Cyberkriminelle starten mit neuem Betrugsjahr in 2026
07.01.2026 - 16:54:13Weltweite Behörden warnen vor einer gefährlichen Mischung aus digitalen und persönlichen Angriffen zu Beginn der Steuererklärungszeit. Die Methoden reichen von Video-“Verhaftungen” bis zum Besuch am Wohnzimmertisch.
Die Betrugswelle rollt pünktlich zum Jahresbeginn. Mit dem Start der Abgabefrist für Steuererklärungen in vielen Ländern melden Finanz- und Strafverfolgungsbehörden einen dramatischen Anstieg an Betrugsversuchen. Das britische Finanzamt HMRC etwa verzeichnete allein im vergangenen Jahr über 135.500 Verdachtsmeldungen. Besonders im Fokus stehen aktuell Selbstständige, die bis zum 31. Januar ihre Erklärung abgeben müssen.
„Die Kriminellen nutzen den Stress der Steuerzeit schamlos aus”, warnt Lucy Pike, Sicherheitschefin des HMRC. Die Betrüger setzen auf gefälschte Rückzahlungsangebote und drohende Nachrichten über angebliche Steuerschulden. Allein seit Februar 2025 gab es über 4.800 gezielte Angriffe dieser Art. Ein klassisches Muster: Täter fordern zur sofortigen „Verifizierung” von Kontodaten auf – ein Schritt, den echte Behörden niemals verlangen würden.
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Auch in den USA schlagen Polizeibehörden Alarm. Das Internal Revenue Service (IRS) bereitet sich auf eine Flut ähnlicher Betrugsversuche vor. Die Bevölkerung wird gewarnt, nicht auf angebliche IRS-Mitarbeiter hereinzufallen, die über nicht existierende Schulden sprechen.
„Digitale Verhaftungen“: Der neue Angsttrend
Eine besonders perfide Methode gewinnt rasant an Bedeutung: die sogenannte digitale Verhaftung. Dabei geben sich Betrüger in täuschend echten Videoanrufen als Polizei- oder Bundesbeamte aus. Aus Studios, die wie echte Dienststellen aussehen, konfrontieren sie ihr Opfer mit erfundenen Vorwürfen wie Geldwäsche oder Drogenhandel.
Das Ziel: Das Opfer stundenlang am Bildschirm halten und unter Druck setzen. „Zur Überprüfung der Unschuld” sollen dann Geldtransfers getätigt werden. Die Polizei von Hyderabad in Indien warnte diese Woche ausdrücklich vor dieser Masche.
Doch das Phänomen ist kein rein asiatisches. Das FBI meldet aus Alaska einen fünfmal höheren Anstieg von Behörden-Imitationen. Die Schadenssumme überstieg dort 2024 bereits 1,3 Millionen US-Dollar. Die Täter nutzen manipulierte Telefonnummern, die auf dem Display vertrauenswürdiger erscheinen.
Vom Anruf zum Hausbesuch: Die gefährliche Eskalation
Die vielleicht beunruhigendste Entwicklung ist die Verschmelzung von digitalem und physischem Betrug. In der kanadischen Provinz Ontario warnte die Polizei vor einem „Kurier-Betrug”. Nach einem täuschend echten Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters erscheint tatsächlich ein Komplize an der Haustür, um angeblich „gefährdete” Bankkarten abzuholen.
Diese direkte Konfrontation markiert eine neue, gefährliche Stufe der Kriminalität. Sie zeigt, wie organisiert die Banden mittlerweile vorgehen – mit lokalen Helfern und ausgeklügelten Drehbüchern.
Warum die Betrüger jetzt zuschlagen
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die Zeit nach den Weihnachtsausgaben ist für viele Haushalte finanziell angespannt. Das Versprechen einer Steuerrückzahlung wirkt dann besonders verlockend. Gleichzeitig machen die vielen Pflichten zum Jahresbeginn Drohungen mit behördlichen Konsequenzen glaubwürdiger.
Hinzu kommt die Professionalisierung der Täter. Die aufwendigen Inszenierungen für Videoanrufe deuten auf gut finanzierte Strukturen hin. Experten vermuten, dass auch KI-gestützte Tools die Erstellung überzeugender Fälschungen von Dokumenten und Stimmen erleichtern.
So schützen Sie sich
Die Ratschläge aller Behörden sind eindeutig: Echte Amtsträger fordern niemals sofortige Überweisungen, drohen nie mit sofortiger Verhaftung am Telefon und verlangen nie Passwörter oder PINs.
Der wichtigste Schutz bleibt die eigenständige Überprüfung. Bei einem verdächtigen Anruf oder einer Nachricht sollte man das Gespräch beenden und die Behörde über eine öffentlich gelistete Nummer kontaktieren. In der aktuellen „Betrugssaison” ist gesundes Misstrauen der beste Begleiter.
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