Cyberangriffe, Visier

Cyberangriffe: Deutsche Unternehmen im Visier der Hacker

20.02.2026 - 20:39:12 | boerse-global.de

Angreifer kompromittieren Netzwerke binnen 72 Minuten, während deutsche Firmen trotz hohem Risikobewusstsein bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen versagen.

Cyberkriminelle agieren in Rekordtempo – doch deutsche Firmen hinken bei der Abwehr gefährlich hinterher. Innerhalb von nur 72 Minuten können Angreifer heute ein Netzwerk infiltrieren und sensible Daten stehlen. Diese alarmierende Geschwindigkeit, eine Vervierfachung im Vergleich zum Vorjahr, trifft auf eine Unternehmenslandschaft, die trotz hohem Risikobewusstsein bei der Umsetzung entscheidender Schutzmaßnahmen versagt.

Identitätsdiebstahl als neues Einfallstor Nummer eins

Die Angriffstaktik hat sich grundlegend gewandelt. Laut einer aktuellen Analyse von Palo Alto Networks basieren rund 90 Prozent aller erfolgreichen Attacken auf gestohlenen oder kompromittierten Anmeldedaten. Statt Firewalls zu knacken, bewegen sich Kriminelle mit legitimen Zugängen unerkannt im Netzwerk. Damit ist die digitale Identität jedes Mitarbeiters zum zentralen Schlachtfeld geworden. Perimeter-Schutz allein ist wirkungslos.

Welle von Angriffen trifft deutsche Konzerne

Die abstrakte Bedrohung wurde in den letzten Tagen schmerzhaft konkret:
* Bei der RTL Group könnten persönliche Daten Tausender Mitarbeiter gestohlen worden sein.
* Eine DDoS-Attacke legte Teile der Deutschen Bahn und den DB Navigator lahm.
* Beim Sportartikelhersteller Adidas tauchten über einen Partner rund 815.000 Datensätze in Underground-Foren auf.

Parallel warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor einer gefährlichen „Quishing“-Welle. Gefälschte QR-Codes an Parkautomaten oder auf Rechnungen leiten Opfer auf täuschend echte Phishing-Seiten. KI macht diese Betrugsversuche nahezu fehlerfrei.

Die fatale Lücke zwischen Wissen und Handeln

Trotz der Gefahr klafft in der deutschen Industrie eine strategische Lücke. Drei von vier Unternehmen stufen das Risiko als hoch ein – doch nur die Hälfte hat Cybersicherheit als zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie verankert. Die Folge: unklare Zuständigkeiten, knappe Ressourcen und unzureichende Notfallpläne. Experten sprechen von einem besorgniserregenden „Cybersecurity Readiness Deficit“.

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KI: Der Turbo für Angreifer und Verteidiger

Künstliche Intelligenz treibt die Entwicklung auf beiden Seiten an. Angreifer automatisieren ihre Attacken und perfektionieren Deepfakes. Gleichzeitig setzen Verteidiger zunehmend auf KI-gestützte Abwehrsysteme. Viele Sicherheitsexperten glauben inzwischen, dass die Verteidiger KI sogar effektiver nutzen als die Angreifer.

Der regulatorische Druck steigt parallel. Die EU-Richtlinie NIS-2 verpflichtet zehntausende deutsche Unternehmen aus kritischen Sektoren zu verbindlichen Schutzmaßnahmen, Risikoanalysen und Notfallplänen.

Der Weg zur proaktiven Cyber-Resilienz

Die neue Bedrohungslage erzwingt einen Strategiewechsel. Statt reaktiv Grenzen zu schützen, müssen Unternehmen eine proaktive Cyber-Resilienz aufbauen. Kern ist eine Zero-Trust-Architektur, bei der kein Nutzer und kein Gerät per se vertrauenswürdig ist.

Führende Anbieter setzen daher auf integrierte Plattformen, die mit KI Angriffe schneller erkennen und eindämmen. Die entscheidende Frage für Unternehmen lautet nicht mehr, ob sie angegriffen werden, sondern wie schnell sie reagieren und den Betrieb wiederherstellen können. Investitionen in moderne Sicherheit sind keine Option mehr, sondern eine Überlebensfrage.

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