Commerzbank Aktie: Offerte fällt durch
18.03.2026 - 01:53:17 | boerse-global.deAuf der Branchenkonferenz von Morgan Stanley machte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp am Dienstag unmissverständlich klar: Das offizielle Tauschangebot der UniCredit ist aus Frankfurter Sicht unzureichend. Anstatt sich dem Vorstoß aus Mailand zu beugen, fordert das Management belastbare Details zu Synergien, konkrete Kostenstrukturen und eine grundlegend andere Verhandlungsbasis.
Bewertungsdiskrepanz sorgt für Unmut
Die Italiener offerieren derzeit 0,485 eigene Anteile für jede Commerzbank-Aktie. Das entspricht einem impliziten Wert von lediglich 30,80 Euro pro Papier und bewertet das Frankfurter Institut mit rund 35 Milliarden Euro. Orlopp stufte diese Prämie von mageren vier Prozent gegenüber dem letzten Freitagsschlusskurs umgehend als „sehr niedrig“ ein. Sie verwies stattdessen auf bankinterne Berechnungen, die einen fairen Wert von 37 Euro vorsehen.
Dass auch der Markt die aktuelle Offerte nicht als letztes Wort betrachtet, zeigt ein Blick auf die Kurstafel. Mit einem Schlusskurs von 32,41 Euro notiert der Titel bereits spürbar über dem impliziten Angebotspreis der UniCredit.
Konkurrenz nutzt die Unsicherheit
Während die beiden Institute über den Preis streiten, bringt sich die heimische Konkurrenz in Stellung. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing kündigte an, gezielt Kunden abwerben zu wollen, die durch die anhaltenden Fusionspläne verunsichert sind. Die Analystengemeinde positioniert sich derweil knapp oberhalb des aktuellen Kursniveaus:
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- RBC: Kursziel 37,00 Euro („Sector Perform“)
- Barclays: Kursziel 36,00 Euro („Equal Weight“)
- Warburg Research: Kursziel 34,80 Euro („Hold“)
Die rechtlichen Hürden für weitere Zukäufe der UniCredit schwinden allmählich. Da die Italiener über direkte Beteiligungen und Derivate bereits rund 30 Prozent kontrollieren und diese Schwelle demnächst offiziell überschreiten wollen, verlagert sich der Fokus auf den formellen Angebotszeitraum. Dieser ist für Mai bis Juni 2026 angesetzt, womit ein möglicher Abschluss der Transaktion frühestens im ersten Halbjahr 2027 auf der Agenda steht.
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