Comeback-Fieber: Was geht bei The White Stripes?
19.02.2026 - 09:05:23Plötzlich sind The White Stripes wieder überall in deinem Feed: alte Live-Clips, neue Vinyl-Reissues, Jack-White-Interviews, TikToks mit "Seven Nation Army" im Stadion. Kein offizielles Comeback, aber die Gerüchte eskalieren – vor allem in Deutschland, wo der Stadion-Chant nie wirklich verschwunden ist. Viele fragen sich: Passiert da gerade wirklich was oder ist es nur Nostalgie 2.0?
Offizielle Seite von The White Stripes checken
Was sicher ist: Die Band, die Anfang der 2000er mit rot-weißem Minimalismus und Garage-Riffs alles zerlegt hat, ist 2026 wieder ein riesiges Thema. Und zwar nicht nur als Retro-Act, sondern als Referenz für eine ganze Welle junger Rockbands. Zeit, das Chaos zu sortieren: Was passiert gerade rund um The White Stripes, wie realistisch ist eine Reunion – und was würde das für Fans in Deutschland bedeuten?
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Offiziell haben sich The White Stripes schon 2011 getrennt. Seitdem: Funkstille als Band, aber maximaler Output von Jack White solo, plus Reissues und Archiv-Ausgrabungen über sein Label Third Man Records. In den letzten Monaten hat sich die Schlagzahl spürbar erhöht: neue limitierte Live-Alben aus den frühen 2000ern, farbiges Vinyl, Anniversary-Editionen und Social-Media-Posts, die gezielt in die Nostalgie-Herzgegend zielen.
Besonders spannend: In mehreren aktuellen Interviews betont Jack White, wie stolz er auf das Projekt The White Stripes ist und dass die Songs für ihn immer noch "lebendig" seien. Wörtliche Zusagen für eine Reunion gibt er nicht, aber die Art, wie er über die Band spricht, wirkt deutlich wärmer als noch vor ein paar Jahren, als er jede Comeback-Frage eher genervt abgebügelt hat. Diese Tonänderung heizt die Spekulationen extrem an.
Dazu kommt: Der Vinyl-Boom hält an, und The White Stripes gehören zu den Acts, die von Reissues massiv profitieren. Limitierte Pressungen von "White Blood Cells" oder "Elephant" sind regelmäßig in Minuten ausverkauft. Für Labels ist das ein Signal: Hier steckt immer noch eine extrem loyale Fanbase dahinter, die bereit ist, Geld auszugeben – eine perfekte Ausgangslage für größere Projekte wie Doku-Reihen, Konzertfilme oder eben eine ausgewählte Reihe von Reunion-Shows.
Für deutsche Fans ist das alles besonders interessant, weil der Song, der sie weltweit unsterblich gemacht hat, ausgerechnet hier ein zweites Leben bekommen hat: "Seven Nation Army" als Stadionhymne. Ob Bundesliga, DFB-Pokal, EM oder WM – der Riff ist fester Bestandteil der Fußballkultur. Jedes große Turnier holt den Namen The White Stripes automatisch zurück in die Schlagzeilen. Je näher ein großes Fußballereignis rückt, desto öfter tauchen Forderungen auf Social Media auf: "Holt The White Stripes für die Eröffnungsfeier!" oder "Lasst Jack White den Song live im Stadion spielen!"
Parallel dazu ziehen deutsche Festivals eine klare Linie zurück zu Gitarrenmusik. Nach EDM- und Cloud-Rap-Wellen sind Slots für Garage-Rock, Indie und Punk wieder gefragt. Junge Bands zitieren offen The-White-Stripes-Riffs, spielen Cover in ihren Sets oder kopieren bewusst die minimalistische Zwei-Personen-Ästhetik. Wenn Booker und Veranstalter merken, wie stark der Name The White Stripes immer noch triggert, wächst automatisch der Druck, irgendwann ein echtes Angebot für exklusive Reunion-Shows auf den Tisch zu legen.
Offizielle Tourdaten gibt es Stand jetzt zwar nicht, aber auffällig viele Brancheninsider sprechen von "offenen Türen". Labelseitig wären Sonderprojekte mit Sicherheit machbar, die Nachfrage ist offensichtlich. Für Deutschland besonders relevant: Die starke Verbindung aus Rock- und Fußballkultur, plus die traditionell gut laufenden Vinylverkäufe hierzulande, machen den Markt extrem attraktiv. Wenn irgendwo in Europa eine limitierte White-Stripes-Rückkehr stattfinden würde, wären Berlin, Hamburg, Köln oder München ganz vorne im Gespräch.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Weil es keine aktuellen White-Stripes-Touren gibt, schauen Fans auf alte Setlists und versuchen daraus abzuleiten, wie eine mögliche Show 2026 aussehen könnte. Wer sich alte Konzertmitschnitte anschaut, merkt schnell: Die Band war nie eine "Wir spielen das Album genau wie auf Platte"-Truppe. Die Abende lebten von roher Energie, spontanen Abkürzungen, Tempo-Wechseln und wilden Medleys.
Klassische Set-Opener in den 2000ern waren oft rasante Tracks wie "Dead Leaves and the Dirty Ground" oder "Black Math". Kaum Licht, keine große Video-Wand, dafür Jack White mit verzerrter Gitarre und Meg White an diesem bewusst simplen, aber extrem markanten Schlagzeug. Songs wie "Fell in Love with a Girl" wurden gern in atemlosen, kurzen Explosionen rausgehauen, während Balladen wie "We Are Going to Be Friends" für diese fast peinlich ehrlichen, ruhigen Momente sorgten.
In der Mitte eines hypothetischen 2026er-Sets würden wahrscheinlich die großen Album-Momente sitzen: "Hotel Yorba", "The Hardest Button to Button", "Blue Orchid" und "My Doorbell". Spannend wäre auch, wie Jack White seine Solokarriere integriert. Viele Fans spekulieren darauf, dass er einzelne Solo-Hits wie "Lazaretto" oder "Sixteen Saltines" in ein White-Stripes-Set schmuggeln könnte – vielleicht in reduzierten Versionen, angepasst an das Minimal-Konzept der Band.
Der unvermeidliche Peak jeder Show wäre natürlich "Seven Nation Army". Früher tauchte der Song oft eher gegen Ende des Sets auf, aber nicht immer als letzte Nummer. Eine moderne Version würde wahrscheinlich mit dem Publikum verschmelzen. Man kann sich ziemlich gut vorstellen, wie ein deutsches Publikum den "Oh-oh-oh-oh-oh-oh-oh"-Chant komplett übernimmt, während Jack White den Riff verzögert, variiert oder kaputt verzerrt. Ein Moment, in dem Konzert- und Stadionkultur komplett ineinander greifen.
Atmosphärisch sind The-White-Stripes-Shows weit weg von perfekt durchchoreografierten Pop-Spektakeln. Keine zehn Kostümwechsel, kein Tänzer:innenheer, sondern Schweiß, Feedback, spontane Jams. Die rot-weiße Farbwelt zieht sich durch Instrumente, Outfits und Licht – mehr braucht es eigentlich nicht. Wer moderne Produktionen mit LED-Fluten gewohnt ist, muss sich umgewöhnen: Hier dominiert ein starkes, manchmal chaotisches Bühnenbild, das die Musik nach vorn drückt, statt sie zu überlagern.
Von alten Setlists lässt sich auch ableiten, wie flexibel die Band mit ihrem Material umgeht. "Ball and Biscuit" wächst live gern zu einem langen Blues-Monster mit Gitarrensoli aus, "I Just Don't Know What to Do with Myself" (Dusty-Springfield-Cover) wird zu einem der emotionalen Zenitpunkte. Gleichzeitig bleibt Platz für spontane Covers – von Dolly Parton bis Bob Dylan war schon alles dabei. Für eine Europatour 2026 würden Fans sicher lokale Überraschungen erwarten, vielleicht ein deutscher Klassiker in ruppiger Garage-Version.
Unterm Strich: Wer auf eine mögliche Rückkehr hofft, sollte sich weniger einen perfekt geplanten 90-Minuten-Blockbuster vorstellen, sondern eher einen unberechenbaren, lauten und sehr direkten Abend. Kein Nostalgie-Schmusekurs, sondern ein energiegeladener Abriss, der zeigt, warum zwei Menschen auf einer Bühne manchmal mehr Wucht entfalten können als zehn.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
In den Kommentarspalten auf Reddit, TikTok und X (Twitter) herrscht seit Monaten Ausnahmezustand. Jedes neue Jack-White-Interview, jede Third-Man-Records-Ankündigung wird seziert: "Klingt das nach Abschied von der Solo-Ära?", "Warum rückt er die White-Stripes-Zeit plötzlich so in den Vordergrund?". Ein häufiger Fan-Take: Jack White hat seine Solo-Phase kreativ ausgereizt und könnte Lust haben, das ikonischste Projekt seiner Karriere noch einmal bewusst zu feiern.
Eine populäre Theorie auf Reddit: Die verstärkte Reissue-Welle und das clevere Merch-Markenbuilding rund um The White Stripes seien nicht nur Cashgrab, sondern ein "Stresstest" für die Marke. Sprich: Man schaut, wie groß das globale Echo noch ist, wie schnell limitierte Releases verschwinden und wie viele jüngere Fans zwischen 16 und 25 überhaupt noch aktiv auf The-White-Stripes-Content reagieren. Die extrem guten Zahlen würden dann die Grundlage liefern, um Promoter und Sponsoren von einer begrenzten Reunion-Tour zu überzeugen.
Besonders in Deutschland taucht immer wieder eine spezifische Hoffnung auf: ein einmaliger Auftritt bei einem großen Turnier oder Event, zum Beispiel im Rahmen einer EM- oder WM-Eröffnung, eines DFB-Pokalfinals oder eines großen City-Festivals. Die Idee: "Seven Nation Army" dort live zu spielen, wo der Song seit Jahren Dauergast ist – im Stadion. Entsprechende TikToks mit zusammengeschnittenen Fanchören gehen regelmäßig viral, unterlegt mit Überschriften wie "Stell dir vor, Jack White steht jetzt mittendrin".
Ein weiterer Dauerbrenner in den Fan-Diskussionen: Wie würde eine Reunion aussehen, wenn Meg White nicht zurück auf die Bühne möchte? Sie hält sich seit Jahren komplett aus der Öffentlichkeit heraus, und genau das macht sie noch mysteriöser. Manche Fans sagen: Ohne Meg keine echten White Stripes, Punkt. Andere sind kompromissbereiter und schlagen vor, dass Jack White die Songs mit einer Gast-Drummerin oder einem Gast-Drummer spielt, während Meg vielleicht nur als kreativer Kopf im Hintergrund auftaucht oder sich auf einzelne Spezialauftritte beschränkt.
Die Ticket-Diskussion startet, obwohl es noch gar keine Tickets gibt. Viele beobachten, was in den letzten Jahren bei großen Reunion-Touren passiert ist: Dynamic Pricing, absurd teure VIP-Pakete, Bots, die ganze Kontingente leersaugen. Die Angst, dass ein White-Stripes-Comeback in derselben Schiene landen könnte, ist groß. In Fan-Threads wird immer wieder gefordert, dass Jack White – der sich oft als Vinyl-Romantiker und Gegner von seelenlosem Musikbusiness positioniert – hier ein Zeichen setzt: feste Preisobergrenzen, kein Dynamic Pricing, harte Limits pro Kopf, vielleicht sogar analoger Vorverkauf über Indie-Plattenläden.
Spannend ist auch, wie sehr junge Fans sich in diese Debatten einklinken. Auf TikTok kursieren Clips von Kids, die The White Stripes erst über Stadionchöre entdeckt haben und jetzt komplett im Backkatalog versinken. Kommentar darunter: "Ich war noch nicht mal geboren, als "Elephant" rauskam, aber wieso klingt das frischer als vieles, was gerade im Radio läuft?". Die Vorstellung, dass eine Generation, die von Streaming sozialisiert wurde, für einen Gitarren-Duo-Act in analogen Farben Schlange stehen würde, gibt der ganzen Gerüchteküche einen zusätzlichen Kick.
Fakt ist: Vieles davon bleibt Spekulation. Aber die Dichte an Indizien, Nostalgie-Wellen, Merchandise-Strategien und subtilen Interview-Aussagen schafft ein Umfeld, in dem eine Reunion nicht mehr wie ein völlig unrealistischer Wunschtraum wirkt, sondern wie eine Option, über die zumindest ernsthaft nachgedacht wird. Und genau diese Grauzone zwischen Wunsch und Realität hält die Fanbase gerade in Dauererregung.
Alle Daten auf einen Blick
Offizielle neue Tourdaten gibt es aktuell nicht. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Eckpunkte der Bandgeschichte, die für deutsche Fans interessant sind – von zentralen Albumveröffentlichungen bis zu legendären Tourstationen in Europa.
| Jahr | Ereignis | Ort/Region | Kommentar für Fans |
|---|---|---|---|
| 1999 | Debütalbum "The White Stripes" | USA (Release weltweit importiert) | Der raue, bluesige Startschuss – wichtig für alle, die die Anfänge verstehen wollen. |
| 2001 | Album "White Blood Cells" | International | Durchbruch im Indie-Bereich, erste größere Touren in Europa folgen. |
| 2002 | Erste größere Europa-Tour | Mehrere EU-Länder, inkl. Deutschland | Kultstatus in kleinen Clubs und Hallen – viele Fans feiern diese Shows heute noch. |
| 2003 | Release von "Elephant" mit "Seven Nation Army" | Weltweit | Das Album, das alles verändert hat – Grundlage für den späteren Stadion-Hit. |
| 2004–2007 | Diverse Festival-Auftritte in Europa | u.a. UK, Benelux, Skandinavien, Deutschland | Die Hochphase als Live-Band, viele legendäre Festival-Sets. |
| 2007 | Album "Icky Thump" | Weltweit | Das letzte Studioalbum der Band, härter und experimenteller. |
| 2011 | Offizielle Auflösung der Band | Statement über Website | Formelles Ende, aber Backkatalog und Mythos wachsen weiter. |
| 2020er | Mehrere Reissues & Live-Archivveröffentlichungen | Global, teils limitierte Europa-Kontingente | Sammelphase: Vinyl-Fans und Neueinsteiger:innen greifen zu. |
| 2026 | Intensive Reunion-Gerüchte & verstärkte Präsenz | Online & Social Media weltweit | Kein offizielles Comeback, aber die Debatte ist so laut wie nie. |
Häufige Fragen zu The White Stripes
Um den aktuellen Hype besser einzuordnen, haben wir die wichtigsten Fragen gesammelt, die Fans in Deutschland gerade besonders oft stellen – und beantworten sie ausführlich.
1. Sind The White Stripes offiziell wieder zusammen?
Nein, Stand jetzt sind The White Stripes offiziell weiterhin aufgelöst. Die Ankündigung von 2011 wurde nie zurückgenommen. Was sich geändert hat, ist vor allem die öffentliche Wahrnehmung: Die Band wirkt präsenter denn je, obwohl sie als aktive Einheit nicht existiert. Das liegt an mehreren Faktoren: Reissues, Social-Media-Aktivität, Jack-White-Interviews und der anhaltenden Stadionpräsenz von "Seven Nation Army".
Viele Fans verwechseln Jack-White-Solo-News mit Band-News. Er ist einer der produktivsten Rockmusiker seiner Generation, veröffentlichte mehrere Soloalben, Kollaborationen und Live-Mitschnitte. Wenn er auf der Bühne einen White-Stripes-Song spielt, heizt das automatisch die Spekulationen an, bedeutet aber noch lange keine Reunion. Trotzdem: Dass er das Material weiterhin live performt, zeigt, dass er die Bandgeschichte nicht begraben möchte.
2. Wie realistisch ist eine Reunion-Tour in Deutschland?
Rein wirtschaftlich betrachtet: sehr realistisch. Einzige Frage: Wollen die Beteiligten das überhaupt? Die Nachfrage wäre enorm – gerade in Deutschland, wo die Verbindung aus Rock- und Fußballkultur dem Projekt eine zusätzliche Dimension gibt. Theoretisch könnten sie wenige, sorgfältig ausgewählte Arena- oder Festivalshows spielen und damit die komplette Tour in kürzester Zeit ausverkaufen.
Die offenen Punkte sind eher emotional und künstlerisch. Jack White muss Lust haben, wieder in dieses alte Rollenbild zurückzukehren, und Meg White müsste zustimmen, zumindest für einen Teil der Shows zurückzukommen. Beide haben sich in der Vergangenheit immer wieder bewusst gegen den bloßen Nostalgie-Zirkus positioniert. Wenn es passiert, dann eher als besonderes, einmaliges Projekt mit klarer künstlerischer Klammer – zum Beispiel ein Jubiläum bestimmter Alben oder eine streng limitierte "Celebration of The White Stripes"-Tour.
3. Warum ist "Seven Nation Army" gerade in Deutschland so groß?
Die kurze Antwort: Fußball. Der Riff ist simpel, einprägsam und perfekt zum Singen, auch ohne Text. In Deutschland hat sich der Song über Fankurven, Kneipen und Public-Viewing-Events verbreitet und irgendwann den Status einer inoffiziellen Stadionhymne erreicht. Spätestens seit internationalen Turnieren mit starker deutscher Beteiligung ist die Melodie praktisch überall.
Spannend: Viele jüngere Fans kannten die Band ursprünglich gar nicht, sondern nur den Riff aus dem Stadion. Erst durch Social Media und Streaming haben sie dann entdeckt, dass dahinter eine komplette Diskografie mit deutlich rougherer, kantigerer Musik steckt. Für The White Stripes bedeutet das: Sie sind gleichzeitig Underground-Ikonen und Mainstream-Phänomen – je nachdem, ob du sie von ihren Alben oder vom Fußballplatz her kennst.
4. Was macht Meg White heute?
Offiziell: nichts Öffentliches. Meg White hält sich seit Jahren komplett aus dem Rampenlicht heraus. Es gibt nur wenige Fotos oder Berichte, was sie aktuell macht, und das ist auch bewusst so. Sie gilt als jemand, der mit Fame nicht viel anfangen kann und der lieber in Ruhe lebt, statt sich permanent medial auszustellen.
Gerade diese Abwesenheit macht sie für viele Fans so faszinierend. Während andere Drummer:innen eigene Marken aufbauen oder Solo-Karrieren forcieren, bleibt Meg White die Anti-Persona: jemand, der seinen Einfluss auf moderne Rockmusik enorm vergrößert hat, ohne ihn ständig erklären oder verkaufen zu wollen. Für eine mögliche Reunion wäre ihre Haltung entscheidend. Viele Fans betonen, dass sie nur dann Tickets kaufen würden, wenn sie wirklich selbst das Gefühl haben, Meg ist freiwillig und mit Spaß dabei.
5. Wie steige ich 2026 am besten in die Musik von The White Stripes ein?
Wenn du komplett neu bist, ist "Elephant" immer noch der beste Einstieg. Das Album trägt den größten Hit ("Seven Nation Army"), zeigt aber gleichzeitig die Bandbreite von ruhigen Momenten wie "I Just Don't Know What to Do with Myself" bis zu krachigen Tracks wie "Black Math". Danach lohnt sich ein Blick zurück auf "White Blood Cells" – das Album, mit dem sie im Indie-Bereich explodiert sind.
Für alle, die es noch roher mögen, ist das selbstbetitelte Debüt spannend. Blues, Lo-Fi-Sound, deutlich kantiger als alles, was danach kam. Wenn du verstehst, wo die Band angefangen hat, wirkt der spätere Erfolg noch beeindruckender. Und wer sich für Experimente interessiert, sollte "Icky Thump" hören – da geht es in Richtung Psychedelic, seltsame Arrangements, härtere Riffs. Parallel lohnt sich auch ein Abstecher in Jack Whites Soloarbeiten, um zu checken, wie sich sein Songwriting nach dem Ende der Band weiterentwickelt hat.
6. Warum gelten The White Stripes heute als so einflussreich?
Weil sie gezeigt haben, dass weniger wirklich mehr sein kann. In einer Zeit, in der viele Rockproduktionen immer größer, dichter und teurer wurden, haben The White Stripes bewusst reduziert: Zwei Personen, eine Gitarre, ein Schlagzeug, starke Farben, simple, aber einprägsame Riffs. Das hat nicht nur musikalisch, sondern auch visuell eine komplette Ära geprägt.
Viele aktuelle Garage-, Indie- und Punk-Bands beziehen sich direkt auf diesen Ansatz. Ob es kleinere Duos in Berliner Kellerclubs oder internationale Acts auf großen Festivals sind – das Prinzip "Wir brauchen nicht viel, um laut und überzeugend zu sein" lässt sich klar zurückverfolgen. Dass das Ganze dann auch noch in die Popkultur durchgeschlagen hat (Werbung, Sport, Memes), macht ihren Einfluss noch größer. Sie sind beides: Lieblingsband von Gitarrennerds und Soundtrack für Massenmomente.
7. Was heißt das alles für Fans in Deutschland in den nächsten Jahren?
Du solltest mit allem rechnen, aber dich auf nichts verlassen. Realistisch ist, dass es weitere Reissues, möglicherweise Dokus, Konzertfilme oder spezielle Editionen geben wird, die gezielt den europäischen Markt ansprechen. Vinyl-Shops und Indie-Stores in deutschen Städten werden weiterhin exklusive oder limitierte Pressungen bekommen, die schnell weg sind – wer sammeln will, muss aufmerksam bleiben.
Bei Live-Shows hängt alles an der Entscheidung der Band. Wenn eine Reunion kommt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Deutschland Teil dieses Plans ist – allein wegen der Stadionhymnen-Dimension. Wenn nicht, bleibt The White Stripes trotzdem ein fester Teil der Popkultur hier: in Fankurven, Playlists, DJ-Sets, TikTok-Sounds und dem Selbstverständnis vieler junger Gitarrenbands. Für dich heißt das: Du kannst die Band auch ohne Comeback extrem intensiv erleben – nur eben nicht zwingend in einer Arena vor der Bühne.
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen. Jetzt kostenlos anmelden
@ ad-hoc-news.de
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.


