Coinbase Aktie: Alles bröckelt gleichzeitig
13.04.2026 - 10:48:52 | boerse-global.deSchwache Handelsvolumina, ein Boardmitglied das geht, eine Herabstufung von Barclays und eine wegweisende Senatsdebatte über Stablecoin-Erträge — Coinbase steht vor seinem Q1-Bericht unter Druck von mehreren Seiten gleichzeitig.
Barclays sieht kaum Luft nach oben
Am 8. April stufte Barclays die Aktie von „Equalweight" auf „Underweight" herab und kappte das Kursziel von 148 auf 140 US-Dollar. Begründung: Das Handelsvolumen im ersten Quartal war trotz einer kurzen Erholung im Februar insgesamt schwach. Der durchschnittliche Tagesumsatz im März fiel auf den niedrigsten Stand seit September 2024 — und der April zeigt bislang keine Besserung.
Auf Basis dieser Daten erwartet Barclays ein bereinigtes EBITDA, das rund 24 % unter dem Marktkonsens liegt. Zudem zweifelt die Bank an der strategischen Stoßrichtung: Coinbase will sich zur Universalbörse entwickeln und plant unter anderem den Einstieg in den Aktienhandel. Barclays sieht dort jedoch kaum Wettbewerbsvorteile — Aktienhandel sei ein Niedrigmargengeschäft, und im Bereich Vorhersagemärkte drängen Anbieter wie Kalshi und Polymarket bereits aggressiv vor.
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Das steht im deutlichen Kontrast zur breiten Wall-Street-Stimmung: 21 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, nur zwei raten zum Verkauf. Goldman Sachs hält an einem Kursziel von 225 Dollar fest, Rothschild & Co. empfiehlt den Kauf mit Ziel 254 Dollar, Bernstein sogar mit 330 Dollar.
Regulierung und Boardwechsel als Zusatzbelastung
Einen Tag vor der Barclays-Herabstufung wurde bekannt, dass Paul Clement dem Coinbase-Board nicht mehr zur Wiederwahl stellt. Clement, ehemaliger U.S. Solicitor General und einer der erfahrensten Anwälte vor dem Supreme Court, scheidet regulär mit Ablauf seiner Amtszeit auf der Hauptversammlung 2026 aus. Der Verwaltungsrat schrumpft daraufhin von zehn auf neun Mitglieder.
Zeitgleich rückt eine legislative Weichenstellung näher. Nach der Osterpause debattiert der US-Senat den sogenannten CLARITY Act — ein Gesetz, das unter anderem regelt, ob Kryptoplattformen ihren Kunden weiterhin Erträge auf Stablecoin-Bestände auszahlen dürfen. Diese Erträge machten im dritten Quartal 2025 rund ein Fünftel von Coinbases Gesamtumsatz aus. Der Ausgang der Verhandlungen gilt als tendenziell bankenfreundlich. Ein Wegfall der Stablecoin-Renditen würde kurzfristig den Marktanteil von Coinbase stärken, langfristig aber einen wichtigen Anreiz für Privatanleger beseitigen.
Gewinnschätzungen unter Druck
Die globalen Krypto-Handelsvolumina sind auf den niedrigsten Stand seit Ende 2023 gefallen. Die Gewinnschätzungen für Coinbase spiegeln das wider: Die Prognosen für den Gewinn je Aktie im Gesamtjahr 2026 wurden in den vergangenen 30 Tagen um 41 % gesenkt, die Schätzungen für 2027 um 33 %. Anfang Mai legt Coinbase seinen Q1-Bericht vor — dann wird sich zeigen, ob das institutionelle Wachstum die Schwäche im Kerngeschäft zumindest teilweise kompensieren kann.
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