Canopy, Growth

Canopy Growth Aktie: Übernahme kurz vor Abschluss

27.02.2026 - 16:34:32 | boerse-global.de

Canopy Growth erhält grünes Licht für die Akquisition von MTL Cannabis, um seine Marktposition und Finanzkennzahlen zu verbessern. Der Abschluss wird noch vor Ende März erwartet.

Canopy Growth steht kurz davor, MTL Cannabis zu übernehmen – nach der finalen gerichtlichen Genehmigung auf MTL-Seite. Der Abschluss wird noch vor Ende März erwartet. Damit will Canopy seine Position im kanadischen Medizinalcannabis deutlich ausbauen und zugleich die eigene Ergebnisbasis verbessern.

Gericht sagt Ja – Aktionäre auch

MTL Cannabis hat die endgültige gerichtliche Zustimmung für den geplanten Zusammenschluss (Plan of Arrangement) erhalten. Der Vollzug soll laut Angaben noch vor Ende März erfolgen, vorbehaltlich üblicher Abschlussbedingungen und weiterer Drittparteien-Freigaben.

Schon zuvor hatten die MTL-Aktionäre klar zugestimmt: Bei der Abstimmung stimmten 99,97% der abgegebenen Stimmen für die Transaktion. Rund 89% der Aktionäre nahmen teil – ein ungewöhnlich breites Votum für die Übernahme.

Struktur und Logik des Deals

Bewertet wird die Übernahme mit 125 Mio. CAD auf vollständig verwässerter Eigenkapitalbasis bzw. 179 Mio. CAD auf Enterprise-Value-Basis. MTL-Aktionäre erhalten je MTL-Aktie eine feste Gegenleistung aus 0,32 Canopy-Aktien plus 0,144 CAD in bar.

Strategisch zielt Canopy auf mehr Reichweite im Medizinalgeschäft: Eingebracht werden sollen unter anderem das Patientennetzwerk von MTL, Canada-House-Kliniken sowie die Online-Plattform Abba Medix. Zusätzlich stärkt Canopy seine Präsenz in Québec durch zwei zusätzliche Anbau-Standorte sowie die Marken MTL und R’Belle. Auch für die Belieferung des kanadischen und internationalen Markts – insbesondere Europa – soll MTLs Anbau- und Post-Harvest-Infrastruktur helfen.

Synergien, Margen – und der Verwässerungseffekt

Canopy rechnet mit potenziellen Kostensynergien von rund 10 Mio. CAD pro Jahr, die über einen Zeitraum von 18 Monaten durch operative Effizienz und Integration gehoben werden sollen. Weil MTL laut Darstellung eine starke Bruttomarge und einen positiven operativen Cashflow mitbringt, soll die Akquisition die Finanzkennzahlen von Canopy spürbar verbessern.

MTL hatte für die letzten zwölf Monate bis zum 30. September 2025 unter anderem 84 Mio. CAD Nettoumsatz, 51% Bruttomarge (vor Fair-Value-Anpassungen) sowie 11 Mio. CAD operativen Cashflow gemeldet.

Gleichzeitig hat der Deal einen Preis: Die Transaktion ist als Aktienkomponente strukturiert und erhöht die Aktienzahl von Canopy – also Verwässerung. Zusätzlich verweist der Quelltext darauf, dass Canopy für die vorangegangene Rekapitalisierung Anreize wie Warrants bieten musste, was eher untypisch für sehr solide finanzierte Unternehmen ist.

Operative Entwicklung: Stabiler Umsatz, bessere Verluste

Im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2026 lag der konsolidierte Nettoumsatz bei 75 Mio. CAD und damit unverändert zum Vorjahresquartal. Innerhalb dieser Summe wuchsen jedoch die kanadischen Cannabis-Segmente:

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  • Medizinalcannabis in Kanada: 23 Mio. CAD (+15% gegenüber Q3 GJ2025), getragen von mehr versicherten Patienten und größeren Bestellmengen
  • Freizeitmarkt (Adult-Use) in Kanada: 23 Mio. CAD (+8%)

Unter dem Strich verbesserte sich das Bild: Der Nettoverlust ging im Jahresvergleich um 49% zurück. Der bereinigte EBITDA-Verlust verringerte sich um 17% auf 3 Mio. CAD – laut Angaben die dritte Verbesserung in Folge, vor allem durch Einsparungen bei SG&A (Vertrieb, Verwaltung, Allgemeines).

Zum Jahresende 2025 meldete Canopy 371 Mio. CAD an Cash und Cash-Äquivalenten sowie eine Netto-Cash-Position von 146 Mio. CAD (jeweils zum 31. Dezember 2025). Zudem plant das Management ein positives bereinigtes EBITDA im Geschäftsjahr 2027.

Ein zusätzlicher Lichtblick kam von Storz & Bickel: Der Nettoumsatz lag in Q3 GJ2026 bei 23 Mio. CAD, 45% höher als im Vorquartal. Treiber waren saisonal stärkere Verkäufe und das erste volle Quartal mit dem neuen VEAZY™-Vaporizer.

Gegenwind bleibt – vor allem international

Trotz operativer Fortschritte zeigen die Kennzahlen auch Schwachstellen: Die Cannabis-Bruttomarge lag in Q3 GJ2026 bei 25% nach 28% im Vorjahr. Als Gründe werden geringere internationale Umsätze und ein veränderter Produktmix genannt.

Besonders deutlich fiel das internationale Cannabis-Geschäft zurück: Der Nettoumsatz in internationalen Märkten sank um 31% gegenüber dem Vorjahr, vor allem wegen Lieferkettenproblemen in Europa.

Parallel bleibt ein struktureller Punkt bestehen: Das Unternehmen hat auch nach rund einem Jahrzehnt als börsennotierte Gesellschaft noch keine positiven Gewinne ausgewiesen.

Im Blick nach vorn nennt das Management als Ziel eine kombinierte Bruttomarge im mittleren bis hohen 30%-Bereich „in naher Zukunft“. Zudem verringerte sich der Free-Cash-Abfluss von 28 Mio. CAD (Q3 GJ2025) auf 19 Mio. CAD (Q3 GJ2026). Bis Ende März soll sich entscheiden, ob die MTL-Übernahme wie geplant abgeschlossen wird und Canopy damit die Integration samt angepeilten Synergien konkret anstoßen kann.

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