Coco, Roboter

Coco 2: Neuer Roboter soll Lieferverkehr revolutionieren

02.03.2026 - 09:09:44 | boerse-global.de

Coco Robotics stellt den vollautonomen Lieferroboter Coco 2 vor, der dank KI und Radwegzulassung die Logistik revolutionieren soll. Der Markt für autonome Boten wird bis 2035 massiv wachsen.

Coco 2: Neuer Roboter soll Lieferverkehr revolutionieren - Foto: über boerse-global.de
Coco 2: Neuer Roboter soll Lieferverkehr revolutionieren - Foto: über boerse-global.de

Coco Robotics startet mit einem vollautonomen Roboter in den globalen Wettlauf um die letzte Meile. Das neue Modell ist wetterfest und darf auch auf Radwegen fahren.

Die Fußgängerzonen und Straßen großer Städte werden sich bald mit einer neuen Generation autonomer Boten füllen. Das US-Start-up Coco Robotics hat den Coco 2 vorgestellt – einen Lieferroboter, der einen strategischen Sprung von ferngesteuerten Systemen zur Vollautonomie markiert. Das robustere Gefährt navigiert mit hochentwickelter KI durch komplexe urbane Umgebungen und expandiert damit vom reinen Essenslieferanten zum universellen Logistikpartner. Der Markt für solche Roboter soll bis 2035 von rund 891 Millionen Euro auf über 11,3 Milliarden Euro explodieren.

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Vollautonomie dank Millionen-Kilometer-Daten

Der technologische Kern des Coco 2 ist seine Unabhängigkeit. Statt von Menschen ferngesteuert zu werden, trifft er eigene Navigationsentscheidungen. Möglich macht das eine verbesserte Sensorik mit Front-Lidar und leistungsstarker Hardware von Nvidia. Entscheidend ist jedoch der gewaltige Datenschatz: Coco's Flotte hat bereits Millionen Kilometer in amerikanischen Städten zurückgelegt – von überfluteten Straßen in Miami bis zu Schneechaos in Chicago.

Diese reale Erfahrung schult die künstliche Intelligenz in einer kontinuierlichen Feedback-Schleife. Das Ergebnis ist ein widerstandsfähiger Roboter, der vollständig wasserdicht ist und mit Spezialreifen für Schnee ausgerüstet werden kann. So soll die Lieferkette selbst bei extremem Wetter stabil bleiben, wenn menschliche Kurierdienste ausfallen.

Radwege halbieren die Lieferzeiten

Eine strategische Neuerung ist die erweiterte Betriebserlaubnis. Der Coco 2 darf nicht nur auf Gehwegen fahren, sondern auch auf Radwegen und Seitenstreifen, sofern es die lokalen Vorschriften erlauben. Nach Unternehmensangaben könnte das viele Lieferzeiten um die Hälfte reduzieren. Diese Flexibilität verwandelt den Roboter von einem einfachen Essensboten in eine vielseitige Logistikplattform.

Diese Entwicklung wird von der Gesetzgebung begleitet. Der US-Bundesstaat Tennessee verabschiedete Ende Februar 2026 ein Gesetz, das den Betrieb von Robotern auf Radwegen explizit erlaubt – ein Rahmen, den Coco gezielt nutzen will. Das Ziel: Nicht nur Restaurants, sondern auch Apotheken, Supermärkte und Einzelhändler mit größeren und vielfältigeren Waren beliefern.

Heiß umkämpfter Markt mit globalen Playern

Coco expandiert in einen hart umkämpften Markt. Die Konkurrenz schläft nicht: Serve Robotics, ein Spin-off von Uber, setzte Ende 2025 über 2.000 Roboter in US-Großstädten ein. Der globale Marktführer Starship Technologies hat bereits über neun Millionen Lieferungen in mehr als 270 Locations weltweit absolviert. Dessen Flotte von über 2.000 Robotern operiert mit Level-4-Autonomie in sechs Ländern.

Der Druck, emissionsfreie und kostengünstige Lieferlösungen anzubieten, treibt die Innovation voran. Während der Lebensmittel- und Getränkesektor den Markt derzeit dominiert, wird das stärkste Wachstum für Roboter mit höherer Traglast erwartet – ideal für den Einzelhandel oder die Gesundheitsversorgung.

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Die größte Hürde: Ein Flickenteppich an Vorschriften

Coco plant, die Flotte bis Jahresende auf Tausende Einheiten weltweit auszubauen. Die größte Herausforderung für die gesamte Branche bleibt jedoch die regulatorische Landschaft. Während Staaten wie Virginia und Tennessee förderliche Gesetze erlassen haben, gehen andere Regionen wie Washington, D.C., deutlich vorsichtiger vor. Sie fordern umfassende Regeln für die gemeinsame Nutzung von Gehwegen.

Der globale Erfolg hängt also nicht nur von der Technologie ab. Unternehmen müssen beweisen, dass ihre Roboter sicher, zuverlässig und ein Gewinn für die Städte sind. Gleichzeitig arbeiten sie am Image: Die Designs sollen freundlich und unbedrohlich wirken, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Parallel entstehen neue Jobprofile für Techniker und Remote-Monitore, die die wachsenden Flotten überwachen.

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