Cochrane-Analyse entzaubert Intervallfasten-Mythos
22.02.2026 - 22:30:12 | boerse-global.deEine neue Übersichtsarbeit des Cochrane-Netzwerks stellt den Hype um das Intervallfasten in Frage. Die Methode hilft beim Abnehmen nicht besser als herkömmliche Diäten.
Das renommierte Forschungsnetzwerk analysierte 22 Studien mit fast 2.000 Teilnehmenden. Das ernüchternde Ergebnis: Menschen mit Übergewicht verloren durch Intervallfasten im Schnitt nur etwa drei Prozent ihres Körpergewichts. Dieser Wert liegt unter der als klinisch bedeutsam geltenden Schwelle von fünf Prozent.
Im direkten Vergleich zeigten sich keine Vorteile gegenüber traditionellen Diäten mit kontinuierlicher Kalorienreduktion. Auch für eine stärkere Verbesserung der Lebensqualität fand die Analyse keine überzeugenden Belege.
Was sagt die Wissenschaft wirklich?
Die Cochrane-Übersichtsarbeit gilt als Goldstandard der Evidenzbewertung. Die Autoren betonen: Intervallfasten kann eine Option sein – der enorme Hype ist jedoch nicht gerechtfertigt.
Einige Studien berichteten von Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit. Die Datenlage hierzu bleibt jedoch uneinheitlich. Die zentrale Botschaft lautet: Der Schlüssel zur Gewichtsabnahme ist die Reduzierung der Gesamtkalorien, unabhängig vom gewählten Zeitplan.
Die gängigsten Methoden im Check
Intervallfasten konzentriert sich nicht auf das Was, sondern auf das Wann der Nahrungsaufnahme. Zu den populärsten Formen gehören die 16:8-Methode mit einem achtstündigen Essensfenster und die 5:2-Diät mit zwei stark reduzierten Tagen pro Woche.
Trotz der kritischen Gesamtbewertung sehen Forscher in anderen Bereichen weiterhin Potenzial. So könnte zeitlich begrenztes Essen unabhängig vom Gewichtsverlust metabolische Vorteile bringen, etwa für die Insulinsensitivität.
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Experten streiten über die Interpretation
Die Veröffentlichung entfacht eine lebhafte Debatte. Einige Ernährungswissenschaftler werten die Analyse als notwendige Korrektur eines überzogenen Trends. Sie kritisieren den Mythos der „Wunderdiät“.
Andere Experten äußern methodische Bedenken. Sie argumentieren, dass die Übersichtsarbeit sehr unterschiedliche Fastenformen vermische. Zudem könne auch ein moderater Gewichtsverlust gesundheitlich relevant sein.
Die Forschung steht vor vielen offenen Fragen. Besonders fehlen Langzeitdaten zu den Effekten über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr. Klar ist: Die eine perfekte Diät für alle gibt es nicht. Die Wahl bleibt eine individuelle Entscheidung.
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