Bundesnetzagentur, Rückgang

Bundesnetzagentur meldet drastischen Rückgang bei Spam-Anrufen

08.02.2026 - 10:01:12

Die Beschwerden über Rufnummernmissbrauch sanken 2025 um fast 50 Prozent. Die Behörde schaltete tausende Nummern ab, während Netzbetreiber mit Warnsystemen Erfolge erzielen.

Die Bundesnetzagentur verzeichnet einen massiven Erfolg im Kampf gegen Telefonbetrug. Die Beschwerden über Rufnummernmissbrauch sind im vergangenen Jahr fast um die Hälfte eingebrochen. Gleichzeitig schaltete die Behörde tausende Nummern still.

Beschwerden halbiert – Trendwende im Spam-Kampf

Nach einer Rekordflut an Meldungen im Jahr 2024 zeigt die Statistik für 2025 eine deutliche Entspannung. Statt 154.624 gingen nur noch 85.158 Beschwerden bei der Bonner Behörde ein – ein Rückgang um fast 50 Prozent.

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, bewertet die Entwicklung positiv. Die Schutzmechanismen würden greifen. Doch er warnt: Der Kampf gegen den Missbrauch bleibt eine Daueraufgabe. Die Methoden der Täter werden ständig raffinierter.

Harte Sanktionen: Tausende Nummern abgeschaltet

Trotz sinkender Beschwerdezahlen hält die Behörde den Druck auf Betrüger hoch. Im Jahr 2025 wurden rund 6.200 Rufnummern stillgelegt – ein ähnlich hohes Niveau wie im Vorjahr. Damit wird Kriminellen die technische Basis entzogen.

Zusätzlich verhängte die Bundesnetzagentur für etwa 2.000 Nummern Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbote. Diese finanzielle Austrocknung stellt sicher, dass Betrüger nicht an erbeutetes Geld kommen. Forderungen für Verbindungen zu diesen Nummern dürfen weder gestellt noch eingetrieben werden.

Technik der Netzbetreiber zeigt Wirkung

Ein Hauptgrund für den Erfolg sind neue Abwehrmaßnahmen der Telekommunikationsanbieter. Vodafone und die Deutsche Telekom haben umfassende Warnsysteme implementiert.

  • Vodafones „Spam-Warner“ zeigt auf dem Smartphone-Display einen Hinweis bei Anrufen von potenziell betrügerischen Nummern.
  • Die Telekom setzt auf KI-basierte Systeme, die verdächtige Muster im Netzverkehr erkennen.

Allein bei Vodafone generierten diese Systeme im vergangenen Jahr fast 50 Millionen Warnhinweise. Die sichtbare Warnung hält viele Nutzer davon ab, dubiose Anrufe überhaupt anzunehmen.

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Betrüger wechseln die Masche

Während klassische Tricks wie der „Enkeltrick“ über Messenger rückläufig sind, passen Kriminelle ihre Strategien an. Aktuelle Warnungen der Bundesnetzagentur zeigen einen neuen Trend:

Die Täter setzen vermehrt auf SMS-Spam im Namen von FinTech- oder Trading-Plattformen. In den Nachrichten wird etwa mit Problemen bei Auszahlungen oder Video-Ident getrickst, um Opfer zu Rückrufen oder Phishing-Klicks zu bewegen. Auch die „CEO-Fraud“-Masche, bei der sich Betrüger als Vorgesetzte ausgeben, bleibt eine große Gefahr.

Technologisches Wettrüsten erwartet

Der Kampf entwickelt sich zunehmend zu einem Wettlauf zwischen Sicherheitsexperten und international agierenden Betrügerbanden. KI-Filter und konsequente Abschaltungen haben die Hürden erhöht.

Experten erwarten für 2026, dass Täter versuchen werden, diese Filter mit komplexeren Spoofing-Techniken zu umgehen. Dabei täuschen sie vertrauenswürdige Rufnummern vor. Die Bundesnetzagentur will ihre internationale Zusammenarbeit verstärken, da viele Callcenter im Ausland sitzen.

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