Chrome, Firefox

Chrome und Firefox: Kritische Zero-Day-Lücken zwingen zu Notfall-Updates

20.02.2026 - 00:21:12 | boerse-global.de

Aktiv ausgenutzte Zero-Day-Schwachstellen in Chrome und Firefox zwingen Nutzer weltweit zu sofortigen Updates, um sich vor Cyberangriffen zu schützen.

Webbrowser werden zur Hauptfront im Cyberkrieg – Nutzer müssen sofort handeln. In einer alarmierenden Welle von Sicherheitsvorfällen zwingen aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücken Millionen Nutzer weltweit zu sofortigen Updates. Besonders kritisch: Eine Schwachstelle im Chrome-Kern bedroht auch Edge und Opera. Die Ereignisse zeigen, dass der Browser zum gefährlichsten Einfallstor für Cyberangriffe geworden ist.

Chrome-Notfallupdate: Zero-Day-Lücke bereits aktiv ausgenutzt

Im Zentrum der Krise steht die als CVE-2026-2441 identifizierte Schwachstelle in Google Chrome. Der Konzern veröffentlichte Mitte Februar ein Notfall-Update, nachdem bestätigt wurde, dass ein Exploit bereits „in freier Wildbahn“ – also in aktiven Angriffen – eingesetzt wird. Es handelt sich um einen schwerwiegenden Speicherfehler in der CSS-Komponente.

Ein erfolgreicher Angriff über eine präparierte Webseite könnte Angreifern die Ausführung von Schadcode ermöglichen. Die Schwachstelle wurde mit einem hohen CVSS-Score von 8.8 bewertet. Da sie den Chromium-Kern betrifft, sind nicht nur Chrome-Nutzer gefährdet, sondern auch Anwender von Microsoft Edge, Brave und Opera. Alle Hersteller rollen entsprechende Patches aus.

Firefox ebenfalls betroffen: Hochriskante Lücke in Videobibliothek

Fast zeitgleich sah sich Mozilla gezwungen, ein außerplanmäßiges Sicherheitsupdate für Firefox zu veröffentlichen. Die neue Version behebt die hochriskante Schwachstelle CVE-2026-2447. Dabei handelt es sich um einen Heap-Pufferüberlauf in der libvpx-Bibliothek, die für die Wiedergabe von Webvideos zuständig ist.

Diese Lücke könnte durch manipulierte Videodateien auf einer Webseite ausgenutzt werden und im schlimmsten Fall zur Ausführung von Schadcode führen. Obwohl für diese spezielle Schwachstelle noch keine aktiven Angriffe bestätigt sind, unterstreicht ihre hohe Einstufung das erhebliche Risiko.

Warum der Browser zum gefährlichsten Einfallstor wurde

Die jüngsten Vorfälle bestätigen einen langfristigen Trend. Der Browser ist aufgrund seiner Komplexität und seiner Funktion als Tor zum Internet zur primären Angriffsfläche avanciert. Moderne Browser führen permanent Code von nicht vertrauenswürdigen Quellen aus.

Sicherheitsarchitekturen wie die Sandbox sind eine wesentliche Verteidigungslinie. Doch Angreifer suchen gezielt nach Lücken, um aus diesem digitalen Käfig auszubrechen. Für Unternehmen ist das Risiko besonders hoch: Ein kompromittierter Browser kann zum Diebstahl von Anmeldedaten, zum Abfluss sensibler Daten oder als Einfallstor für Ransomware dienen.

Was Nutzer jetzt tun müssen: Sofortiges Update ist Pflicht

Die Browser-Hersteller haben schnell reagiert. Google legte bereits am 19. Februar mit einem weiteren Update nach, das drei zusätzliche, hochriskante Schwachstellen behebt. Das zeigt die Intensität des Wettlaufs zwischen Entwicklern und Angreifern.

Für alle Nutzer gilt jetzt:
* Chrome-Nutzer müssen auf Version 145.0.7632.109/110 oder höher updaten.
* Firefox-Nutzer benötigen Version 147.0.4 oder neuer.
* Die Updates erfolgen oft automatisch, ein Neustart des Browsers ist jedoch häufig nötig, um den Schutz zu aktivieren.
* Eine manuelle Überprüfung über das Menü „Hilfe“ > „Über Google Chrome/Firefox“ wird dringend empfohlen.

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