Cyberpunk 2077: Keine weiteren DLCs geplant – Ende einer Ära für das Sci-Fi-RPG
15.03.2026 - 00:37:07 | ad-hoc-news.deCD Projekt RED hat kürzlich offiziell mitgeteilt, dass es keine weiteren DLCs oder Erweiterungen für Cyberpunk 2077 jenseits von Phantom Liberty geben wird. Diese Entscheidung markiert das Ende der Content-Produktion für das ambitionierte Open-World-RPG, das seit seinem turbulenten Launch 2020 eine beeindruckende Wende hingelegt hat. Die News sorgt für gemischte Reaktionen in der Community, während der Publisher seine Ressourcen auf zukünftige Projekte verlagert.
Stand: 15.03.2026
Von Dr. Lena Voss, Senior Gaming-Analystin und Finanzjournalistin mit Fokus auf den Entertainment-Sektor. In einer Zeit, in der Blockbuster-Spiele wie Cyberpunk 2077 Milliardenumsätze generieren, analysiert sie die kommerziellen Implikationen für Entwickler und Investoren im DACH-Raum.
Aktuelle Entwicklung: Das Ende der Cyberpunk-2077-Erweiterungen
Die offizielle Cyberpunk-2077-Social-Media-Seite reagierte auf Fanfragen zu einem potenziellen "secret new DLC" mit der klaren Aussage: "We have no plans for additional DLCs or expansions. If anything changes, we will inform you all!" Diese Mitteilung vom 14. März 2026 stellt klar, dass Phantom Liberty aus September 2023 die letzte große Erweiterung bleibt. Gerüchte um ein abgesagtes "Moon DLC", das eine Mondkolonie thematisieren sollte, wurden ebenfalls enthüllt – es wurde zugunsten der Sequel-Entwicklung gestrichen.
Die Entscheidung ist strategisch: CD Projekt RED priorisiert nun Project Orion, die interne Bezeichnung für Cyberpunk 2, mit über 135 Entwicklern im Team und einem Release-Ziel ab 2028. Parallel läuft die Produktion von Cyberpunk: Edgerunners Staffel 2 mit 10 Episoden von Studio Trigger für Netflix. Für das Originalspiel bedeutet das: Keine neuen Inhalte mehr, sondern Fokus auf langfristige Wartung und Game-Pass-Integration.
Offizielle Quelle
CD Projekt RED IR-Seite zu aktuellen Projekt-Updates->Kommerzielle Bedeutung: Warum das jetzt zählt
Cyberpunk 2077 hat sich von einem Launch-Flop zu einem kommerziellen Erfolg entwickelt, mit über 30 Millionen verkauften Einheiten bis 2025. Phantom Liberty trug mit 5 Millionen Verkäufen bei und boostete die Gesamtumsätze auf über 2 Milliarden Euro. Das Aussetzen weiterer DLCs signalisiert jedoch ein klares Pivot: Der Publisher will nicht in der Maintenance-Falle eines 6 Jahre alten Titels stecken bleiben.
Markttechnisch bedeutet das eine Freisetzung von Ressourcen für hochmargige New-Releases. Die Gaming-Branche sieht zunehmend, dass Live-Service-Modelle mit endlosen DLCs selten nachhaltig sind – Beispiele wie Destiny 2 zeigen Abnutzungseffekte. Für CD Projekt RED, das mit Witcher 4 (Release 2027) parallel arbeitet, ist dies eine kalkulierte Wette auf Franchises mit hohem IP-Wert.
Der Weg von Night City: Rückblick auf den Erfolg
Cyberpunk 2077 launchte 2020 mit massiven technischen Problemen, die zu Rückzügen von PlayStation Store führten und das Image des Studios beschädigten. Updates wie 2.0 und Phantom Liberty drehten das Blatt: Die Spielerzahlen explodierten, Steam-Reviews pendelten sich bei "Überwältigend positiv" ein. Commerziell rechtfertigte das die Investition – die IP generierte Merchandise, Netflix-Anime und nun eine Sequel.
Monetarisierung erfolgte klassisch: Premium-Verkäufe plus Erweiterung. Kein Free-to-Play-Shift, was die Margen hoch hielt (ca. 40-50% EBITDA-Marge in Gaming-Segmenten). Das Ende der DLCs schließt diese Phase ab, ohne den Legacy-Verkauf zu gefährden – Game Pass-Integration sorgt für passiven Cashflow.
Wettbewerb und Marktposition von Cyberpunk 2077
Im Sci-Fi-RPG-Segment konkurriert Cyberpunk 2077 mit Starfield (Bethesda) und Baldur's Gate 3 (Larian), die narrative Tiefe priorisieren. Night Citys Dichte und Storytelling bleiben Unique Selling Points, doch ohne neue Inhalte riskiert es Relevanzverlust gegenüber Live-Service-Giganten wie Fortnite oder GTA Online.
Dennoch: Die Franchise-Strategie stärkt die Position. Project Orion mit neuer Stadt ("Chicago gone wrong") und Edgerunners S2 erweitern das Universum cross-media. Marktanalysen sehen Wachstumspotenzial in IP-Synergien, ähnlich Marvels MCU-Ansatz im Gaming.
Risiken und Chancen im Cyberpunk-Universum
Risiken: Fanfrustration könnte Boykott-Effekte auslösen, besonders nach Moon-DLC-Enthüllungen. Historisch litt CDPR unter Crunch-Vorwürfen; ein Fokus auf Sequels birgt Verzögerungsrisiken (Witcher 3 brauchte 3,5 Jahre). Commerziell: Abhängigkeit von Hits – Fehlschläge wie 2020 könnten sich wiederholen.
Chancen: Hohe Brand-Loyalität (30M+ Spieler), Multiplattform (PC, Console, Game Pass). Edgerunners boostete Verkäufe um 100% post-Release. Für Cyberpunk 2077 bleibt es ein Evergreen-Titel mit langem Schwanzumsatz.
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DACH-Perspektive: Warum deutsche Investoren aufpassen sollten
In DACH, wo Gaming-Markt 2025 8 Mrd. Euro umfasst (grew 10% YoY), ist CD Projekt RED via Cyberpunk 2077 Aktie (ISIN: PLOPTCD00011) attraktiv. Deutsche Retailer wie MediaMarkt berichten hohe Nachfrage; Events wie Gamescom 2025 hoben das IP-Profil. Die No-DLC-News stabilisiert kurzfristig, da Kosten gespart werden.
Längerfristig: DACH-Investoren profitieren von EU-Regulierungen zu Crunch und Lootboxes, die polnische Studios fordern. Witcher/CDPR-Fans (stark in DE/AT) sehen Synergien. Risiko: Währungsschwankungen PLN/EUR, aber starke IP schützt.
Investorensicht: Auswirkungen auf CD Projekt RED
Die Cyberpunk 2077 Aktie (ISIN: PLOPTCD00011) reagierte neutral – Fokus auf Q4-Zahlen und Guidance zu Orion/Witcher 4. Keine neuen DLCs bedeuten Kosteneinsparungen (Est. 50-100 Mio. Euro), die in R&D fließen. Analysten sehen Upside durch Pipeline, trotz hoher Bewertung (P/E ~25).
Vergleich: Ähnlich wie Take-Two post-GTA V, wo Legacy-Titel Cashcows werden. Für DACH-Portfolios: Diversifikation via Gaming-ETFs, mit CDPR als Growth-Play.
Ausblick: Die Zukunft des Cyberpunk-Franchises
Cyberpunk 2077 bleibt Spielbar, aber statisch. Der Shift zu Sequels und Anime positioniert die IP als Decade-Spanner. CDPRs Multi-Studio-Setup (Boston, Vancouver) skalierend Talent. Erfolg hängt von Execution ab – 2028+ könnte Night Citys Erbe neu definieren.
Disclaimer: Keine Anlageberatung. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.
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