Cybersecurity-Markt für Industrie wächst rasant auf 17 Milliarden Euro
23.03.2026 - 00:00:13 | boerse-global.de
Die globale Industrie investiert Milliarden in digitale Abwehr – getrieben von der Vernetzung der Fabriken und einer wachsenden Flut an Cyberangriffen. Laut einer aktuellen Marktstudie soll der weltweite Markt für Cybersicherheit in der Fertigung bis 2030 auf 17,39 Milliarden Euro anwachsen.
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Industrie 4.0 öffnet Tür für Hacker
Der rasante Wandel zur smarten Fabrik treibt den Markt an. Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI), Cloud- und Edge-Complexing schafft jedoch zahllose neue Einfallstore für Kriminelle. Die traditionell abgeschotteten Produktionsnetzwerke sind Geschichte. „Die Vernetzung überholt oft die Sicherheit“, so Analysten. Gleichzeitig zwingen schärfere Regulierungen zum Schutz kritischer Infrastrukturen die Unternehmen zum Handeln.
Sensible Endgeräte als größtes Risiko
Besonders stark wächst der Bereich Endpoint- und IoT-Sicherheit. Intelligente Sensoren, Ventile und Steuerungen auf dem Fabrikboden sind häufig ungeschützt und werden zum primären Einfallstor für Ransomware. Diese Geräte benötigen spezielle Lösungen für Echtzeit-Überwachung. Immer mehr Hersteller setzen daher auf Zero-Trust-Architekturen, bei denen jedes Gerät ständig verifiziert werden muss.
Asien-Pazifik-Region mit höchstem Wachstum
Die stärkste regionale Expansion wird für Asien-Pazifik erwartet. Die rasante Industrialisierung und Digitalisierung in China, Indien und Japan macht die Fertigungsunternehmen dort zu lukrativen Zielen. Die Nachfrage nach Managed Security Services explodiert, um die komplexen IT- und OT-Systeme (Operational Technology) zu schützen.
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IT-OT-Konvergenz vervielfacht Gefahren
Die Verschmelzung von Büro-IT und Produktionsnetzwerken hat das Risikoprofil der Industrie grundlegend verändert. Bedrohungen können nun von einem Bürorechner auf eine kritische Fertigungslinie überspringen. Die Folgen sind drastisch: Die durchschnittlichen Kosten eines Datendiebstahls im Industriesektor lagen 2024 bei 5,56 Millionen Euro. Ungeplanter Produktionsausfall kostet die globale Industrie schätzungsweise 50 Milliarden Euro pro Jahr.
Vom Kostenfaktor zur Überlebensfrage
Cybersicherheit wird im Vorstand nicht länger als reine IT-Ausgabe gesehen, sondern als geschäftskritische Notwendigkeit. Besonders kleinere Zulieferer in der Lieferkette sind verwundbar. Die Nachfrage nach speziellen Lösungen wie Industrie-Firewalls oder KI-gestützter Verhaltensanalyse steigt rasant.
KI soll Sicherheitslücke schließen
Die Zukunft des Marktes wird von Generativer KI geprägt sein. Sie soll die Bedrohungsjagd automatisieren und Analysten in Echtzeit unterstützen – und so den Fachkräftemangel lindern. Bis 2033 könnte der Markt laut Projektionen sogar auf fast 90 Milliarden Euro anwachsen. Das Ziel bis 2030 ist klar: nicht nur Abwehr, sondern proaktive Cyber-Resilienz. Systeme müssen auch unter Beschuss weiterlaufen können. Cybersicherheit wird dann so selbstverständlich sein wie Arbeitssicherheit.
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