CISA, RoundCube-Lücken

CISA warnt vor kritischen RoundCube-Lücken

26.02.2026 - 11:54:32 | boerse-global.de

US- und deutsche Behörden stufen zwei Schwachstellen im Webmailer RoundCube als aktiv ausgenutzt ein und fordern umgehende Updates. Die kritische Lücke ermöglicht die Ausführung von Code auf Servern.

Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA stuft zwei Schwachstellen im Webmailer RoundCube als aktiv ausgenutzt ein. Auch das deutsche BSI bewertet das Risiko als hoch. US-Behörden müssen ihre Systeme innerhalb von drei Wochen absichern.

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Zwei gefährliche Angriffswege

Im Fokus stehen die Lücken CVE-2025-49113 und CVE-2025-68461. Die erste gilt mit einem CVSS-Score von 9,9 als kritisch. Angreifer können nach einer Anmeldung beliebigen Code auf dem Server ausführen. Ein Patch existiert zwar seit Juni 2025, doch Hacker nutzen die Schwachstelle bereits aktiv aus.

Die zweite Lücke (CVSS 7,2) ist ein Cross-Site-Scripting-Problem via SVG-Dateien. Öffnet ein Nutzer eine präparierte E-Mail, wird schädlicher Code ausgeführt – ohne weitere Interaktion. Auch diese, seit Dezember 2025 gepatchte, Schwachstelle wird für Angriffe missbraucht.

Warum Webmail ein gefährliches Einfallstor ist

Ein kompromittierter RoundCube-Server hat fatale Folgen. E-Mail-Konten sind das Zentrum der digitalen Identität. Haben Angreifer erst Zugriff, können sie Passwörter für soziale Netzwerke, Cloud-Dienste oder Banking-Apps zurücksetzen.

Die Synchronisation zwischen Webmail und mobilen Clients verschärft das Problem. Hacker erhalten vollen Zugriff auf den gesamten Posteingang – und damit auf sensible Geschäfts- und Privatdaten. Von einem gehackten Konto aus lassen sich zudem täuschend echte Phishing-Mails an Kontakte versenden.

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Wer ist betroffen und was muss passieren?

RoundCube ist eine der weltweit populärsten Open-Source-Webmail-Lösungen. Unzählige Unternehmen, Behörden und Hosting-Anbieter setzen sie ein. Zum Zeitpunkt der Entdeckung waren zehntausende Server-Instanzen potenziell angreifbar.

Die Anweisung der CISA ist klar: sofort handeln. Für die XSS-Lücke müssen die Versionen 1.6.12 oder 1.5.12 installiert sein. Die kritische RCE-Schwachstelle ist bereits seit Mitte 2025 gepatcht. Administratoren sollten ihre Systeme umgehend überprüfen und aktualisieren.

Die ständige Jagd nach Kommunikationslücken

Die Aufnahme in den CISA-Katalog zeigt: Auch etablierte Software ist nicht sicher. Besonders alarmierend: Eine der Lücken blieb über ein Jahrzehnt unentdeckt.

Experten rechnen damit, dass Hacker weiter gezielt nach Schwachstellen in Webmailern und anderen Kommunikationsplattformen suchen. Für Unternehmen bedeutet das: Proaktives Patch-Management und kontinuierliche Überwachung sind überlebenswichtig. Die dreiwöchige Frist der CISA unterstreicht die Dringlichkeit.

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