Cyberangriffe, QR-Codes

Cyberangriffe: KI und QR-Codes zwingen Deutschland zum Umdenken

18.02.2026 - 06:55:12 | boerse-global.de

Deutsche Unternehmen sehen sich mit einer neuen Welle raffinierter Cyberangriffe konfrontiert, die KI und manipulierte QR-Codes nutzen, um klassische Sicherheitsbarrieren zu umgehen.

Eine neue Welle raffinierter Cyberangriffe überrollt deutsche Unternehmen und Verbraucher. Die Attacken nutzen KI und manipulierte QR-Codes, um klassische Sicherheitsbarrieren auszuhebeln.

Die Bedrohungslage hat sich in den letzten Tagen spürbar verschärft. Sicherheitsexperten und Behörden wie das BSI warnen eindringlich: Herkömmliche Schutzmaßnahmen reichen nicht mehr aus. Cyberkriminelle setzen auf zwei gefährliche Trends – „Quishing“ mit QR-Codes und KI-optimiertes Phishing. Diese Methoden zielen gezielt auf die menschliche Schwachstelle und umgehen technische Filter.

Quishing: Der QR-Code als trojanisches Pferd

Besonders alarmierend ist die massive Zunahme von „Quishing“-Attacken. Dabei platzieren Kriminelle manipulierte QR-Codes in gefälschten E-Mails, Briefen oder sogar auf öffentlichen Plakaten. Ein aktueller Fall: Die Polizei Stendal warnte vor gefälschten Schreiben der Volksbanken Raiffeisenbanken. Enthaltene QR-Codes leiteten Opfer auf täuschend echte Phishing-Seiten.

Warum ist diese Methode so effektiv? Viele Sicherheitsprogramme stufen QR-Codes in E-Mails als harmlose Bilder ein und schlagen nicht Alarm. Zudem werden die Codes oft auf dem Smartphone gescannt – einem Gerät mit meist schwächerem Schutz als der Firmen-PC. Auf dem kleinen Display fallen verdächtige Details in der Webadresse weniger auf. Die in der Pandemie antrainierte Gewohnheit, QR-Codes bedenkenlos zu scannen, kommt den Tätern zusätzlich entgegen.

KI als Brandbeschleuniger für personalisierte Angriffe

Parallel perfektionieren Angreifer ihre Phishing-Kampagnen mit Künstlicher Intelligenz. KI generiert massenhaft nahezu fehlerfreie und hochgradig personalisierte Nachrichten. Aktuell kursieren etwa gefälschte Schreiben der Deutschen Rentenversicherung, die zur Preisgabe persönlicher Daten auffordern.

Durch die Analyse öffentlicher Profile in sozialen Netzwerken imitieren die KI-Texte den Tonfall und Kontext echter Kommunikation perfekt. Die Grenze zwischen Betrug und legitimer Nachricht verschwimmt. Die Gefahr geht über E-Mails hinaus: Experten warnen vor KI-generierten Deepfakes und Sprachklonen, um beispielsweise Mitarbeiter zu unerlaubten Überweisungen zu bewegen.

Selbst die Zwei-Faktor-Authentifizierung wankt

Sogar der lange als sicher geltende Goldstandard, die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), bietet keinen absoluten Schutz mehr. Kriminelle haben raffinierte Methoden entwickelt, um auch diese Hürde zu überwinden.

Eine verbreitete Taktik ist das „MFA Fatigue“ oder „Push-Bombing“. Angreifer, die im Besitz eines Passworts sind, lösen eine Flut von Bestätigungsanfragen auf dem Handy des Opfers aus. Aus Verärgerung oder Ablenkung bestätigen viele Nutzer irgendwann eine dieser Anfragen – und öffnen dem Angreifer Tür und Tor. Noch tückischer sind Attacken, bei denen aktive Session-Cookies gestohlen werden. Damit umgehen Hacker die MFA komplett und kapern die gesamte Nutzersitzung.

Die Antwort: Phishing-resistente Technik und Zero-Trust

Als Reaktion auf diese Bedrohungen müssen Unternehmen ihre Sicherheitsarchitektur grundlegend überdenken. Der Fokus verschiebt sich hin zu phishing-resistenten Authentifizierungsmethoden und dem Zero-Trust-Ansatz.

Phishing-resistente MFA, basierend auf dem FIDO2-Standard, setzt auf kryptografische Schlüssel. Hardware-Sicherheitstoken oder in Geräten integrierte Passkeys gewährleisten, dass eine Anmeldung nur mit dem physischen Gerät des berechtigten Nutzers möglich ist. Das macht den Diebstahl von Zugangsdaten aus der Ferne praktisch unmöglich.

Ergänzend gewinnt Zero Trust an Bedeutung. Bei diesem Modell wird keinem Nutzer oder Gerät innerhalb oder außerhalb des Netzwerks blind vertraut. Jeder Zugriffsversuch wird kontinuierlich überprüft. Der entscheidende Faktor bleibt jedoch der Mensch. Regelmäßige, realitätsnahe Sicherheitstrainings sind unerlässlich, um Mitarbeiter für die neuen Gefahren zu sensibilisieren.

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