Clean-Desk-Methode, Schreibtisch

Clean-Desk-Methode: Der leere Schreibtisch als Produktivitäts-Booster

16.01.2026 - 07:24:12

Ein aufgeräumter Schreibtisch steigert die Konzentration und senkt den Stress. Die sogenannte Clean-Desk-Methode erlebt in der hybriden Arbeitswelt ein Comeback. Experten sehen in ihr ein wirksames Mittel gegen digitale Ablenkung und kognitive Überlastung.

Ein überladener Tisch überflutet das Gehirn mit visuellen Reizen. Das kann den Cortisolspiegel erhöhen und die Konzentration mindern. Ein leerer, organisierter Arbeitsplatz schafft dagegen Kontrolle und Ruhe. Er signalisiert dem Kopf einen klaren Start und kann so Prokrastination verringern.

So funktioniert die tägliche Aufräum-Routine

Die Methode basiert auf einem einfachen Ritual am Ende jedes Arbeitstages:
* Alle nicht benötigten Dokumente werden verstaut.
* Sensible Unterlagen kommen weggeschlossen.
* Nur die Werkzeuge für die nächsten unmittelbaren Aufgaben bleiben liegen.

Wichtig ist der Unterschied zwischen leer und steril. Ein paar persönliche Gegenstände sind erlaubt – solange sie keine Unordnung stiften. Immer mehr Firmen setzen auf eine klare Clean Desk Policy (CDP), die solche Abläufe standardisiert.

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Der digitale Schreibtisch muss auch aufgeräumt sein

Chaos herrscht heute oft auf dem Bildschirm. Ein überfüllter Desktop mit dutzenden Dateien und ständigen Benachrichtigungen stört den Fokus genauso wie physisches Durcheinander. Der Clean-Desktop-Ansatz überträgt die Prinzipien daher in die digitale Welt:
* Klare Ordnerstrukturen anlegen
* Unnötige Dateien regelmäßig archivieren oder löschen
* Browser-Tabs und E-Mail-Postfächer bewusst managen

Das Ziel: weniger Klicks, mehr Konzentration.

Ein altes Konzept für moderne Büros

Die Clean-Desk-Idee ist eng mit der japanischen 5S-Methode verwandt. Ursprünglich aus der Produktion stammend, ist sie heute vor allem für moderne Konzepte wie Desk Sharing unverzichtbar. Jeder Mitarbeiter hinterlässt einen neutralen, sauberen Platz für den nächsten.

Kritiker fragen: Erstickt zu viel Ordnung nicht die Kreativität? Ein gewisses „kreatives Chaos“ kann für manche Prozesse förderlich sein. Experten raten deshalb zu flexiblen Richtlinien, die zur jeweiligen Unternehmenskultur passen. Ein starker Treiber ist heute jedoch die Datensicherheit – offen herumliegende vertrauliche Papiere sind ein großes Risiko.

Die Zukunft gehört der hybriden Ordnung

Die Bedeutung der Methode wird weiter wachsen. In einer flexiblen Arbeitswelt müssen Produktivität und Sicherheit gewährleistet sein. Intelligente Software könnte künftig helfen, digitale Unordnung automatisch zu beseitigen. Die Kompetenz, den eigenen physischen und digitalen Arbeitsplatz fokussiert zu gestalten, wird zur Schlüsselfähigkeit.

@ boerse-global.de