Coinbase, Aktie

Coinbase Aktie: Milliarden-Einnahmen auf dem Spiel

20.03.2026 - 23:35:17 | boerse-global.de

Ein neues US-Gesetz könnte Coinbase die Zinszahlungen für Stablecoins verbieten und damit eine der größten Einnahmequellen des Kryptounternehmens gefährden.

Coinbase Aktie: Milliarden-Einnahmen auf dem Spiel - Foto: über boerse-global.de
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Der US-Kongress debattiert gerade ein Gesetz, das direkte Auswirkungen auf eine der am schnellsten wachsenden Einnahmequellen von Coinbase haben könnte. Im Zentrum steht der sogenannte CLARITY Act — und die Frage, ob Stablecoin-Anbieter ihren Nutzern künftig noch Zinsen oder Prämien zahlen dürfen.

Was der CLARITY Act für Coinbase bedeutet

Stablecoins, allen voran der USD Coin (USDC), sind für Coinbase längst mehr als ein Randprodukt. Im Jahr 2025 spülten sie 1,35 Milliarden Dollar in die Kasse — nach 910 Millionen im Vorjahr und damit die zweitgrößte Einnahmequelle des Unternehmens überhaupt.

Der CLARITY Act, der seit Januar im Kongress feststeckt, soll einen regulatorischen Rahmen für Stablecoins schaffen. Der Knackpunkt: Darf die Rendite aus den Reserven, die diese Token absichern, an Nutzer weitergegeben werden? Banken und ein Teil der Gesetzgeber wollen das verbieten. JPMorgan und Bank of America verweisen auf eine Studie des US-Finanzministeriums, wonach verzinsliche Stablecoins den Banken bis zu 6,6 Billionen Dollar an Einlagen kosten könnten.

Coinbase und andere Kryptounternehmen argumentieren dagegen, dass ein Zinsverbot die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Stablecoins global schwächen würde. CEO Brian Armstrong räumte ein, ein solches Verbot könnte Coinbase sogar profitabler machen — auf Kosten der Nutzer.

Schlupflöcher und Szenarien

Selbst wenn strenge Zinsgrenzen kommen, muss das nicht das Ende der Nutzerbindung über USDC bedeuten. Der aktuelle Gesetzesentwurf verbietet Zinszahlungen durch Emittenten, lässt aber Raum für Prämien, Cashback oder aktivitätsbasierte Anreize durch Handelsplattformen. Analyst Owen Lau sieht darin eine Möglichkeit für Coinbase, Kunden weiterhin zum Halten und Nutzen von USDC zu motivieren — was wiederum die Marktkapitalisierung des Stablecoins stützen und die gemeinsamen Einnahmen mit dem USDC-Emittenten Circle erhöhen würde.

Die USDC-Marktkapitalisierung liegt aktuell bei über 81 Milliarden Dollar, das monatliche Transaktionsvolumen überstieg zuletzt 6,2 Billionen Dollar. Coinbase profitiert davon direkt über seine Partnerschaft mit Circle.

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Insider-Verkauf und Kurserholung

Parallel zur regulatorischen Debatte verkaufte CFO Alesia Haas am 16. März 9.950 Aktien der Klasse A zu rund 202 Dollar — im Rahmen eines vorher festgelegten 10b5-1-Plans, der bereits im September 2025 aufgesetzt wurde. Anschließend hält sie noch 387.221 Aktien.

Die Coinbase-Aktie hatte sich im März von ihren Jahrestiefs deutlich erholt, zeitweise um rund 50 Prozent — ein Anstieg, der auch durch starke Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs gestützt wurde. Als größter Verwahrer im Krypto-ETF-Markt profitiert Coinbase unmittelbar von solchen Kapitalströmen.

Drei mögliche Ausgänge

Ob der CLARITY Act mit oder ohne Zinsregelung verabschiedet wird — oder gar scheitert — entscheidet maßgeblich über Coinbases Einnahmepfad in der zweiten Jahreshälfte 2026. Coinbase verfolgt deshalb zwei Wege gleichzeitig: die Gesetzgebungsroute und eine Banklizenz über das Office of the Comptroller of the Currency. Kommt der CLARITY Act mit Zinserlaubnis, öffnet das Stablecoins als direkte Konkurrenz zu Bankprodukten. Kommt er ohne, gibt es regulatorische Klarheit — aber ohne das Werkzeug, das Banken am meisten fürchten. Scheitert er ganz, rückt die OCC-Lizenz als wichtigster Weg zur bundesweiten Legitimität in den Vordergrund.

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