Bundesnetzagentur, FinTech-Betrugs-SMS

Bundesnetzagentur warnt vor gezielten FinTech-Betrugs-SMS

13.02.2026 - 05:03:11

Die Behörde meldet einen starken Anstieg hochprofessioneller Smishing-Angriffe auf Online-Broker-Nutzer. Die Betrüger nutzen gefälschte Sicherheitswarnungen, um sensible Daten zu erschleichen.

Die Bundesnetzagentur warnt eindringlich vor einer neuen Welle hochprofessioneller SMS- und E-Mail-Betrügereien. Sie zielen gezielt auf Kunden von FinTech-Unternehmen und Online-Broker ab.

Die Behörde verzeichnet einen starken Anstieg von Beschwerden über betrügerische Nachrichten. Diese sollen Verbraucher dazu bringen, ihre Finanzkonten zu kompromittieren. Cyberkriminelle haben ihre Strategie verfeinert: Statt allgemeiner Paketlieferungen oder Notfallmeldungen nutzen sie nun gezielte Finanzbetrugsmaschen.

So funktionieren die neuen „Smishing“-Angriffe

Die Betrüger spielen mit der Angst digitaler Anleger. Die Nachrichten wirken wie echte Sicherheitswarnungen von Finanzdienstleistern. Sie erzeugen künstliche Dringlichkeit, um übereilte Entscheidungen zu provozieren.

Laut Bundesnetzagentur kursieren verschiedene Alarmmeldungen:
* Ein angeblicher Login-Versuch aus dem Ausland
* Eine angeblich gesperrte Kontoverbindung
* Eine gefälschte Abbuchungsanfrage
* Ein fingierter VideoIdent-Prozess

Das Ziel ist nicht der Klick auf einen Link. Die Opfer sollen eine in der SMS angegebene Telefonnummer anrufen. Am Telefon erschleichen sich die Kriminellen dann durch geschickte Gespräche Passwörter, TANs und andere sensible Daten. Diese Methode umgeht technische Sicherheitsvorkehrungen und nutzt menschliche Psychologie aus.

Das rät die Behörde: So schützen Sie sich

Verbraucherschützer und die Bundesnetzagentur geben klare Handlungsempfehlungen:
* Nie auf Nachrichten reagieren oder die angegebenen Nummern anrufen.
* Seriöse Institute fragen nie nach Zugangsdaten per SMS oder unaufgefordert am Telefon.
* Jede Dringlichkeitsmeldung kritisch hinterfragen.

Statt auf die Nachricht zu reagieren, sollten Betroffene ihren Kontostatus unabhängig prüfen. Dazu direkt die offizielle App öffnen oder die Webadresse des Anbieters manuell im Browser eingeben. Bei Unsicherheit hilft die Hotline auf der offiziellen Website oder der Rückseite der Bankkarte.

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Betrugs-SMS können direkt bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Ein Online-Formular hilft der Behörde, die Betrugsnummern zu tracken und abzuschalten.

Smishing: Eine anhaltende Gefahr für Verbraucher

Der gezielte Angriff auf FinTech-Nutzer ist Teil eines größeren Trend

s. Tausende Bürger in Deutschland sind betroffen. Die Betrugs-SMS wirken persönlicher und dringender als E-Mails, da sie direkt auf dem Sperrbildschirm erscheinen.

Die Methoden passen sich ständig an: Von gefälschten Paketbenachrichtigungen in der Weihnachtszeit bis zu angeblichen Steuerrückzahlungen. Allein 2024 gingen bei der Bundesnetzagentur über 11.000 Beschwerden zu gefälschten Paket-SMS ein.

Der Erfolg der Kriminellen basiert auf der Ausnutzung alltäglicher Routinen und Unaufmerksamkeit. Eine Nachricht zwischen Tür und Angel verleitet leicht zu unüberlegten Handlungen. Die oft aus dem Ausland agierenden Täter wechseln ständig Nummern und Vorlagen – eine Herausforderung für Strafverfolgung und Behörden.

Analyse: Warum FinTech-Nutzer jetzt im Fokus stehen

Die gezielte Ansprache von FinTech- und Trading-Kunden zeigt eine neue Professionalität der Betrüger. Statt mit generischen Netzen fischen sie nun in ausgewählten Gewässern. Sie zielen auf Zielgruppen, die vermeintlich liquide Mittel verwalten.

Diese Strategie legt nahe, dass die Kriminellen möglicherweise auf gestohlene Kundendatenbanken zugreifen. Die personalisierten Nachrichten wirken so glaubwürdiger. Der psychologische Druck ist immens: Die Angst vor finanziellen Verlusten soll die natürliche Vorsicht ausschalten.

Der Kampf gegen Smishing erfordert mehrere Ansätze. Die Bundesnetzagentur wird Betrugsnummern weiter blockieren und warnen. Doch Technik und Regulierung allein reichen nicht. Die wirksamste Verteidigung ist ein aufmerksamer, informierter Nutzer.

Experten empfehlen:
* Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Finanzkonten aktivieren
* Mobile Betriebssysteme stets aktuell halten
* Eine kurze Denkpause einlegen, bevor auf dringende Nachrichten reagiert wird

Öffentliche Aufklärungskampagnen und digitale Bildungsinitiativen bleiben entscheidend, um Verbraucher vor der ständigen Gefahr des Mobilfunkbetrugs zu schützen.

@ boerse-global.de

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