CDU will Social-Media-Mindestalter von 16 Jahren
10.02.2026 - 18:52:12Eine gesetzliche Altersgrenze für Plattformen wie TikTok und Instagram spaltet die Politik. Während die CDU mit einem Vorstoß Druck macht, formiert sich breiter Widerstand.
Die Debatte um ein gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung sozialer Medien hat Deutschland erreicht. Angestoßen durch einen Antrag des CDU-Landesverbands Schleswig-Holstein, gewinnt die Forderung an politischem Gewicht. Sie trifft jedoch auf massive Kritik aus anderen Parteien und von Kinderschutzverbänden. Im Kern geht es um die Frage: Schützt man Jugendliche besser durch Verbote oder durch Bildung?
Unions-Vorstoß befeuert Debatte
Der Antrag aus Schleswig-Holstein sieht eine verbindliche Altersgrenze vor, die durch technische Verifikationssysteme durchgesetzt werden soll. Er wird auf dem CDU-Bundesparteitag am 20. und 21. Februar beraten. Prominente Unterstützer wie die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Anne König, argumentieren mit dem Jugendschutz. Die klaren Regeln der analogen Welt müssten endlich in den digitalen Raum übertragen werden.
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Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) zeigte sich offen für Altersbeschränkungen, möchte aber zunächst den Bericht einer Expertenkommission der Bundesregierung abwarten. Diese soll bis Sommer Empfehlungen vorlegen. Die Befürworter verweisen auf Studien, die intensive Social-Media-Nutzung mit einem erhöhten Risiko für Depressionen, Angststörungen und ein negatives Selbstbild in Verbindung bringen.
Breite Front gegen pauschale Verbote
Der Widerstand gegen den CDU-Plan ist groß. CSU-Chef Markus Söder nannte den Vorschlag „totalen Quatsch“. Auch SPD, Linke und AfD lehnen ein pauschales Verbot ab. Stattdessen fordern sie, die Verantwortung der Plattformbetreiber in den Fokus zu rücken und die Medienkompetenz zu stärken.
Kritik kommt ebenfalls von Kinderschutzorganisationen. Der Verband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer warnt, dass Verbote soziale Isolation fördern und die Entwicklung digitaler Souveränität behindern könnten. Soziale Medien seien wichtige Räume für Austausch und Information. Juso-Chef Philipp Türmer brachte es auf den Punkt: Reguliert werden müsse das Geschäftsmodell der Plattformen, das auf maximale Aufmerksamkeit – auch um den Preis junger Nutzer – setze.
Internationaler Druck und europäische Hürden
Die deutsche Diskussion findet vor einem internationalen Trend statt. Australien führte bereits im Dezember 2025 ein Mindestalter von 16 Jahren ein. Auch EU-Länder wie Frankreich, Spanien und Dänemark arbeiten an strengeren Regeln.
Gleichzeitig erschwert der europäische Digital Services Act (DSA) nationale Alleingänge. Viele Aspekte des Jugendmedienschutzes sind bereits auf EU-Ebene geregelt. Jede deutsche Lösung muss sich in diesen Rahmen einfügen.
Die politische Auseinandersetzung ist damit eröffnet. Eine schnelle gesetzliche Lösung ist jedoch unwahrscheinlich. Bis die Expertenkommission im Sommer ihre Empfehlungen vorlegt, bleibt die Grundsatzfrage: Verbot oder Bildung? Die Antwort darauf wird die deutsche Digitalpolitik noch lange beschäftigen.
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