ComfortDelGro: Autonomer Shuttle kollidiert in Singapur
18.01.2026 - 09:00:12Ein selbstfahrender Shuttle des Transportriesen ComfortDelGro ist in Singapur mit einer Leitplanke kollidiert. Der Vorfall während einer Testfahrt stellt einen Rückschlag für das ehrgeizige autonome Fahrprogramm der Stadt dar.
Singapur – Der Unfall ereignete sich am Samstagnachmittag gegen 15:10 Uhr im Stadtteil Punggol. Das Fahrzeug, ein Gemeinschaftsprojekt von ComfortDelGro und dem autonomen Fahrspezialisten Pony.ai, befand sich in einer Mapping- und Testphase. An Bord war ein Sicherheitsfahrer, wie es die Vorschriften verlangen.
Laut Angaben des Unternehmens erfassten die Sensoren des Shuttles ein kleines, unidentifiziertes Objekt auf der Fahrbahn. Daraufhin übernahm der Sicherheitsfahrer manuell die Steuerung. Genau in diesem Übergabemoment streifte der Shuttle die Straßenteiler. Es entstand Sachschaden am Fahrzeug; Personen waren nicht an Bord und wurden nicht verletzt.
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Bilder des beschädigten Fahrzeugs verbreiteten sich schnell in sozialen Netzwerken. Der Vorfall wirft grundlegende Fragen auf: Wie sicher ist die Interaktion zwischen autonomer Technik und menschlicher Aufsicht?
Sofortige Sicherheitsüberprüfung eingeleitet
ComfortDelGro reagierte umgehend und verhängte ein „Safety Timeout“ für seine autonome Flotte. Die singapurische Verkehrsbehörde LTA bestätigte den Vorfall und kündigte eine gemeinsame, gründliche Untersuchung an. Der Testbetrieb, der Mitte Dezember 2025 begann, liegt nun vorerst auf Eis.
„Der Test dient genau dazu, die Fahrzeugtechnologie an die lokalen Gegebenheiten anzupassen“, so ein LTA-Sprecher. Die Ermittler werden den kritischen Wechsel vom autonomen Modus zur manuellen Steuerung genau analysieren. Wurde der Fahrer von der Situation überrumpelt? Oder versagte die Übergabeprotokoll?
Rückschlag für Singapurs autonome Zukunft
Der Zeitpunkt ist ungünstig. Singapur treibt die Einführung autonomer Shuttles als Zubringer zum öffentlichen Nahverkehr mit Nachdruck voran, auch um dem Fahrermangel zu begegnen. Punggol ist ein zentrales Pilotgebiet. Noch in diesem Quartal sollten dort erste fahrerlose Linien für die Bevölkerung starten.
Erst kürzlich hatte die LTA verkündet, dass ein anderer Dienst, betrieben vom Fahrdienstvermittler Grab, bereits über 10.000 Testkilometer sicher absolviert habe. Der nun verunglückte ComfortDelGro-Shuttle sollte eine weitere von drei geplanten Routen bedienen.
Was bedeutet das für die Technologie?
Der Vorfall liefert wertvolle – wenn auch unerwünschte – Daten. Er zeigt: Die größte Herausforderung liegt oft nicht in der reinen KI-Fahrleistung, sondern im nahtlosen Miteinander von Mensch und Maschine in unerwarteten Situationen. Diese Erkenntnisse sind für Regulierer und Entwickler weltweit relevant.
Für Singapurs langfristige Pläne dürfte der Zwischenfall nur eine temporäre Verzögerung bedeuten. Die Untersuchungsergebnisse werden jedoch entscheidend sein, um die Sicherheitsprotokolle zu schärfen und das öffentliche Vertrauen in die Technologie zu erhalten. Der Weg zum autonomen Fahren bleibt ein Lernprozess – manchmal auf die harte Tour.
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