Cochrane-Review, Intervallfasten-Hype

Cochrane-Review entzaubert Intervallfasten-Hype

18.02.2026 - 13:00:12 | boerse-global.de

Eine Cochrane-Analyse zeigt, dass die reine Kalorienreduktion entscheidender ist als der Essenszeitpunkt. Zugleich rücken Muskelaufbau bei Medikamenten und pflanzenbetonte Ernährung in den Fokus.

Intervallfasten ist nicht effektiver als klassische Kalorienreduktion. Das ist das klare Ergebnis einer neuen Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration, die am Montag veröffentlicht wurde. Die Analyse von 22 Studien mit fast 2.000 Teilnehmern stellt den langjährigen Hype um Methoden wie 16:8 oder 5:2 infrage.

Für Abnehmwillige bedeutet das eine Entlastung: Wer morgens Hunger hat, muss nicht mehr fasten. Die Wissenschaft bestätigt, dass die reine Energiebilanz – also weniger Kalorien aufzunehmen, als man verbraucht – entscheidender ist als der Zeitpunkt der Mahlzeiten.

GLP-1-Medikamente: Der Fokus verschiebt sich

Während natürliche Diätformen an Glanz verlieren, bleiben Medikamente wie Wegovy oder Mounjaro im Trend. Doch der Diskurs ändert sich: Es geht nicht mehr nur um Kilos, sondern um die Qualität des Gewichtsverlusts.

Neue Daten warnen vor einem überproportionalen Verlust an Muskelmasse unter der Therapie. Experten betonen deshalb, dass die Einnahme zwingend mit Krafttraining kombiniert werden muss. Andernfalls droht das Risiko einer „sarkopenischen Adipositas“ – also wenig Muskeln bei hohem Fettanteil.

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Ein positiver Nebeneffekt der Wirkstoffe: Sie zeigen vielversprechende Ergebnisse bei der Behandlung von Fettleber-Erkrankungen (MASH). Damit wandelt sich ihr Image von der Lifestyle-Spritze hin zum metabolischen Therapeutikum.

Die neue Goldregel: 75 Prozent Pflanzen

Jenseits von Fasten und Medikamenten etabliert sich ein einfacher Ernährungsleitfaden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine pflanzenbetonte Ernährung als neuen Standard.

Die Formel ist einfach:
* Mindestens 75 Prozent der Nahrung sollten pflanzlich sein.
* Tierische Produkte machen maximal 25 Prozent aus.

Diese Aufteilung hat zwei Vorteile: Pflanzliche Lebensmittel sättigen besser bei weniger Kalorien, und die hohe Ballaststoffzufuhr stärkt das Darmmikrobiom – ein Schlüsselfaktor für die Gewichtsregulation.

Was bedeutet das für Sie?

Die aktuellen Erkenntnisse markieren einen Paradigmenwechsel. Statt nach der einen Wundermethode zu suchen, rückt die persönliche Machbarkeit in den Vordergrund.

Die besten Tipps für jetzt:
* Bleiben Sie flexibel. Fasten Sie, wenn es für Sie passt. Wenn nicht, bleiben Sie bei regelmäßigen Mahlzeiten.
* Trainieren Sie Ihre Muskeln. Zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche sind Pflicht – besonders, wenn Sie medikamentös abnehmen.
* Füllen Sie Ihren Teller bunt. Orientieren Sie sich an der 75/25-Regel für eine nachhaltige Gewichtskontrolle.

Die Magie ist raus, aber der Weg zum Ziel ist klarer denn je: Es kommt auf das Kaloriendefizit und die Nährstoffdichte an – nicht auf den Stundenplan der Mahlzeiten.

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