Cresco Labs Aktie: Teurer Frieden
01.04.2026 - 21:03:16 | boerse-global.deCresco Labs hat den wochenlangen Arbeitskampf in Pennsylvania beigelegt und sich mit der Gewerkschaft auf spürbare Lohnerhöhungen geeinigt. Während dieser Kompromiss Ruhe an der Personalfront bringt, offenbaren die jüngsten Jahreszahlen eine tiefe Lücke in der Bilanz. Hohe Abschreibungen und ein schwieriges Marktumfeld belasten den Cannabis-Produzenten weiterhin.
Einigung nach dem Streik
Die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Teamsters Local 429 führten zu einem neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten der Sunnyside-Apotheke in Wyomissing. Nach einem Streik, der Ende Februar begann, sicherten sich die Mitarbeiter eine Lohnerhöhung von 12,5 Prozent sowie verbesserte Gesundheitsleistungen und mehr bezahlten Urlaub.
Für Cresco Labs beendet diese Einigung eine Phase der Unsicherheit an einem wichtigen Einzelhandelsstandort. Allerdings verdeutlicht der Abschluss auch den wachsenden Kostendruck in der gesamten US-Cannabisbranche, in der Arbeitnehmer zunehmend bessere Arbeitsbedingungen einfordern.
Abschreibungen belasten das Konzernergebnis
Parallel zur Einigung mit der Belegschaft präsentierte das Management die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Trotz eines operativen Cashflows von 27 Millionen Dollar im Schlussquartal verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 89 Millionen Dollar.
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Verantwortlich für dieses Minus waren primär nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen in Höhe von 93 Millionen Dollar, die das Geschäft im Bundesstaat New York betrafen. Die wichtigsten Kennzahlen des Geschäftsjahres 2025 im Überblick:
- Gesamtumsatz: 656 Millionen US-Dollar
- Nettoverlust: 140 Millionen US-Dollar
- Bereinigte EBITDA-Marge (Q4): 25 Prozent
- Barmittelbestand: 91 Millionen US-Dollar
- Langfristige Schulden: rund 311 Millionen US-Dollar
Strategische Neuausrichtung und regulatorische Hoffnung
Das Marktumfeld bleibt herausfordernd, da Cresco Labs den kalifornischen Markt verlassen hat und regulatorische Anpassungen in Michigan die Erlöse beeinflussen. Das Management rechnet für das erste Quartal 2026 mit einem Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorquartal.
Ein zentraler Hebel für die zukünftige Bewertung bleibt die mögliche Neueinstufung von Cannabis auf Bundesebene von „Schedule I“ zu „Schedule III“. Eine solche Reform würde die Steuerlast massiv senken. Um die Abhängigkeit vom US-Markt zu verringern, treibt das Unternehmen zudem die geografische Diversifizierung voran und ist Ende 2025 mit seiner Flaggschiffmarke in den deutschen Markt für medizinisches Cannabis eingestiegen.
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Am 20. Mai 2026 wird Cresco Labs die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Analysten rechnen aktuell mit einem Verlust pro Aktie zwischen 0,02 und 0,04 US-Dollar.
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