. September 2026 müssen Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken melden.

Das Prinzip „Secure by Design“ wird zur Eintrittskarte für den EU-Markt. Unternehmen müssen nicht nur ihre eigene Sicherheit stärken, sondern auch die ihrer Zulieferer prüfen. Die Sicherheit der gesamten Lieferkette wird zum integralen Risikofaktor.

Vom Schutz zur Widerstandsfähigkeit

Die Regulierungswelle markiert einen fundamentalen Wandel. Der Fokus verschiebt sich von der reinen Prävention hin zur operativen Resilienz – der Fähigkeit, einen Angriff zu überstehen und sich schnell zu erholen. Schnelle, klare Kommunikation ist dabei ein unverzichtbarer Pfeiler.

Angesichts professionellerer Angreifer und komplexerer Attacken ist Compliance keine lästige Pflicht mehr, sondern eine überlebenswichtige Kernaufgabe. Die Ära, in der Cybervorfälle im Stillen bewältigt werden konnten, ist vorbei. Transparenz ist der neue Standard für Vertrauen und Überleben am Markt.

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