Comdirect-Kunden, Visier

Comdirect-Kunden im Visier: Neue SMS-Anruf-Falle raubt Bankdaten aus

07.02.2026 - 16:31:11

Kriminelle nutzen gefälschte SMS und manipulierte Telefonnummern, um Bankdaten zu stehlen. Verbraucherschützer warnen vor der perfiden Kombination aus digitalem und telefonischem Betrug.

Eine perfide Kombination aus SMS-Phishing und gefälschten Telefon-Hotlines verunsichert derzeit deutsche Bankkunden. Kriminelle erbeuten so Passwörter, TANs und Geld. Verbraucherschützer und Institute schlagen Alarm.

So locken die Betrüger ihre Opfer in die Falle

Am Anfang steht eine täuschend echte SMS, die angeblich von der Hausbank kommt. Sie warnt vor einer Kontosperrung oder verdächtigen Transaktion. Statt eines Links enthält sie eine Telefonnummer zur sofortigen Klärung. Wer anruft, landet bei einem geschulten Betrüger.

Diese Masche umgeht viele Phishing-Filter und nutzt die Sorge der Menschen geschickt aus. Eine aktuelle Angriffswelle traf kürzlich Kunden der Comdirect. Die Täter geben sich am Telefon als Sicherheitsexperten der Bank aus.

Der perfide Anruf: Druck, Dramatik und Datenklau

Am Telefon bauen die Kriminellen gezielt Druck auf. Sie schildern dramatische Szenarien, etwa einen „live stattfindenden“ Kontozugriff, den nur das Opfer sofort stoppen könne. Oft nutzen sie Caller ID Spoofing – die echte Banknummer erscheint im Display.

Ein verbreiteter Trick: Die Täter behaupten, eine betrügerische Überweisung müsse „storniert“ werden. In Wahrheit lassen sie das Opfer eine von ihnen selbst initiierte Transaktion mit einer TAN freigeben. Echte Bankmitarbeiter fragen niemals unaufgefordert nach solchen Daten.

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Drei goldene Regeln für Ihren Schutz

Die Angriffe werden professioneller. Diese Grundregeln schützen Sie wirksam:

  • Ignorieren und auflegen: Rufen Sie niemals Nummern aus verdächtigen SMS an. Legen Sie sofort auf, wenn ein angeblicher Bankmitarbeiter sensible Daten abfragt.
  • Offizielle Wege nutzen: Bei Unsicherheit kontaktieren Sie Ihre Bank nur über bekannte Kanäle – die Nummer auf Ihrer Karte oder die offizielle Website.
  • Geheimcodes schützen: Geben Sie Passwörter, PINs oder TANs niemals am Telefon preis. Keine seriöse Stelle wird danach fragen.

Warum diese Masche so erfolgreich ist

Sicherheitsexperten sehen in der Kombination aus SMS und Telefon eine besonders gefährliche Entwicklung. Während viele Nutzer E-Mail-Phishing erkennen, wirkt der direkte, persönliche Anruf überzeugender. Die Täter passen ihre Methoden laufend an.

Die Bedrohung bleibt hoch. Verbraucherschützer raten zu anhaltender Wachsamkeit und empfehlen, sich regelmäßig über aktuelle Warnungen zu informieren. Im Ernstfall muss sofort die Bank informiert und Anzeige erstattet werden.

@ boerse-global.de