Charité-Experten bewerten Fasten-Trends neu
13.02.2026 - 15:01:12Charité-Experten relativieren den Nutzen von reinem Intervallfasten. Ihre neue Bewertung kommt wenige Tage vor Aschermittwoch und rückt eine andere Methode in den Fokus.
Ernüchterung beim 16:8-Prinzip
Lange galt das 16:8-Intervallfasten als einfache Wunderwaffe. Experten der Berliner Charité korrigieren dieses Bild nun. Aktuelle Daten zeigen: Das reine „Essen nach der Uhr“ bringt weniger Vorteile als gedacht.
„Die metabolischen Vorteile entstehen primär durch das Kaloriendefizit, nicht durch die Esspause an sich“, erklärt Dr. Stefan Kabisch von der Charité. Wer in der 8-Stunden-Phase genauso viel isst wie zuvor, darf keine großen gesundheitlichen Sprünge erwarten. Das Zeitfenster allein reicht nicht aus.
Scheinfasten als alltagstaugliche Alternative
Während das klassische Intervallfasten kritischer gesehen wird, gewinnt das „Scheinfasten“ an Bedeutung. Diese Methode simuliert über fünf Tage einen Fastenzustand durch eine spezielle, kalorienreduzierte Ernährung.
„Dieser Reiz aktiviert die Autophagie – das körpereigene Zellreinigungsprogramm“, sagt Prof. Dr. Andreas Michalsen von der Charité. Der Vorteil: Man muss nicht komplett auf Nahrung verzichten. Das macht den Ansatz alltagstauglicher als strenges Heilfasten. Experten raten jedoch zu ärztlicher Begleitung, um Nährstoffmangel zu vermeiden.
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Verzicht wird zum Lifestyle
Fasten hat sein religiöses Nischendasein längst verlassen. Über 70 Prozent der Bevölkerung halten zeitweisen Verzicht für gesundheitsfördernd. Besonders bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 wird der Verzicht zum bewussten Lifestyle.
Dabei geht es nicht mehr nur um Essen:
* Digital Detox: Verzicht auf soziale Medien und digitale Geräte
* Alkoholpause: Trends wie „Dry January“ oder Fastenzeit ohne Alkohol
Aus medizinischer Sicht ist dieser Trend positiv – solange er nicht in pathologisches Verhalten umschlägt. Bewusster Verzicht kann die psychische Resilienz stärken.
Personalisierung statt Pauschalrezept
Die Stellungnahmen markieren einen Wandel: Weg von pauschalen Empfehlungen, hin zu individuellen Strategien. Für die anstehende Fastenzeit raten die Experten, das Ziel klar zu definieren.
Soll reines Gewicht verloren werden, ist die Energiebilanz entscheidend. Geht es um zelluläre Regeneration, sind Methoden wie das Scheinfasten vielversprechender. Branchenbeobachter erwarten künftig mehr hybride Modelle, die pflanzenbasierte Ernährung mit periodischen Fastenzyklen kombinieren.
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