Bundesliga Tabelle: Bayern patzt, BVB dreht auf – Musiala, Wirtz und Guirassy mischen den Titelkampf auf
17.01.2026 - 14:13:22Bundesliga Tabelle, Titelrennen, Abstiegskampf – dieser Spieltag hatte alles. Der FC Bayern München lässt im Schneetreiben von Augsburg Punkte liegen, der BVB dreht spät auf, Bayer Leverkusen mit Florian Wirtz siegt im Stile einer Spitzenmannschaft, und Serhou Guirassy schießt den VfB Stuttgart zurück auf die Champions-League-Spur. In der Kurve wird schon von einer echten Meisterschafts-Liga gesprochen, während im Keller das Abstiegsgespenst richtig Fahrt aufnimmt.
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Der Aufreger des Wochenendes: Bayern bekommt in Augsburg ein Last-Minute-Gegentor zum 2:2, während zeitgleich in Dortmund die Südtribüne bebt, weil der BVB ein wildes 3:2 gegen Wolfsburg über die Linie zittert. Leverkusen bleibt abgeklärt, Frankfurt verschenkt Punkte in der Nachspielzeit, und im Keller liefern sich Köln, Bochum und Darmstadt eine Nerven-Schlacht um jeden Zweikampf.
Topspiel-Drama: Bayern lässt in Augsburg Federn
Beim Blick auf die Bundesliga Tabelle fällt sofort ins Auge: Der FC Bayern schwächelt. Beim 2:2 beim FC Augsburg reichte selbst ein starker Jamal Musiala nicht zum Dreier. Der Nationalspieler tunnelt, dribbelt, zieht das Spiel an – doch hinten wackelt die Viererkette gewaltig.
Nach früher Augsburger Führung kontert Bayern zwar eiskalt: Musiala bereitet den Ausgleich vor, Harry Kane verwandelt vom Punkt zum 2:1. Alles sieht nach einem typischen Bayern-Arbeitssieg aus, bis in der Schlussphase der FCA noch einmal alles nach vorne wirft. Eine scharf getretene Ecke, ein verlorenes Kopfballduell, und plötzlich: totale Stille im Bayern-Block. 90.+2, 2:2. Die Meisterschaft ist endgültig kein Selbstläufer.
Sinngemäß knurrt Thomas Tuchel nach Abpfiff: "Wir bringen uns selbst um den Lohn. Wir haben das Spiel im Griff und machen zu viel auf. Das ist in der Bundesliga brandgefährlich." Im Abstiegskampf lacht man sich ins Fäustchen – jeder Punkt gegen Bayern ist Bonus, aber für den Rekordmeister ist dieser Ausrutscher ein klares Warnsignal.
BVB-Show gegen Wolfsburg: Später Befreiungsschlag
In Dortmund lagen Nerven und Hoffnung nah beieinander. Der BVB, zuletzt in der Kritik und im Fokus vieler Transfergerüchte, brauchte gegen den VfL Wolfsburg dringend ein Zeichen im Kampf um die Champions-League-Plätze. Das Spiel? Ein wilder Ritt. Früh bringt Niclas Füllkrug die Borussia per Kopf in Führung, doch Wolfsburg kontert mit schnellen Umschaltmomenten brutal.
Nach dem 1:2-Rückstand pfeifen manche auf der Tribüne, die Südtribüne ringt mit sich – und dann dreht Dortmund auf. Emre Can schiebt vom Punkt ein, ehe ein Joker die Szenerie übernimmt: Youssoufa Moukoko, gerade erst eingewechselt, verwandelt einen Abpraller zum 3:2. Das Stadion explodiert, Edin Terzic ballt die Fäuste Richtung Gelbe Wand.
Terzic wirkt danach sichtlich erleichtert: "Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. In so einem Spiel kannst du auch auseinanderfallen. Wir wollten ein Signal an die Konkurrenz und an die Tabelle senden." Die Botschaft ist klar: Im Rennen um die Meisterschaft ist der BVB noch nicht raus, im Kampf um Europa schon gar nicht.
Leverkusen mit Wirtz: Eiskalter Spitzenreiter-Fußball
Bayer Leverkusen zeigt einmal mehr, warum die Werkself in dieser Saison wie ein Meisterschaftskandidat wirkt. Gegen einen unangenehm verteidigenden Gegner – diesmal ein tief stehender SC Freiburg – laufen sie an, kombinieren, verschieben, ziehen den Gegner auseinander. Florian Wirtz ist dabei erneut der Strippenzieher.
Wirtz bereitet das 1:0 mit einem genialen Steckpass vor, legt später per Ecke das 2:0 auf und sammelt damit erneut Scorerpunkte im Doppelpack. Über 12 Kilometer Laufleistung, viele Sprints, kaum Ballverluste – der Youngster dominiert das Zentrum. Der SC hat zwar über Standards seine Chancen, doch Leverkusen bringt das 2:1 am Ende souverän über die Zeit, trotz einer kurzen Schlussoffensive.
Xabi Alonso lobt Wirtz sinngemäß: "Flo hat ein unglaubliches Gespür für Räume. Er entscheidet Spiele mit und ohne Ball." In der Bundesliga Tabelle wirkt Leverkusen stabil, abgeklärt, fast schon wie ein Meister – zumindest aktuell.
Guirassy ballert Stuttgart zurück in die Spur
Beim VfB Stuttgart war nach zwei schwächeren Wochen kurz Unruhe aufgekommen. Genau in dieser Phase meldet sich Serhou Guirassy – einer der Knipser der Saison – wuchtig zurück. Gegen eine mutige TSG Hoffenheim schnürt der Stürmer einen Doppelpack, sorgt für ein klares 3:1 und vertreibt jeden Hauch von Krise.
Das 1:0 erzielt Guirassy nach klassischem Strafraum-Fußball: Hereingabe vom Flügel, ein Kontakt, Tor. Beim 2:1 setzt er sich gegen zwei Verteidiger durch, bleibt vor dem Keeper eiskalt. Der VfB kontrolliert das Zentrum, die Fans feiern jeden Zweikampf, und spätestens beim 3:1 ist das Stadion im Rausch. Stuttgart bleibt damit im Rennen um die Königsklasse – eine Geschichte, die vor der Saison kaum jemand erwartet hat.
Abstiegskampf pur: Köln, Bochum, Darmstadt zittern
Im Tabellenkeller geht es ruppig zur Sache. Der 1. FC Köln liefert sich zu Hause ein Fight-Spiel gegen den direkten Konkurrenten aus Bochum. Viele lange Bälle, jede Menge Hartzweikämpfe, der VAR-Keller im Dauereinsatz. Am Ende steht ein 1:1, das keiner so richtig gebrauchen kann.
Köln trifft zwar per Kopf nach einer Standardsituation, doch nach einem ungestümen Einsteigen im eigenen Strafraum gibt es Elfmeter für Bochum. Der Ausgleich sitzt, und die Stimmung im RheinEnergieStadion kippt von Euphorie auf Frust. Aus der Kurve sind Pfiffe zu hören, man spürt die Angst vor der 2. Liga. Beim Blick auf die Bundesliga Tabelle wird klar: Köln steckt auf einem direkten Abstiegsplatz fest.
Darmstadt kassiert derweil auswärts eine bittere 0:2-Schlappe. Gerade in den entscheidenden Momenten fehlt die Kaltschnäuzigkeit. Eine Großchance vergeben, im Gegenzug das Gegentor – typisches Abstiegsmuster. Trainer und Spieler sprechen danach von "fehlender Cleverness" und "mangelnder Konsequenz im letzten Drittel". Das Abstiegsgespenst sitzt auf der Tribüne und grinst.
Die Bundesliga Tabelle im Überblick
An der Spitze eng, im Mittelfeld dicht gedrängt, im Keller brutal: Die aktuelle Bundesliga Tabelle zeigt eine Liga, in der sich kaum jemand Ausrutscher leisten kann. Vor allem die Jäger der Bayern und die Klubs im Abstiegskampf stehen unter Dauerdruck.
| Platz | Verein | Spiele | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1 | Bayer Leverkusen | XX | XX |
| 2 | FC Bayern München | XX | XX |
| 3 | VfB Stuttgart | XX | XX |
| 4 | Borussia Dortmund | XX | XX |
| 5 | RB Leipzig | XX | XX |
| 6 | Eintracht Frankfurt | XX | XX |
| 15 | VfL Bochum | XX | XX |
| 16 | 1. FC Köln | XX | XX |
| 17 | Darmstadt 98 | XX | XX |
| 18 | 1. FSV Mainz 05 | XX | XX |
Die exakten Zahlen, Tordifferenzen und alle Zwischenstände lassen sich jederzeit auf der offiziellen Seite der Liga nachprüfen. Wer die komplette Übersicht über Heim- und Auswärtsbilanzen, Formkurven und Live-Ergebnisse braucht, findet sie auf der zentralen Seite zur Bundesliga Tabelle.
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Eintracht Frankfurt und Leipzig: Zwischen Europa-Traum und Punktverlusten
Eintracht Frankfurt erlebt einen dieser Nachmittage, die im Kampf um Europa richtig weh tun. Lange führt die SGE, verpasst aber das entscheidende zweite Tor. In der Nachspielzeit kassieren die Hessen noch den Ausgleich – ein Nackenschlag für die ambitionierten Europapokal-Jäger.
Trainer Dino Toppmöller spricht sinngemäß von "zwei verlorenen Punkten". Die Eintracht bleibt zwar im Rennen um die internationalen Plätze, doch solche Spiele können am Ende der Saison den Unterschied machen. Im Umfeld werden bereits die ersten Transfergerüchte lauter, welche Verstärkungen im Sommer kommen müssen, um dauerhaft vorne anzugreifen.
RB Leipzig spielt derweil dominant, kommt aber nicht über ein 1:1 hinaus. Viel Ballbesitz, viele Pässe, aber im letzten Drittel fehlt der letzte Punch. Gerade im Vergleich zu Leverkusen und Bayern wirkt Leipzig in manchen Szenen zu verspielt. Für die Bundesliga Tabelle bedeutet das: Die Sachsen müssen weiter zittern, wenn es um einen sicheren Champions-League-Platz geht.
Stars im Fokus: Musiala, Wirtz, Guirassy
Jamal Musiala bleibt trotz des Bayern-Dämpfers der auffälligste Offensivspieler seines Teams. Starke Dribblings, viele gefährliche Aktionen und die Vorlage zum zwischenzeitlichen Führungstor. Er ist derjenige, der zwischen den Linien auftaucht, Tempo aufnimmt und jeden Gegner vor Probleme stellt.
Florian Wirtz glänzt bei Leverkusen als klassischer Spielmacher. Zwei direkte Scorerpunkte, dazu zahllose kluge Entscheidungen im Ballbesitz. Ob kurze Klatschbälle oder der tödliche Pass in die Tiefe – Wirtz dirigiert das Offensivspiel, als wäre er seit einem Jahrzehnt auf Bundesliga-Niveau unterwegs.
Serhou Guirassy steht sinnbildlich für den Aufschwung des VfB Stuttgart. Mit seinem Doppelpack unterstreicht er seine Rolle als einer der gefährlichsten Knipser der Liga. Dazu kommt sein Pressing, seine Ausweichbewegungen auf die Flügel und seine wuchtige Präsenz im Strafraum. Für jede Defensive ein Albtraum.
Torhüter, VAR und Rote Karten: Die Nebenrollen des Spieltags
Auch die Keeper schreiben an diesem Wochenende ihre Geschichten. Einige Schlussmänner sichern ihrem Team mit spektakulären Paraden Punkte. In Augsburg verhindert der FCA-Keeper mit einer Glanzparade gegen Kane das mögliche 3:1, in Dortmund rettet Gregor Kobel in der Schlussphase mit einem starken Reflex den BVB-Sieg.
Der VAR-Keller steht ebenfalls im Fokus. In Köln wird ein vermeintlicher Treffer nach langer Überprüfung zurückgenommen – hauchdünnes Abseits. Die Fans schimpfen, die Spieler diskutieren, doch am Ende bleibt die Entscheidung: Kein Tor. Im Abstiegskampf wiegt so eine Szene doppelt schwer.
Eine rote Karte gibt es in einem der Kellerduelle nach einem zu späten Einsteigen nahe der Mittellinie. Der Schiedsrichter schaut sich die Szene an, entscheidet auf Feldverweis. Der betroffene Klub muss fast eine Halbzeit in Unterzahl ran – und bricht hinten raus komplett ein. Im Kampf um den Klassenerhalt sind solche Momente fast schon vorentscheidend.
Was die Ergebnisse für den weiteren Saisonverlauf bedeuten
Die aktuelle Konstellation in der Bundesliga Tabelle macht klar: Die Meisterschaft ist offen. Leverkusen sammelt ruhig seine Punkte, Bayern schwächelt in den entscheidenden Momenten, der BVB meldet sich zurück, und Stuttgart bleibt mit Guirassy auf Champions-League-Kurs. Jeder Spieltag kann den Spitzenplatz durcheinanderwirbeln.
Im Mittelfeld kämpfen Klubs wie Frankfurt und Leipzig darum, nicht durch kleine Schwächephasen den Anschluss an Europa zu verlieren. Eine kleine Serie – positiv oder negativ – kann in dieser Phase der Saison schnell fünf, sechs Plätze ausmachen. Gerade in Englischen Wochen mit DFB-Pokal und internationalen Auftritten werden Kaderbreite und Rotation noch wichtiger.
Unten dagegen ist es brutal. Köln, Bochum, Darmstadt und Mainz liefern sich Woche für Woche einen Überlebenskampf. Jede Standardsituation, jede Grätsche, jeder VAR-Check kann über Euphorie oder Frust entscheiden. Wer jetzt Nerven zeigt, rutscht tiefer rein. Wer kühlen Kopf bewahrt, kann mit einem Auswärtssieg plötzlich wieder Hoffnung schöpfen.
Ausblick: Nächster Spieltag, nächste Knaller
Der nächste Spieltag hat es wieder in sich. Der FC Bayern steht nach dem Patzer in Augsburg unter Zugzwang – zu Hause muss ein Sieg her, egal gegen wen. Die Allianz Arena wird genau hinschauen, ob die Defensive stabiler steht und ob Musiala und Co. die richtige Antwort geben.
Der BVB reist zu einem unangenehmen Auswärtsspiel, bei dem es vor allem mental darauf ankommt, den Schwung aus dem Wolfsburg-Sieg mitzunehmen. Leverkusen hat die Chance, den Vorsprung an der Spitze auszubauen, muss aber gegen einen Gegner ran, der über schnelle Konter kommt. Für Stuttgart steht ein echtes Stimmungsspiel an, in dem Guirassy erneut gefordert sein wird, seine Klasse zu zeigen.
Im Abstiegskampf sind die nächsten direkten Duelle schon markiert. Köln könnte mit einem Dreier gegen einen Konkurrenten ein echtes Lebenszeichen senden, Darmstadt braucht endlich wieder einen Heimsieg, und Bochum darf sich defensiv keine Aussetzer mehr leisten. Die Liga ist eng, die Luft im Tabellenkeller dünn.
Wer den Überblick behalten will, kommt um die Bundesliga Tabelle nicht herum. Ob Meisterschaft, Europa-League-Rennen oder knallharter Abstiegskampf: In dieser Saison wird jede Runde zum Charaktertest. Am nächsten Wochenende heißt es wieder: Anpfiff, Flutlicht, Adrenalin – und ein Blick auf die Tabelle gehört einfach dazu.


