CDU lehnt Zuckersteuer trotz Ärzte-Appell ab
26.02.2026 - 11:54:32 | boerse-global.deDie CDU hat auf ihrem Bundesparteitag eine Abgabe auf zuckerhaltige Getränke abgelehnt. Damit folgte sie nicht den eindringlichen Forderungen der Bundesärztekammer nach einem radikalen Kurswechsel in der Gesundheitsprävention. Mediziner und Krankenkassen warnen derweil vor den dramatischen Folgen von Bewegungsmangel und Fehlernährung.
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Ärzte fordern Kulturwandel – Politik zögert
Am Rande des CDU-Parteitags machte Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt deutlich: Die alltäglichen Lebensgewohnheiten vieler Menschen vertragen sich nicht mehr mit ihrer langfristigen Gesundheit. Ein Bündnis aus fast 50 Organisationen, darunter die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten, warb deshalb für eine Zuckersteuer. Die Begründung: Menschen in Deutschland nehmen allein durch Getränke täglich fast 26 Gramm Zucker zu sich.
Doch die Parteitags-Delegierten lehnten den entsprechenden Antrag ab. Viele Politiker lehnen Steuererhöhungen grundsätzlich ab und setzen stattdessen auf die Eigenverantwortung der Bürger. Auch die Lebensmittelindustrie warnte vor Wettbewerbsverzerrungen. Für Mediziner ist das eine verpasste Chance. „Es reicht nicht aus, sich allein auf Appelle zu verlassen“, sagt Susanne Johna, Vorsitzende des Marburger Bundes. Nötig seien marktwirtschaftliche Instrumente.
Studie zeigt: Bewegung ist eine Frage des Geldes
Dass Appelle oft nicht ausreichen, belegt eine aktuelle Studie zur körperlichen Aktivität. Zwar erreichen knapp drei Viertel der Menschen ab 43 Jahren die Basis-Empfehlungen der WHO für Alltagsbewegung. Doch nur etwa die Hälfte treibt regelmäßig Sport.
Die sozialen Unterschiede sind gravierend: Während in der höchsten Einkommensgruppe fast 68 Prozent regelmäßig Sport treiben, sind es bei armutsgefährdeten Personen nur gut 31 Prozent. „Bewegungsmangel ist ein massives, aber unterschätztes Risiko“, warnt DAK-Chef Andreas Storm. Besonders besorgniserregend: Die Motivation für mehr Bewegung ist bei den über 60-Jährigen am geringsten – obwohl diese Gruppe bereits 30 Prozent der Bevölkerung stellt.
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Homeoffice macht Bewegungsmuffel
Die gesundheitlichen Folgen sind drastisch. Bewegungsmangel erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Demenz und Krebs. Das Europäische Parlament wies erst kürzlich darauf hin, dass mindestens 40 Prozent aller Krebsfälle durch Prävention vermeidbar wären. Die wirtschaftliche Last ist immens: Die krebsbedingten Gesundheitsausgaben in der EU erreichten zuletzt rund 120 Milliarden Euro.
Verschärft wird das Problem durch moderne Arbeitsmodelle. Analysen zeigen: Mehr als 40 Prozent der Beschäftigten bewegen sich im Homeoffice deutlich weniger als zuvor. Der natürliche Bewegungsanreiz durch Arbeitsweg oder Gänge im Büro fällt weg – oft mit Folgen wie Gewichtszunahme und Rückenbeschwerden.
Ein globaler Trend mit lokalen Barrieren
Die Entwicklung in Deutschland spiegelt einen weltweiten Trend. Fast ein Drittel aller Erwachsenen erreicht nicht die empfohlenen 150 Minuten Bewegung pro Woche. Experten betonen: Das Problem lässt sich nicht allein durch individuellen Willen lösen.
Entscheidend sind die Rahmenbedingungen. Fehlen sichere Radwege oder sind Grünanlagen schlecht erreichbar, sinkt die Motivation. Die Bundesärztekammer fordert deshalb einen ressortübergreifenden Ansatz, der Bildung, Verkehr und Stadtentwicklung einbezieht. Ob 2026 zum Jahr der Prävention wird, hängt nun davon ab, ob die Politik über Appelle hinausgeht und diese strukturellen Barrieren angeht.
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