CrowdStrike-Report, Cyberangriffe

CrowdStrike-Report: KI beschleunigt Cyberangriffe dramatisch

24.02.2026 - 14:39:56 | boerse-global.de

Der neue Global Threat Report zeigt, dass Cyberangriffe mit KI-Unterstützung nur noch 29 Minuten dauern und ein KI-gegen-KI-Wettrüsten erfordern. Unternehmen müssen auf autonome Abwehrsysteme umsteigen.

KI-gestützte Cyberkriminelle schlagen jetzt in nur 29 Minuten zu – traditionelle Sicherheitsmaßnahmen sind damit obsolet. Das ist das alarmierende Fazit des neuen Global Threat Reports von CrowdStrike, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Daten zeigen eine exponentielle Beschleunigung der Angriffe, die Unternehmen in Deutschland und weltweit zwingt, auf autonome KI-Abwehrsysteme umzusteigen. Der Wettlauf zwischen Angreifern und Verteidigern ist zu einem KI-gestützten Wettrüsten geworden.

Anzeige

Während Cyberangriffe immer schneller ablaufen, verschärfen neue Gesetze die Haftung für Unternehmen und deren Führungsebene. Dieser Experten-Report zeigt, wie Sie Ihre IT-Sicherheit mit effektiven Strategien stärken, ohne dass Ihr Budget explodiert. Experten-Report zur Cyber Security 2024 kostenlos herunterladen

Der alarmierende Befund: Angriffe in Rekordgeschwindigkeit

Die Zahlen, die CrowdStrike und ReliaQuest diese Woche vorlegten, sind erschütternd. Die durchschnittliche „Breakout Time“ – die Zeit, die ein Angreifer braucht, um sich nach dem ersten Eindringen im Netzwerk auszubreiten – ist auf nur noch 29 Minuten eingebrochen. Das ist eine Steigerung der Geschwindigkeit um 65 Prozent gegenüber 2024. In Extremfällen gelang die seitliche Bewegung in einem Netzwerk sogar in nur 27 Sekunden.

Noch deutlicher wird der trend bei der Datenaustreibung: Die schnellste erfasste Aktion dauerte laut ReliaQuest nur sechs Minuten, während es in früheren Jahren noch über vier Stunden waren. Treiber dieser Entwicklung ist die breite Verfügbarkeit von KI für Kriminelle. 80 Prozent der Ransomware-as-a-Service-Anbieter werben inzwischen aktiv mit KI- oder Automatisierungsfunktionen für ihre „Kunden“. Die Botschaft ist klar: Menschliche Analysten und signaturbasierte Abwehr können mit dieser Geschwindigkeit nicht mehr mithalten.

KI gegen KI: Die neue Ära der Phishing-Abwehr

Phishing bleibt mit Abstand der häufigste Einfallstor für Angriffe und ist für 83 Prozent aller E-Mail-Bedrohungen verantwortlich. Doch die Angriffe sind raffinierter geworden. Mit generativer KI erstellen Cyberkriminelle heute hyper-personalisierte Köder, die traditionelle E-Mail-Gateways mühelos umgehen.

Die Antwort darauf sind KI-native Sicherheitsplattformen. Statt auf Blocklisten zu setzen, analysieren sie mit Large Language Models die Absicht und den Kontext jeder Nachricht. Sie lernen die normalen Kommunikationsmuster jedes Mitarbeiters und erkennen so subtile Anomalien, die auf eine Deepfake-Nachricht oder gezielte Spear-Phishing-Kampagne hindeuten. Klickte ein Nutzer auf einen Link, analysiert die KI in Echtzeit das Aussehen der Zielseite und blockt Zugriffe auf noch unbekannte Betrugsseiten, bevor Daten abfließen können. Diese Systeme reduzieren die Flut an Fehlalarmen und ermöglichen es Sicherheitsteams, sich auf echte Gefahren zu konzentrieren.

Anzeige

Da Phishing-Angriffe durch KI-Unterstützung immer schwerer zu entlarven sind, benötigen Unternehmen einen proaktiven Schutzplan gegen Hacker-Methoden. Dieser praxisnahe Guide bietet eine 4-Schritte-Anleitung, um Ihre Organisation wirksam vor aktuellen Betrugsmaschen zu schützen. Kostenloses Anti-Phishing-Paket für Unternehmen sichern

Autonomer Ransomware-Schutz in Millisekunden

Sobald ein Angreifer die erste Verteidigungslinie überwunden hat, zählt jede Millisekunde. Moderne Ransomware-Schutzlösungen setzen daher auf kontinuierliche Verhaltensanalyse. Da 82 Prozent der heutigen Cyberangriffe malware-frei ablaufen, sind Datenbanken mit bekannten Schadprogrammen wirkungslos.

Die KI überwacht permanent Endgeräte-Aktivitäten und Speichernutzung. Erkennt sie ein abnormales Verschlüsselungsmuster oder unberechtigte Rechteausweitung, kann sie den kompromittierten Rechner innerhalb von Millisekunden vom Netzwerk isolieren. Diese schnelle Quarantäne ist entscheidend, um zu verhindern, dass die Erpressungssoftware wertvolle Datenbestände oder Cloud-Infrastrukturen erreicht. Zusätzlich setzen fortschrittliche Systeme auf KI-gesteuerte Täuschungstechnologien, die automatisierte Ransomware-Skripte in simulierte Umgebungen locken und so die Sicherheitszentrale alarmieren.

Das Wettrüsten ist in vollem Gange

Die Berichte zeigen eine fundamentale Wende: Cybersicherheit ist ein reines „KI gegen KI“-Wettrüsten. Die Angreifer nutzen KI nicht nur für ihre Angriffe, sie zielen auch gezielt auf die KI-Systeme der Unternehmen selbst ab. CrowdStrike dokumentiert Fälle, in denen Kriminelle bösartige Befehle in legitime generative KI-Tools bei über 90 Organisationen einschleusten.

Das bedeutet, dass KI-basierte Schutzlösungen sowohl das traditionelle Netzwerk als auch die internen KI-Workflows absichern müssen. Experten sind sich einig: Die Integration von künstlicher Intelligenz in die Sicherheitsarchitektur ist keine optionale Verbesserung mehr, sondern eine Überlebensfrage für Unternehmen. Wer weiter auf passive Überwachung setzt, wird systematisch ausmanövriert. Die Architekturen der Zukunft müssen aktiv, autonom und von KI orchestriert sein, um in dieser neuen Ära der Cyberkriminalität bestehen zu können.

Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

Hol dir den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.