Chinas, Tech-Offensive

Chinas Tech-Offensive für die alternde Gesellschaft

13.01.2026 - 23:42:12

Peking setzt voll auf Hightech, um die Versorgung von 310 Millionen Senioren zu revolutionieren. Mit einer nationalen Strategie will die Regierung den demografischen Wandel in einen milliardenschweren Wachstumsmotor verwandeln.

Die Herausforderung ist enorm: Ende 2024 waren in China bereits 310 Millionen Menschen 60 Jahre oder älter. Bis 2035 dürften es über 400 Millionen sein. Die Antwort darauf ist eine umfassende Digitalisierung der Altenpflege. Acht Zentralbehörden, darunter das Zivilministerium, legten am Dienstag einen Plan mit 14 konkreten Maßnahmen vor. Kern ist die tiefe Integration von Künstlicher Intelligenz (KI), Big Data und Robotik in den Alltag der Senioren.

Die Strategie priorisiert den intelligenten Umbau der gesamten Branche. Sensoren, Cloud-Computing und das Internet der Dinge (IoT) sollen Gesundheitsmonitoring, Notrufe und persönliche Dienstleistungen verbessern. Besonders im Fokus steht die Roboter-Industrie. Die Regierung fördert gezielt Forschung in Embodied Intelligence, neuen Materialien und Gentechnik. Spitzentechnologien wie Gehirn-Computer-Schnittstellen und Exoskelette sollen Senioren mit nachlassenden Kräften unterstützen – von der Mobilitätshilfe bis zur emotionalen Begleitung.

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„Es geht um mehr als nur Pflege“, analysieren Branchenkenner. „Hier entsteht ein komplettes Ökosystem, das konventionelle Modelle ablösen wird.“ Diese stehen nämlich vor großen Problemen: Fachkräftemangel und die Schwierigkeit, individuelle Bedürfnisse zu erfüllen.

Ein Billionenmarkt entsteht

Hinter der Sozialinitiative steckt eine klare Wirtschaftsstrategie. Die sogenannte Silberwirtschaft ist bereits heute rund sieben Billionen Yuan (etwa 989 Milliarden Euro) wert. Bis 2035 soll sie auf 30 Billionen Yuan anwachsen und könnte dann zehn Prozent der chinesischen Wirtschaftsleistung ausmachen. Die Politik will dieses Potenzial durch marktorientierte Angebote und die Förderung von Ketten und Marken freisetzen.

Experten prognostizieren Billionen-Yuan-Industrien in den Sektoren medizinische Gesundheit und intelligente Pflegedienstleistungen. Die Entwicklung könnte ähnliche Dynamiken entfalten wie einst der Tech-Sektor. Der Plan sieht vor, rund zehn spezialisierte Industrieparks im ganzen Land zu etablieren.

Praxis-Test in Peking und Shenzhen

Die Tech-Strategie ist bereits Realität. In Metropolen wie Peking und Shenzhen kommen KI-gesteuerte Roboter in Pflegeheimen und Privathaushalten zum Einsatz. Unternehmen entwickeln vernetzte Heim-Sicherheitssysteme, die Geräte überwachen und im Notfall automatisch Hilfe rufen.

Ein wichtiges Ziel ist der Brückenschlag in ländliche Regionen. Smarte Pflegegeräte und Plattformen sollen geografische Grenzen überwinden und auch Senioren in abgelegenen Gebieten Zugang zu Gesundheitsüberwachung ermöglichen. So könnte die Technologie das Gefälle zwischen städtischer und ländlicher Versorgung verringern.

Teil der großen Industriestrategie

Die Silberwirtschaft-Offensive ist eingebettet in Chinas 15. Fünfjahresplan (2026-2030). Dieser betont technologische Selbstversorgung und den Aufbau eines „modernen Industriesystems“. Für Peking ist die Alterung also nicht nur ein soziales Problem, sondern eine Chance, neue Wachstumstreiber zu kultivieren und die Binnennachfrage zu stärken.

Die nächsten Schritte sind die Umsetzung der 14 Maßnahmen, darunter verbesserte Rahmenbedingungen und mehr Finanzhilfen für den Sektor. Langfristig will China ein nachhaltiges, hochwertiges Pflegesystem schaffen, das die technologische Stärke des Landes nutzt. Diese ambitionierte Verbindung von Tech und Sozialpolitik könnte international zum Maßstab im Umgang mit der alternden Gesellschaft werden.

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