Cyber-Risiko Geschäftsreisen: 70 Prozent wurden bereits Opfer
09.02.2026 - 22:13:12Geschäftsreisende sind ein beliebtes Ziel für Cyberkriminelle. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Reiseverbands (DRV). Demnach wurden bereits 70 Prozent der befragten Dienstreisenden Opfer eines digitalen Angriffs. Fast ein Viertel davon sogar mehrfach.
Die Bedrohung ist für die Betroffenen greifbar: Rund 60 Prozent der Vielreisenden schätzen das Cyber-Risiko auf Reisen als hoch ein. Die Zahlen unterstreichen, wie wichtig technische und verhaltensbasierte Schutzmaßnahmen sind – für Mitarbeiter und Unternehmen gleichermaßen.
Öffentliches WLAN: Das größte Einfallstor
Ein zentrales Risiko sind ungesicherte öffentliche Netzwerke in Flughäfen, Hotels oder Cafés. Hier können Angreifer den Datenverkehr leicht abfangen. Die Lösung ist ein Virtuelles Privates Netzwerk (VPN). Es baut einen verschlüsselten Tunnel für alle Daten auf – selbst in unsicheren Netzen.
Geschäftsreisende sind ein besonders attraktives Ziel für Cyberkriminelle – eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 70 % der Dienstreisenden bereits Opfer digitaler Angriffe wurden. Unternehmen brauchen jetzt praxisnahe Schutzkonzepte: VPN, Verschlüsselung, 2FA und Endpoint-Protection. Der kostenlose E‑Book-Leitfaden „Cyber Security Awareness Trends“ fasst aktuelle Bedrohungen, KI-Risiken und sofort umsetzbare Maßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen zusammen. Kostenlosen Cyber-Security-Guide für Unternehmen herunterladen
Doch laut DRV schreiben nur 41 Prozent der Unternehmen die VPN-Nutzung verbindlich vor. Dabei ist sie nur eine von mehreren essenziellen Basismaßnahmen:
* Verschlüsselung der Gerätefestplatten bei Diebstahl
* Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für wichtige Konten
* Deaktivierung von Dateifreigabe und Bluetooth, wenn nicht benötigt
Bevor die Reise beginnt, sollten alle Geräte zudem vollständig aktualisiert sein. Veraltete Software ist eine der größten Sicherheitslücken.
Der Mensch als Schwachstelle: Physische Gefahren
Neben digitalen lauern auch physische Gefahren. Der einfachste Angriff ist der Diebstahl eines unbeaufsichtigten Laptops. Geräte sollten nie aus den Augen gelassen werden – auch nicht kurz.
Oft unterschätzt wird das „Shoulder Surfing“, das Mitlesen von Bildschirminhalten in Flugzeugen oder Bahnen. Hier helfen Blickschutzfolien. Sie sorgen dafür, dass nur die Person direkt vor dem Display etwas erkennt. Auch diskrete Telefonate sind wichtig: Vertrauliche Themen bespricht man besser nicht laut in der Öffentlichkeit.
Unternehmen in der Pflicht: Zu wenig Aufklärung
Die Verantwortung liegt nicht allein beim Reisenden. Unternehmen müssen klare Richtlinien schaffen und sensibilisieren. Hier hapert es oft: 45 Prozent der Geschäftsreisenden fühlen sich nur teilweise über Cyber-Risiken informiert, 13 Prozent sogar kaum oder gar nicht.
Nur etwa die Hälfte der Firmen hat Vorgaben zur Passwortsicherheit (49 %) oder zur Nutzung von 2FA (53 %). Regelmäßige, praxisnahe Sicherheitsschulungen sind noch immer nicht Standard. Dabei sind geschulte Mitarbeiter die wichtigste „menschliche Firewall“.
Neue Risiken durch KI und Remote Work
Die fortschreitende Digitalisierung verschärft die Lage. Die Zunahme von Remote Work und die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) bringen neue Fallstricke. Mitarbeiter sollten keine vertraulichen Daten in öffentliche KI-Tools eingeben – der Datenschutz ist dort oft unklar.
Zukünftige Sicherheitskonzepte setzen auf „Advanced Endpoint Protection“ und die Möglichkeit, Geräte aus der Ferne zu löschen. Investitionen in klare Richtlinien, moderne Technologie und kontinuierliche Schulung werden zum Wettbewerbsvorteil. Sie schützen nicht nur Daten, sondern stärken auch das Vertrauen der Mitarbeiter.
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